Testbericht

Denon AVR-2809

Ein neuer Stern am Denon-Surround-Himmel.

  1. Denon AVR-2809
  2. Datenblatt
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© Archiv

Gleich vier HDMI-Eingänge bieten genügend Anschlussmöglichkeiten für DVD-Player bis Blu-ray-Spieler. Bei Denon gab es bislang in dieser Preisklasse nur zwei. Dabei wird selbstverständlich nicht nur digitales Bild bis in die höchste Auflösungsstufe 1080p akzeptiert; auch die Edel-Soundformate Dolby True HD und DTS-HD Master werden herzlich willkommen geheißen. Egal, ob vorher bereits vom Zuspieler in PCM gewandelt (mit Samplingraten bis zu 192 Kilohertz) oder als Datenstrom, den die Receiver gerne selbst umrechnen. Auch DSD-Bitströme von SACD-Playern würde der Denon  akzeptieren; allerdings gibt es momentan kaum Player auf dem Markt, die selbige überhaupt per HDMI ausgeben können. 

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© J. Winkler, Hersteller

Für Flachbildschirm oder Beamer steht je ein HDMI-Ausgang parat, der auch analog eingespeiste Videosignale in die gewünschte digitale Form bringt - per Scaler und De-Interlacer auch aufpoliert bis zur magischen Grenze von 1080 mal 1920 Zeilen in Vollbildern. Diese wichtige Aufgabe übernimmt beim Denon gar ein Faroudja-Videoprozessor. Heim-Cineasten dürften also höchstens die Möglichkeit zur Feinjustage des Bildes vermissen; die gibt es bei beiden Herstellern erst in den größeren Modellen.

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© J. Winkler, Hersteller

Platznot: Auf dem Videoboard des Denon drängeln sich die Chips für HDMI-Verarbeitung, Scaler und De-Interlacer von Faroudja. Plus diverse Digital-Audio-Schaltkreise von Analog Devices.

Fleissige Helfer

Das gewohnt gute Einmessprogrammen von Audyssey ermittelt sorgsam an verschiedenen Messpositionen eine Anpassung der Akustik an die Raumbedingungen. Das ist nicht nur eine feine Erfindung für Handbuch-Allergiker, sondern in fast jedem Wohnzimmer äußerst sinnvoll. Und der Seelenfrieden profitiert ebenfalls: Denon bietet mit dem neuen "Audyssey Dynamic Volume" gleich noch einen Lautstärkeabgleich für verschiedene Quellen an - besonders hilfreich bei den gerne mit Brachialpegeln nervenden  Werbepausen im Fernsehprogramm, aber auch beim mitternächtlichen Filmvergnügen einsetzbar.

 Die sieben Endstufen kann man freilich für den kompletten 7.1-Aufbau nutzen - oder brachliegende Verstärkerkraft auch zum Bi-Amping der Frontboxen einsetzen, soweit die Lautsprecher-Terminals dafür ausgelegt sind. Möglichkeit Nummer drei ist die Beschallung von Nebenräumen; bis zu zwei weitere Zonen sind vom Receiver aus kontrollierbar, allerdings nur mit Stereo-Signalen. 

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© J. Winkler, Hersteller

Platzwechsel: Die Fernbedienung mit Touchscreen ist gewöhnungsbedürftig. Wer sie aber beherrscht, kann damit auch andere AV-Geräte in der Kette steuern.
Im direkten Hör-Duell der beiden Denon-Brüder 2809 gegen 2807 stellte sich freilich klar heraus: Da ist ein neuer Stern am Denon-Himmel aufgegangen. Furchtlos und präzise im Surround-Ton wie der Alte, mit gutem Tempo und schöner modellierten Mitten. Die Perkussion knallte im richtigen Moment, die Stimme hauchte, wenn sie hauchen sollte, und der Bass zeigte sich konturiert. Den Denon-Entwicklern ist fraglos eine schöne Mischung aus Rechenarbeit und HiFi-Zauber gelungen.

Beim Stereo-Durchgang aber verblüffte der Denon AVR-2809 Vorgänger wie Konkurrenz mit einer leidenschaftlichen und dynamisch eindrucksvollen CD-Wiedergabe. Die Pagagini-Variationen von Blacher (AUDIO-CD "Pure Music Vol. 3") wirbelten genauso lebendig wie Jack Johnsons "Staple It Together".

Mit Dynamik kokettierte der Denon auch im anschließenden HD-Sound-Wettstreit. Einen Ausschnitt aus dem japanischen Anime-Werk "Ghost In The Shell 2 - Innocence" intonierte der Receiver präzise und fein aufgefächert, mit druckvoller Umsetzung der asiatischen Trommel-Untermalung.

Denon AVR-2809

HerstellerDenon
Preis1100.00 €
Wertung92.0 Punkte
Testverfahren1.0

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