Die HiFi-Welt von AUDIO und stereoplay
1400-Euro-Standbox

Elac Uni-Fi FS U5 im Test

Die Elac Uni FS U5 liefert den Beweis, dass man nicht viel Geld ausgeben muss, um hochwertigen Klang zu bekommen. Wir haben die Standbox getestet.

Elac Uni-Fi FS U5

© Elac

Der Elac Uni-Fi Fs U5 ist der größte der Uni-Fi-Reihe und kommt mit einem Koax-Chassis, Hoch- und Mitteltöner.

Pro

  • höchste Analyse von dynamischen Entwicklungen

Contra

Fazit

AUDIO Klangurteil: 84 Punkte; Preis/Leistung: sehr gut
Gut

Adrew Jones hatte eine Vision. Als langjähriger Lautsprecher-Entwickler entwarf er einst für KEF die mittlerweile legendären Koax-Chassis. So etwas wollte er auch in seinem neuen Engagement für Elac realisieren. Die ersten Modelle kommen dieser Tage in den Fachhande, genannt wird die Serie „Uni-Fi“. Das größte Modell hört auf den Namen FS U5 und ist eine waschechte Dreiwegekonstruktion. On top schwingt eine Neukonstruktion, eben ein Koax-Chassis mit eingelagertem Hochtöner im Mitteltöner. Gefertigt wird in China, was den Preis klein hält​

Drei Bass-Produzenten

​Ganz offiziell: Eine 25 Millimeter große Seidenkalotte wird in der Mitte eines 100 Millimeter großen Ringradiators positioniert, der wiederum schwingt mit einer Membran aus eloxiertem Aluminium. In derselben Farbe rackern auch die drei darunter gesetzten Bassmembranen. Die Frequenzweiche trennt bei 270 und 2700 Hertz. Andrew Jones hätte sicherlich auch mit zwei Tieftönern auskommen können, doch er wollte das fulminante Fundament und erhöhte auf drei Bass-Produzenten. Was ebenfalls gefällt: Elac liefert die schlanke Standbox mit stattlichen Traversen aus, auf denen die Gesamtkonstruktion steht. Die Gesamtsumme von 1400 Euro wirkt beim Anblick schon fast bescheiden.​

Die Ohren werden überrascht. Dieser Lautsprecher könnte von seiner Bauweise her einiges an Show aufbieten, doch er bleibt sachlich. Extrem sachlich. Das hatte in den besten Momenten die Abgeklärtheit eines guten Studiomonitors.​ Der Bass wirkte konturenstark, doch nicht falsch-wuchtig. Sehr diszipliniert.​

Elac Uni-Fi FS U5

© Elac

Von wegen sparsam – Elac verbaut in seinen Chassis wuchtige Magnete.

Hörtest

Wieder einmal bemühten wir unsere aktuelle Lieblings-Opernaufnahme. Die Decca-Tontechniker haben in den 70er-Jahren ein Superensemble für Puccinis „Turandot“ versammelt. Joan Sutherland singt die Titelrolle, Luciano Pavarotti fordert sie heraus. Vor allem entfacht Zubin Mehta am Dirigentenpult mit dem London Philharmonic Orchestra ein Klangfest. Gerade ist die Aufnahme frisch remastered erschienen, Blu-ray Pure Audio inklusive. Die Elac nahm in unserem Test die Prachtaufnahme eher von der analytischen Seite. Sehr fein war die Positionierung der Singstimmen im Verhältnis zum Orchester. Wie überhaupt die Auflösung des orchestralen Geschehens mit feinem Pinsel getupft wurde. Aber: Es fehlte das Glutvolle. Dieser Lautsprecher schwitzte nicht und ließ nicht schwitzen. Er ist der Intellektuelle in diesem Test, was aber faszinierend sein kann.​

Etwa bei unserer neuen Live-Lieblingsaufnahme: Christian Kjellvander singt und begleitet sich auf der Gitarre. Die Stockfisch-Tontechniker machen daraus ein Fest des Intimen. Die Elac-Lautsprecher lagen auf Linie. Herausragend, wie die FS U5 den Raum analysierte und der Live-Atmosphäre ein entscheidendes Stück mehr Präzision verpasste.​

Mehr zum Thema

Technics Ottava
Stereo-Komplettsystem

Technics verspricht bei der Mini-Anlage Ottava SC-500 ausgeklügelte Digital-Audio- und Lautsprecher-Technologie. Wie klingt die Kombination?
DAC Wadia di322
DAC

Das ganz große Klangkino bringt der Wandler Wadia di322 auf die akustische Leinwand. Bis 32 Bit und 384 Kilohertz geht es hinauf.
Hidizs AP 100
High-Resolution-Player

Ein mobiler HiRes-Player muss nicht mehr groß sein. Der Hidizs AP100 bringt trotz kompakter Maße Top-Sound. AUDIO hat den Mobilplayer getestet.
Dali Spektor 6
600-Euro-Standbox

Kann man für 600 Euro eine gute Standbox bekommen? Dali beweist mit der Spektor 6, dass das geht. Wir haben den günstigen Lautsprecher getestet.
PSB Imagine X2T
Standbox

Beim PSB Imagine X2T bekommen Sie für den Preis von 1300 Euro richtig viel High-Tech. Wie sich das auf den Klang auswirkt, haben wir getestet.
Alle Testberichte
Toyota C-HR
Navigation und Infotainment
Mit dem C-HR bringt Toyota ein cool designtes Crossover-Modell auf den Markt. Wir haben das Auto samt Navigations- und Infotainment-System getestet.
Dual CS-550
Plattenspieler
Mit dem CS 550 vertreibt der Traditionshersteller Dual einen soliden Plattenspieler. Wie er klingt, lesen Sie im Test.
Samsung Galaxy A3 rosa
Testberichte
Alle Tests von Smartphones, Handys, Tablets, Navis, Notebooks und Ultrabooks, DECT-Telefonen und DSL-Routern in der Übersicht.