Testbericht

Cabasse Eole 2 5.1

Wie die Konkurrenz vertrauen die Franzosen von Cabasse auf fünf identische Satelliten für Front, Center  und Surround. Unsere französischen Nachbarn beweisen vor allem bei den Satelliten Mut, die extrem kompakt und kugelrund ausfallen - eine Bauweise, die hohe Steifigkeit mit optimalem Abstrahlverhalten und ansprechender Optik verbindet.

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© Archiv

Cabasse-typisch sind die Satelliten des Eole 2 mit den bewährten Koaxial-Mittelhochtönern bestückt und treiben die Idee der Punktschallquelle im winzigen Aluminium-Kugelgehäuse auf die Spitze. Den Einsatzmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt: Die Eole 2 besitzt sogar serienmäßig schlanke Ständer für die Frontboxen, die sich wie sämtliche Satelliten in diesem Testfeld auch an der Wand aufhängen lassen. Detaillösungen wie die magnetisch haftenden Füße wissen zu überzeugen. Ausgenommen die knauserigen Anschlussklemmen, die im Gegensatz zu den großen, leicht zugänglichen Terminals bei Teufel weder für Bananenstecker noch für zünftige Kabeldurchmesser geeignet sind. Hier lag der Entwicklungsschwerpunkt auf wohnraumfreundlicher Integration mit versteckten Kabeln.Umso erfreulicher, dass es bereits im Stereo-Durchgang des Hörtests mit Elvis Costello und dem Metropole Orkest (DG) keinen Zusammenhang zwischen Spaß und Strippenformat zu beobachten gab. Impulsiv, offen und detailreich gingen die Eole 2 von Cabasse ans Werk. Die Kraftzwerge enthüllten noch feinste Rauminformationen und ließen Stimmen und Instrumente atmen. Die Musik klang derart entfesselt und farbenprächtig, dass der nicht ganz geglückte Übergang zum Subwoofer und eine leicht mittenbetonte Abstimmung weitgehend aufgewogen wurde. Doch der etwas weiche Bass verhinderte, dass sich die besonders vitalen, spielfreudigen Franzosen mit ihrer emotional packenden Darbietung in der Stereo-Note vor das etwas günstigere Teufel-Set setzen konnten. Keine Angst vor actionDas Eole-Set verwandelte den Hörraum mit aberwitzigen Dynamikreserven und ungestümer Attacke in ein brodelndes Inferno. Zwar handhabten die Franzosen die Basskontrolle deutlich lässiger als die in dieser Hinsicht vorbildlichen Teufel-Lautsprecher. Der Woofer sorgte aber für den nötigen Druck aufs Zwerchfell, was im Kinoeinsatz mehr Beifall brachte als die vornehme Zurückhaltung, mit der die Kuppelkonstruktion von Focal dem Zuschauer das Geschehen auf der Leinwand näherbrachte. Um für ihren brummigen Bass-Kollegen die Kohlen aus dem Feuer zu holen, legten sich außerdem die fünf kleinen Kugel-Blitze in der Fein- und Grobdynamik so vehement ins Zeug, dass sie die geringen Schwächen im Klangfundament aufwogen. In der Summe reichte das effektgeladene Zusammenspiel der Cabasse-Crew sogar aus, um sich vor den in musikalischer Hinsicht führenden Landsleuten von Focal zu platzieren.Und der Oscar geht an_...Zum großen Finale entfesselten die Beaus von Cabasse  mit den Fantastischen Vier ein brodelndes Inferno, das einen Oscar für Special Effects verdient gehabt hätte. Allerdings drehte sich im Blu-ray-Player nicht etwa eine Scheibe des deutschen Rap-Quartetts, sondern der Showdown der gleichnamigen Comic-Verfilmung aus dem Jahr 2007. Explosionen wirkten richtig bedrohlich, der Klang von berstendem Metall ging durch Mark und Bein. Dem Cabasse Eole 2 war dabei selbst mit Lautstärken, die man sich in keiner Mietwohnung erlauben kann, keinerlei Kompression oder Anstrengung anzumerken. Das Limit setzten dabei nicht die kompakten Membranen, sondern die Trommel- und Zwerchfelle der Zuhörer. Gerade in solchen Momenten überspielte der Charme der Eole 2 die etwas näselige Stimmwiedergabe. 

Cabasse Eole 2

HerstellerCabasse
Preis1300.00 €
Testverfahren1.0

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