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Testbericht

Dell XPS 10 im Praxistest

Windows RT Dell XPS10
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Das Dell XPS 10 mit Windows RT bringt im Bundle ein Tastaturdock mit, auf dem es sich im Test passabel schreiben ließ.

Dell XPS 10: Erster Eindruck

Nur ein Tablet? Oder darf’s gleich eines mit Tastatur sein? Auch Dell bietet sein RT-Tablet sowohl solo als auch im Bundle mit solider Tastatur an. Die Preise liegen hier bei 479 Euro für das reine Tablet mit 32 GB Flashdisk, 64 GB kosten einen Hunderter mehr.

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Zusammen mit dem Tastaturdock werden 649 respektive 749 Euro fällig. Beim Speicher gilt wie bei fast allen Windows-RT-Tablets: 15 bis 20 GB gehen für Datenmanagement und Betriebssystem drauf. Von den 64 Gigabyte unseres Testgerätes blieben da noch 45 GB übrig. Gut, wenn man da den Speicher per Micro-SD-Karte erweitern kann – und das ist hier der Fall. Der Arbeitsspeicher ist mit 2 GB ordentlich bestückt und wird von Qualcomms Snapdragon-S4-Prozessor fließend mit Daten versorgt.

Tablet mit Standardausstattung

Auf den NFC-Funk verzichtet Dell, WLAN unterstützt das XPS 10 hingegen auch im nicht mehr so gebräuchlichen 5-Gigahertz-Frequenzbereich. Ein direkter HDMI-Ausgang fehlt; laut Dell gibt es jedoch einen Adapter für den 40-poligen Dock-Connector, über den das Tablet geladen wird.

Mit dabei ist ein Adapter für den Micro-USB-Port, über den das Tablet ebenfalls geladen werden kann. Das ist praktisch, denn eine Lademöglichkeit per Micro-USB findet sich häufig auch im Kollegen- oder Freundeskreis. Draußen nimmt die Hauptkamera mit 5 Megapixeln gute Bilder auf; Innenaufnahmen zeigen mangels Blitz aber deutliches Bildrauschen. Auf der Frontseite sitzt eine 2-Megapixel-Kamara für den Videochat.

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Das Display, das mit 1366 x 768 Pixeln auflöst, ist mit gehärtetem Glas überzogen und wird nur vom Windows-Button durchbrochen. Wer die Displayausrichtung sperren will, muss sich zur entsprechenden Software-Einstellung durchhangeln – bei Windows RT sind dazu vier Klicks nötig.

Obwohl auch Dell hochwertige Materialien verwendet und die beiden klaffenden Dockanschlüsse mit Plastikklappen abdeckt, wirkt es sportlicher als das Asus Vivo Tab RT. Das liegt an einer Verdickung im Bereich des Dock-Connectors und an der uneinheitlichen Breite des Magnesiumrahmens. Diesen hat das XPS 10 von den Note- und Ultrabooks der Modellinie geerbt, mit denen es große Ähnlichkeit hat, sobald es in das Tastaturdock eingesetzt wird.

Vollwertiges Dock

Auch hier sorgt das gut verarbeitete Scharnier für einen Netbook-Look; der Stellungswinkel des Tabletdisplays ist variabel. Während das Asus Vivo Tab RT dank seitlicher Entriegelung auch mal auf die Schnelle aus dem geschlossenen Dock gelöst werden kann, ist der entsprechende Schieber beim XPS 10 nur geöffnet zugänglich, aber dennoch gut zu handhaben.

Mit seinen zwei zusätzlichen USB-Ports, HDMI und dem eigenen Netzanschluss empfiehlt sich das Dock auch, um dauerhaft eine Maus, einen Drucker oder einen großen Monitor anzubinden. Für den eingesetzten Mini-HDMI-Port lag dem Testgerät ein Normadapter bei; im Onlineshop des Herstellers gehört er allerdings nicht zum Lieferumfang.

Auf eine externe Tastatur wird man trotz der geringen Größe des Docks verzichten können: Obwohl sie nur geringen Hub bietet, ist die Tastatur dank der ausgewogen angeordneten und großen Tasten mit zehn Fingern gut bedienbar.

Bei mobiler Nutzung verlängert der im Dock integrierte Akku die Nutzungsdauer. Ein Leichtgewicht ist das zum Netbook umgewandelte Tablet mit gut 1,3 Kilogramm allerdings nicht.

Dell XPS 10 mit Tastaturdock
Dell XPS 10 mit Tastaturdock ©

Dell XPS 10: Ausstattung

+ zwei Kameras
+ Speicher per Karte erweiterbar
+ funktionales Tastaturdock (im Bundle oder optional) mit zusätzlichen Anschlüssen, Akkureserve und Netbook-Funktionalität
+ hoher Speicherbedarf durch System
- HDMI am Tablet nur per Adapter
- Beschränkung auf Windows Store

Dell XPS 10: Bedienung

+gut bedienbare Tastatur
- schwer

Dell XPS 10: Kaufen oder Warten?

Mit dem Tastaturdock wird das Dell XPS 10 zum soliden Netzbook. Dank der bei Windows RT vorinstallierten Office-Suite kann das Tablet also nicht nur zum Surfen, Spielen oder sonstigen Medienkonsum verwendet werden, sondern taugt auch als Arbeitsgerät. Eine Alternative wäre das Asus Vivo Tab RT.

 
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