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Testbericht

D/A-Wandler Atoll DAC 100

Unter den günstigen DACs in diesem Test war der Atoll DAC 100 (550 Euro) ganz klar derjenige, von dem sich die Tester beim Vergleichen am schwersten trennen konnten.

  1. D/A-Wandler Atoll DAC 100
  2. Datenblatt
D/A-Wandler Atoll DAC 100

© Archiv

D/A-Wandler Atoll DAC 100
D/A-Wandler Atoll DAC 100

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Eingänge des DAC 100 sind belegbar. Links/rechts-Tasten wählen die Eingangsnummer, die mittlere entscheidet zwischen Koax und optischem TOSlink.

Gemeinsam mit dem Restek ist der Atoll DAC100 der einzige gebürtige Europäer im Test. Wie seine teureren Verwandten - etwa der Mehrkanal-Spieler SACD 200 aus Heft 7/2010 - entsteht der günstige Wandler komplett in Frankreich. Die Platinen werden im Hauptwerk in der Normandie von Hand bestückt, gelötet und geprüft, das Blech-Chassis stammt aus der Bretagne, die Alu-Frontplatten lasert ein Zulieferer im Departement Lorraine, die Netzteile ein Partner von der Rhone.

Auch nicht-frankophile HiFi-Freunde werden zu schätzen wissen, dass der DAC 100 reich mit Eingängen und sogar digitalen Ausgängen gesegnet ist - und beim genaueren Betrachten des Innenlebens ein anerkennendes "Chapeau!" ausrufen: Für Digital- und Analogstufe getrennte Trafos und sieben massive Spannungsregler nebst reichlich Siebkondensatoren bilden das Netzteil, und nach den drei unvermeidlichen Digitalchips (Eingangsreceiver, USB-Controller, D/A-Wandler) findet sich kein einziges weiteres IC im Signalweg.

D/A-Wandler Atoll DAC 100

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Kritische Baugruppen: Analogfilter und Strom-Spannungswandler haben großen Klangeinfluss. Atoll hält diskrete Schaltungen für besser - aufwendiger sind sie allemal.

Die Franzosen haben die Strom-Spannungswandlerstufe, die der Burr-Brown-Wandler zunächst braucht, ebenso aus diskreten Einzeltransistoren komponiert wie die darauf folgende Ausgangsstufe, die zudem ohne jegliche Gegenkopplung arbeitet. Das erhöht den Klirr etwas (siehe Messlabor), muss aber auch mitverantwortlich für den wunderbar intensiven, mitreißend musikalischen Klang des DAC 100 sein.

Unter den günstigen DACs in diesem Test war der Atoll ganz klar derjenige, von dem sich die Tester beim Vergleichen am schwersten trennen konnten. Auch der Franzose war nicht fehlerfrei, hätte beispielsweise noch mehr Druck im Bass machen und bei lauten, komplexen Passagen mehr Übersicht wahren können. Das waren Prüfpunkte, die der Musical Fidelity klar souveräner abhakte - um sich in punkto Spielfreude, Farbvielfalt und Ausdruckskraft dann wieder dem Atoll geschlagen zu geben.

Atoll DAC 100

HerstellerAtoll
Preis550.00 €
Wertung110.0 Punkte
Testverfahren1.0

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