Testbericht

CD-Laufwerk Acoustic Arts Tube-DAC II SE mit Drive II

Die Überarbeitung der Laufwerk-Wandler-Kombi von Acoustic Arts hat sich gelohnt. Denn sie hat nicht nur an Wertigkeit zugelegt, auch klanglich spielt sie nun in der Top-Liga der CD-Player mit.

  1. CD-Laufwerk Acoustic Arts Tube-DAC II SE mit Drive II
  2. Datenblatt
CD-Laufwerk Accustic Arts Tube-DAC II SE mit Drive II

© Archiv

CD-Laufwerk Accustic Arts Tube-DAC II SE mit Drive II

Behütete beim Erstlings-Laufwerk ein Glasdeckel die Disc, überdacht im Drive II eine schubstangengeführte Aluminiumplatte das CD-Schließfach. Darunter dreht das letzte rassereine CD-Laufwerk (Philips CD 2 Pro) die Disc. Datensparformate wie MP3 kann es nicht lesen - zur Freude der mit Studiotechnik groß gewordenen Entwickler.

Für weit wichtiger als klanglich fragwürdige Formatvielfalt erachten die schwäbischen Tüftler die Trennung der Stromhaushalte. Als Haupt-Störenfried sehen sie den Antrieb. Da der Motor die Drehzahl ständig korrigieren muss, ändert sich permanent sein Stromhaushalt. Damit die übrige Elektronik von diesen Schwankungen nichts mitbekommt, versorgt er sich aus einem eigenen Trafo.

CD-Laufwerk Accustic Arts Tube-DAC II SE mit Drive II

© Julian Bauer

Strikte Trennung: Der Antrieb bekam ein eigenes Netzteil samt Trafo. Das (zuschaltbare) Netzfilter (links) zeigt per rückseitige Glimmlampe die richtige Polung des Steckers an.

Fazit:

Der Tube-DAC II SE und der Drive II unterschlugen nichts, reproduzierten unbändig kraftvoll und öffneten die Räume in alle Dimensionen. Wenn etwa der britische Sänger Mick Hucknall (Simply Red) auf seinem Solo-Album "Tribute to Bobby" den Song "Farther Up The Road" intonierte, hatte das Händeklatschen keinerlei schärflich-giftigen Beigeschmack, die Klänge des Keyboards sprudelten gestochen scharf, und der Bass hatte reichlich Kick.

Im Vergleich zum (fast doppelt so teuren) Referenzspieler Naim Audio CD 555 (6/06) wirkten die Made-in Germany-Komponenten eine Spur trockener: Der Brite betonte allerfeinste Nuancen nachdrücklicher; die Accustic Arts griffen zwar noch schneller zu, beachteten dabei aber die letzten feinen Schwebungen weniger.

Darf sich die auf ähnlichem Niveau wie der 5/08 getestete Hightechplayer Meridian 808.i spielende Kombi bei 63 Punkten einreihen, liegt das in erster Line am Tube DAC II SE. Präziser und durchhörbarer als der PS Audio PL III, ist er mit 3 Punkten Vorsprung die neue Referenz unter den Digital/Analog-Wandlern.

Accoustic Arts Drive II + Tube-DAC II

HerstellerAccoustic Arts
Preis13890.00 €
Wertung63.0 Punkte
Testverfahren1.0

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