Outdoor-Smartphone

Cat S40 im Test

Das Top-Modell S40 von Outdoor-Spezialist Cat kann richtig viel einstecken und hat auch technisch mehr zu bieten als viele Konkurrenten. Aber wie sieht es mit der Ausdauer aus? connect hat den robusten Kollegen durch den Laborparcours geschickt.

Cat S40

© Cat

Das Outdoor-Modell ist auch gegen Salzwasser geschützt.

EUR 340,80

Pro

  • Outdoor-Modell mit attraktivem Design
  • auch gegen Salzwasser geschützt
  • sehr helles Display
  • Dual-SIM
  • starke Akkulaufzeit
  • exzellente Funkeigenschaften

Contra

  • kein Power-Prozessor
  • Kamera nur für Schnappschüsse
  • Schwächen bei der Akustik
77,6%

Dass das Cat S40 ein Flaggschiffmodell ist, sieht man sofort. Während die meisten Outdoor-Smartphones in einem dicken Plastikpanzer stecken, holt der Hersteller Cat die Abendgarderobe raus, mixt matten Kunststoff mit Aluminium-Elementen und bietet so eine für robuste Telefone ungewöhnlich elegante Optik.

Natürlich ist das Cat S40 im Vergleich mit normalen Smartphones immer noch ein dicker Klotz. Sogar einer der schärfsten Konkurrenten, Samsungs Outdoor-Profi Galaxy Xcover 3 (Test), ist mit 133 x 70 x 10 Millimetern und 154 Gramm Gewicht deutlich kompakter und leichter. Vergessen darf man dabei aber nicht, dass das Cat S40 viel mehr einsteckt: Es übersteht Stürze aus 1,80 Meter auf harten Beton, während das Xcover 3 für maximal 1,20 Meter gerade steht. Und während ein Tauchgang mit dem Samsung höchstens 30 Minuten dauern darf, schafft das Modell von Cat die doppelte Zeit – wobei der Hersteller den Schutz explizit auch bei aggressivem Salzwasser garantiert. Auf einen Segeltörn kann man das Cat S40 also locker mitnehmen. Dazu passt auch, dass sich der Touchscreen nicht nur mit Handschuhen, sondern auch mit nassen Fingern bedienen lässt.

Starkes Display, schwache CPU

Das Display des Cat S40 zeigt 960 x 540 Pixel auf 4,7 Zoll. Die Bildschärfe ist damit nicht besonders hoch, aber noch akzeptabel, um im Internet zu browsen und multimediale Inhalte angemessen darzustellen. Wer sich dieses Smartphone kauft, legt das Hauptaugenmerk aber ohnehin nicht auf die Anzahl der Pixel, stattdessen wird er oder sie genau prüfen, wie gut sich das Display noch unter freiem Himmel ablesen lässt. Hier punktet das Cat S40 mit einer hohen Leuchtkraft von 548 Candela (Xcover 3: 423 Candela).

Cat S40 Display

© Cat

Das Cat S40 ist mit einem sehr hellen Display ausgestattet.

Unter dem Display sieht es dagegen weniger gut aus, denn Cat wählte bei Chiplieferant Qualcomm ein Sparmodell. Der Snapdragon 210 im Cat S40 ist ein Vierkern-Prozessor mit maximal 1,1 GHz Taktfrequenz, der auf lediglich 1 GB Arbeitsspeicher zugreifen kann und die moderne 64-Bit-Architektur nicht unterstützt. Das ist zu wenig, die meisten 200-Euro-Smartphones haben mehr Power unter der Haube. Aber andererseits reicht die Leistung beim Cat S40 aus, um die Oberfläche ruckelfrei darzustellen. Die Apps starten zwar gemächlich, aber das System läuft fehlerfrei und flüssig und am Ende kommt es vor allem darauf an.

Ein ähnliches Urteil lässt sich über die 8-Megapixel-Kamera des Cat S40 fällen: Auch wenn nur Schnappschüsse drin sind, kann man damit doch Bilder in einer Qualität knipsen, die für ein Outdoor-Smartphone in Ordnung geht. Videos können in Full HD aufgezeichnet werden, und Cat hat auch an eine Frontkamera (2 Megapixel) für Videogespräche gedacht.

Updates unwahrscheinlich

Auf dem robusten Smartphone läuft Android in der neuesten Version 5.1, die der Hersteller nahezu unverändert von Google übernimmt. Die vorinstallierten Apps kann man an einer Hand abzählen, neben einem Antivirus-Tool gehört unter anderem die Tastatur-App Swiftkey dazu. Neue Anwendungen kommen schnell auf das Gerät: Neben Googles Play Store findet man einen zweiten App-Store im Hauptmenü, der speziell auf den Bereich Outdoor zugeschnitten wurde.

Mit Blick auf die Software macht Cat im Prinzip alles richtig, nur beim Thema Updates sieht es düster aus. Zumindest die Vergangenheit hat gezeigt, dass das Unternehmen den Software-Support auf das Nötigste beschränkt. Das Vorgängermodell B15Q läuft immer noch mit Android 4.4.

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Hält lange durch

Obwohl die Ausstattung des Cat S40 im Mittelklassebereich angesiedelt ist, hat der Akku mit 3.000 mAh eine höhere Kapazität als die meisten High-Ender. Das reicht für lange Gesprächszeiten und eine Laufzeit, die mit 7:32 Stunden sogar das Galaxy S6 Edge oder iPhone 6 überflügelt. Die Funkleistungen sind ebenfalls hervorragend, im UMTS-Netz erreicht das S40 sogar den Bestwert.

Die Akustikmessungen liefen dagegen nicht optimal, vor allem die niedrige Lautstärke fällt auf, mit der das Cat S40 den Gesprächspartner wiedergibt – gerade im Outdor-Kontext ein Manko.

Cat S40

© Cat

Die Schlitze für Nano-SIMs, Micro- SD und Micro-USB sind links und rechts in den Aluminiumrahmen eingelassen und von passgenau sitzenden Deckeln geschützt.

Was uns gut gefällt: Das Cat S40 kommt mit zwei Nano-SIM-Steckplätzen und einem dritten Einschub für Micro-SD-Karten – man muss sich also nicht zwischen Dual-SIM und Speichererweiterung entscheiden. Nicht nur deswegen verdient das Cat S40 eine Empfehlung. Im Outdoor-Segment ist es eines der besten Smartphones, die man derzeit kaufen kann.

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