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Testbericht

CD-Player East Sound CD-E5 SE

Aus dem Reich der Mitte in den AUDIO-Hörraum

  1. CD-Player East Sound CD-E5 SE
  2. Datenblatt
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© Archiv

East Sound ist eine zutiefst chinesische Company - mit ungeklärtem Standort im Reich der Mitte, nur so viel ist zu erfahren: Der Zentralvertrieb wird über Hongkong abgewickelt.

East Sound sucht ein Leben in der Nische als Geheimtipp. Im Sinne von: "Du, da bin ich kürzlich auf einen CD-Player gestoßen, der kommt zwar aus China, ist aber richtig wuchtig, so aufwendig können die westlichen Länder gar nicht bauen." Der deutsche Vertrieb lässt dazu noch wissen, dass es zwei Versionen gibt: Die "European Edition" klinge eher analytisch, die "Signature Edition" dagegen wunderbar analog.

Dr. Pawlow lächelt

Doch erst ein paar Schritte zurück und sich nicht die große Freude am Auspacken nehmen. Zu diesem Event sollten Wirbelsäulen-Patienten lieber einen Freund zur Seite rufen - der CD-E5 bringt nämlich 13 Kilo auf die Waage.  Sofort stellt sich der Reflex ein, dass man hier doch wirklich etwas für sein Geld - 1300 Euro - bekommen hat. Den wuchtigen Auftritt verdankt der CD-E5 vor allem seinem dicken Aluminium-Vollmetall-Gehäuse. Und auch auf der Rückseite bietet der East Sound die entsprechenden Lockstoffe auf: neben vergoldeten Cinch-Buchsen ein XLR-Paar. Gewandelt wird mit einem Chip von Crystal bei 24 Bit. Die analoge Ausbeute wird in Class-A-Architektur an die Ausgangsstufen geschickt. In der Zusammenfassung: ein Monolith, ein wirklich dickes Ding, ein Glückskeks.

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© Archiv

Das Philips-Lauwerk, stabilisiert auf einer zusätzlichen Alu-Platte.

Der East Sound CD-E5 ist eher ein Freund von Dynamik. Was er clever kann: eine Stimme, ein Instrument auf der Boxenachse marschieren lassen - Till Brönner kommt mit seiner Trompete in den Forte-Passagen auf den Hörer zu und lehnt sich dann sehr smooth wieder zurück. Das Glück in einem kleinen, edlen Jazz-Club - das muss es sein. Das Versprechen von der großen "analogen" Ruhe löst der CD-E5 aber nicht ganz ein - den Himmel des entspannten Musizierens steckt in diesem Testfeld der Linn Majik ab. Der CD-E5 wird zwar nie richtig "digital"-böse, dafür nimmt er manchen Phrasen den Schub. Wenn beispielsweise 100 Musiker in Strawinskys "Sacre du printemps" gemeinsam atmen, dann zeichnet der CD-E5 perfekt die Position der Einzelstimmen nach. Die Kraft des Kollektivs, die ganz große Wucht, die Erotik - das bleibt Domäne der teureren Player.

East Sound CD-E5 SE

HerstellerEast Sound
Preis1200.00 €
Wertung100.0 Punkte
Testverfahren1.0

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