Testbericht

Emporia Elegance im Test

Der Minimalist von Emporia überzeigt mit einer großzügigen Tastatur und einem ganz eigenen Bedienkonzept.

Emporia Elegance

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Emporia Elegance
Emporia Elegance

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Das Elegance stammt vom österreichischen Hersteller Emporia, der schon seit einigen Jahren seniorengerechte Handys liefert. Waren die ersten Generationen noch recht klobige Geräte, wurde beim Elegance auf die Optik geachtet, ohne bei der Bedienbarkeit Kompromisse einzugehen.

Emporia Elegance Menü

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Das Hauptmenü beschränkt sich auf vier Einträge.

Das Emporia Elegance ist 109 Millimeter lang, fällt schlank aus und liegt mit seiner gerundeten Rückseite angenehm und sicher in der Hand. Die Verarbeitung ist in Ordnung, die Optik wird dem Namen gerecht, dazu tragen Klavierlackoptik sowie Metalltasten bei.

Emporia nutzt zwei Drittel der Front für eine wirklich große Tastatur, die sich komplett bis an den Gehäuserand zieht. Die Tasten liegen eng beieinander, sind aber spürbar voneinander getrennt und angenehm groß. Man muss sich schon Mühe geben, um hier eine falsche Taste zu erwischen. Die weiße Beschriftung ist groß und auf den schwarzen Tasten gut erkennbar. Lediglich das schicke, spiegelnde Klavierlackgehäuse kann je nach Lichtverhältnissen mit Reflexionen die Ablesbarkeit ein wenig erschweren.

Emporia Elegance OLED-Anzeige

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Die OLED-Anzeige kann mehr Farben darstellen, das Menü ist aber zweifarbig gehalten.

Durch die großflächige Tastatur bleibt für die Anzeige wenig Platz. Doch trotz der nur 1,7 Zoll großen OLED-Anzeige bringt das Elegance sehr große Schriften zur Ansicht. Und wem die voreingestellte Schrift nicht genügt, der kann im Einstellungsmenü auf "Jumbo"-Schrift umstellen. Was das Bild ein wenig trübt, sind die Spiegelungen, die auf dem schwarzen Bildschirmhintergrund etwas deutlicher zu sehen sind, sowie die Tatsache, dass trotz der sehr breiten Anzeige viele Menü- oder Telefonbucheinträge nicht komplett angezeigt werden. Statt auf Abkürzungen setzt Emporia auf Laufschriften: Markierte Menüpunkte, die hinten abgeschnitten sind, bewegen sich langsam über die Anzeige.

Tasten statt Menüeinträge

Die Bedienung ist durchdacht und folgt einem ganz eigenen Konzept. Um lange Menüs zu vermeiden, lassen sich viele Funktionen direkt über dedizierte Seitentasten aufrufen. So finden sich sowohl für das Menü als auch die SMS-Funktion und den Freisprecher eigene Drücker außen am Gerät.

Emporia Elegance

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Ist ein Menüeintrag zu lang, wandert die Schrift nach links übers Display, wenn der Eintrag markiert ist.

Der Wecker sowie die Tastensperre werden über kleine Schieber aktiviert. Zudem gibt es eine Taste, die die kleine LED oben am Gehäuse aktiviert und das Elegance so zu einer Not- Taschenlampe macht. Zudem vermeidet Emporia, dass Softkeys ständig ihre Funktion ändern, was Einsteiger doch sehr verwirren kann.

Ganz ohne Softkeys geht es hier auch nicht, doch behalten die zwei dafür verwendeten Telefontasten in jeder Menüebene ihre Bedeutung: Die grüne Telefontaste dient zum Auswählen eines markierten Menüpunktes, die rote Auflegetaste führt immer eine Ebene zurück. Einziger Schwachpunkt: Das Einstellungsmenü entpuppt sich als sehr lange Liste aus über 20 Menüeinträgen. Für die erste Einrichtung des Elegance sucht sich der Einsteiger am besten einen erfahrenen Handynutzer oder nimmt die ausführliche und übersichtliche Bedienungsanleitung zur Hand.

Als besonderen Clou bietet das Elegance die Möglichkeit, Adressbucheinträge direkt per SMS zu empfangen. Empfängt das Handy eine SMS mit dem Inhalt #Name#Nummer#, wird automatisch eine neuer Adressbucheintrag angelegt. So können die lieben Verwandten ihre Nummern aus der Ferne ins Adressbuch eintragen.

Aufs Wesentliche konzentriert

Emporia Elegance Testergebnisse

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Emporia Elegance Testergebnisse

Die Ausstattung ist aufs Telefonieren und Versenden von SMS ausgerichtet. Ansonsten gibt es lediglich einen Wecker, eine Geburtstagsliste, einen Taschenrechner sowie die erwähnte LED. Die Gefahr, dass eh nicht genutzte Funktionen die Bedienung verkomplizieren, ist also denkbar gering.

Im Labor zeigte sich ein vergleichsweise hoher Stromverbrauch. Doch auch hier gilt: Bei geringer Nutzung hält der Akku gut eine Woche und Kommunikationsfreudige können über fünf Stunden plaudern, bevor der Akku schlappmacht.

In Sachen Sende- und Empfangsqualität liegt das Handy auf dem Niveau von Nokias 1800, in schlecht versorgten Gebieten gibt das Elegance recht frühzeitig auf. Der Klang könnte natürlicher sein, ist aber sehr laut. Beim Gesprächspartner klingt das Handy gut. Wer wirklich nur telefonieren und SMS verschicken will, erhält ein denkbar einfach zu bedienendes und doch schickes Gerät.

 

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