Testbericht

Cabasse Majorca MC 40 im Test

Die Majorca MC 40 von Cabasse ist größer als die meisten Boxen der 2000-Euro-Klasse, und zugleich ist sie besonders aufwendig bestückt. Der Test zeigt, wie die Standbox klingt.

Cabasse Majorca MC 40

© Hersteller/Archiv

Cabasse Majorca MC 40

Den Kern stellt ein hochmodernes Zweiwege-Koaxialsystem dar. Es besteht aus einem zentralen Kalottenhochtöner, umschlossen von einem ringförmig gestalteten Mitteltöner. Das Gebilde kommt - sehr untypisch für Koaxialsysteme - ohne größere Mulden und Vorsprünge aus. Lediglich der Hochtöner steckt in einer kleinen Linse, die ihn akustisch etwas vom Treiben der benachbarten Membran isoliert. Der von Cabasse mit viel Know-how ausgestattete Koax zeigt eine extrem gleichmäßige Energieverteilung über die Raumwinkel und verhilft der Säule zu einer überragenden Plastizität, die den Hörer auch nach Tagen und Wochen immer wieder aufs Neue fasziniert.

Cabasse Majorca MC 40: Prachtvolle Dynamik

Der Punktstrahler erzielt einen exzellenten Wirkungsgrad und verzerrt auch mit höchsten Lautstärken vorbildlich wenig. Die passende Bassbegleitung liefern zwei konstruktiv ausgebuffte Konustreiber mit hellen Membranen aus einem sehr steifen und doch eigenklangarmen Spezialschaumstoff - eines der Markenzeichen von Cabasse. Kleinere Nachteile müssen Majorca-Eigner nur bei der äußeren Gestaltung hinnehmen. Denn Lack oder Echtholz bleiben höherpreisigen Serien vorbehalten. Die Gehäuse sind mit zweckmäßigen und erfreulich unempfindlichen Dekorfolien in Mahagoni- oder Kirschoptik bezogen.

Der sehr geringe Wattbedarf ebnet der Majorca den Zugang zu zart besaiteten Verstärkern, gestattet aber auch den Einsatz als schalldruckfeste Feten-Box, an der Verstärker aller Leistungsklassen ihr Talent mühelos entfalten können. Rekordverdächtige 115 Dezibel Schalldruck in 1 Meter Entfernung sind möglich. Das gelingt selbst Nobelboxen zu den zehnfachen Kosten nicht immer. Pegelabstufungen aller Art übertrug die Majorca sagenhaft nachdrücklich. Keine andere Box in diesem Feld meisterte Live-Aufnahmen derart direkt und ungedeckelt. Selbst die noch mal größere JBL klang trotz gewisser Parallelen beim Ansprechverhalten eindeutig braver und flacher.

Mit Zimmerlautstärke gab sich die Cabasse etwas kühl, was sich aber schlagartig änderte, sobald es ansatzweise zur Sache ging. Die trockene Bassabstimmung erlaubt auch eine wandnahe Aufstellung. Wer es unplugged mag, wird die Majorca heiß und innig lieben.

Bewertung / Stereoplay Testurteil: Cabasse Majorca MC 40

© Hersteller / Archiv

Testwertung: Cabasse Majorca MC 40

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