Ultrabook

Dell XPS 13 (9360) im Test

Bei der neuen Version des XPS 13 gelingt es Dell, Kompaktheit und Leistung mit einer überragenden Ausdauer zu kombinieren. Damit setzt sich das Ultrabook an die Spitze der connect-Bestenliste.

Dell XPS 13

© Dell

Dell XPS 13

EUR 1.629,60

Pro

  • kompaktes, exzellent verarbeitetes Ultrabook
  • hochauflösendes, extrem helles 13,3-Zoll-Display
  • Anschlüsse für USB 3.0 und Thunderbolt 3
  • hervorragende Ausdauer
  • gute, mehrstufig beleuchtbare Tastatur

Contra

  • AV-Anschluss nur via Adapter möglich
  • kein Fingerprintscanner
  • kein Mobilfunkmodem

Fazit

connect Testurteil: sehr gut (442 von 500 Punkten)
88,4%

Es gibt flachere Ultrabooks. Es gibt leichtere, leistungsfähigere, besser ausgestattete und natürlich auch deutlich günstigere. Aber ein insgesamt besseres ist uns noch nicht untergekommen. Folgerichtig übernimmt das überarbeitete Dell XPS 13 mit der Zusatzbezeichnung 9360 die Pole Position in der connect- Bestenliste - und das, obwohl wir das Ultrabook noch nicht einmal in der bestmöglichen Konfiguration getestet haben. Komplett überraschend kommt das Ergebnis trotzdem nicht, da sich bereits die Vorjahresversion Dell XPS 13 (9350)​ mit der Verbalnote "sehr gut" in der Spitzengruppe kompakter Mobilrechner etablieren konnte. Mit dem aktuellen Modell setzt Dell nun noch einmal neue Maßstäbe.

Grandioses Display

Dabei hat sich äußerlich nicht viel verändert. Das aus einem einzigen Aluminiumblock gefräste Gehäuse ist wie gehabt nahezu perfekt verarbeitet - da knarzt und wackelt nichts, auch der Displaydeckel und das Scharnier machen einen außergewöhnlich robusten Eindruck. Höhe und Breite sind gleich geblieben - aufgrund der modelltypischen Keilform variiert die Bauhöhe im zusammengeklappten Zustand zwischen neun Millimetern vorne und 15 Millimetern auf der Scharnierseite. Durch die um 3,5 Zentimeter kürzere Tiefe wurde die Grundfläche allerdings weiter reduziert, was den Hersteller zu der Aussage verleitet, das XPS 13 sei nun das kleinste 13,3-Zoll-Notebook der Welt.

Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet der fast randlose, touchfähige Bildschirm, der in QHD+ (3200 x 1800 Pixel) auflöst. Das entspricht einer Pixeldichte von 276 dpi - einzelne Bildpunkte sind mit bloßem Auge nicht erkennbar. Das war beim Vorjahresmodell auch schon der Fall. Einen Quantensprung gab es hingegen in puncto Helligkeit: In der Mitte strahlt das Display mit überragenden 483 cd/m² - der beste Wert, den wir je bei einem Windows-Notebook messen konnten. Das XPS 13 lässt sich daher auch an sonnigen Tagen im Freien nutzen, wo die meisten Hochglanzdisplays große Probleme bekommen.

Dell XPS 13

© Dell

Die kleine Grundfläche lässt Dells Edel-Ultrabook dicker aussehen, als es tatsächlich ist. Angesichts seiner kompakten Bauweise fährt das XPS 13 eine bemerkenswerte Schnittstellenausstattung auf.

Im Gegensatz zu anderen besonders kompakten Klapprechnern geizt Dell beim XPS 13 auch nicht mit Anschlüssen. Zwei USB-3.0-Slots mit klassischen Typ-A-Steckern werden flankiert von einer USB-Typ-C-Buchse, hinter der sich eine ladefähige Thunderbolt-3-Schnittstelle verbirgt. Diese bietet allerlei Verbindungsoptionen. Das funktioniert aber nur mit entsprechenden Adaptern, die der Käufer separat erwerben muss. So ist auch der Anschluss an einen externen Monitor oder Fernseher nur mit entsprechendem Zubehör möglich. Für stolze 69 Euro Aufpreis bietet Dell einen passenden Kombi-Adapter, der USB-C mit HDMI, VGA, USB 3.0 und Ethernet verbindet.

Ultrakompakter Dauerläufer

Auch sonst ist beim XPS 13 nicht alles (Rosé-) Gold, was glänzt. Das zeigt sich unter anderem am fehlenden Fingerabdrucksensor und an dem nicht einmal optional verfügbaren LTE-Modem. Weitere Kritikpunkte sind die ungünstig positionierte Webcam, der zwar nicht häufig anspringende, dafür aber relativ laute Lüfter sowie die bereits beim Vorgänger bemängelte proprietäre Helligkeitssteuerung des Bildschirms, die sich nutzerseitig nicht steuern oder deaktivieren lässt.

Die Leistung des Ultrabooks im Benchmark-Test entspricht eher gehobenem Durchschnitt - und das, obwohl Dell einen Core-i7-Prozessor der siebten Generation ("Kaby Lake") verbaut hat. Für Otto-Normal-User dürfte die Performance jedoch allemal ausreichen. Die Grafikleistung ist für ein Notebook ohne dedizierte Grafikkarte dagegen sehr beachtlich. Wirklich beeindruckend ist die Akku-Laufzeit, die sich gegenüber dem 9350-Modell dramatisch verbessert hat. Fast zehn Stunden hat das aktualisierte XPS 13 im renommierten MobileMark-Benchmark durchgehalten, der unserer Ausdauerwertung zugrunde liegt - das ist noch keinem Ultrabook im connect-Test gelungen.

Dell XPS 13

© Dell

Rosé-Gold scheint die Trendfarbe der Saison zu sein. Wer das nicht mag, bekommt das XPS 13 auch in klassischem Silber.

Die günstigste Consumer-Variante des XPS 13 mit Core-i5-Prozessor kostet rund 1350 Euro - durchaus angemessen für ein Ultrabook dieser Qualität. Für das Topmodell veranschlagt Dell etwas mehr als 2000 Euro. Dafür bekommt der Käufer neben 16 GB Arbeitsspeicher (gegenüber 8 in der Standardversion) auch ein sattes Terabyte an SSD-Speicher spendiert. Für Linux-Freunde interessant: Einige Konfigurationen sind - dank der eingesparten Windows-Lizenz 70 Euro günstiger - auch mit Ubuntu erhältlich.

Fazit

Das letztjährige XPS 13 war bereits ein hervorragendes Ultrabook. Mit der neuen Version 9360 setzt Dell aber noch eins drauf. In fast allen Testkategorien liefert das Gerät eine überzeugende Vorstellung. Im Zusammenspiel mit dem fabelhaften Display und der außergewöhnlichen Ausdauer ergibt sich so ein Gesamtpaket, das verdient die Führung in der connect-Bestenliste übernimmt. Und das, obwohl es deutlich günstiger zu haben ist als die unmittelbaren Verfolger im Ranking.

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