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Testbericht Fujitsu Siemens Lifebook S6420

von Bernd Theiss
Testbericht Fujitsu Siemens Lifebook S6420
Zugegeben: Bei Handys hat die Miniaturisierung zuweilen Formen angenommen, die technisches Erstaunen auslösen, ohne das Prädikat alltagstauglich zu verdienen. Doch bei Notebooks ist weniger oft immer noch mehr, wie auch der Erfolg der Netbooks zeigt. Deren kleine Displays und magere Leistungsdaten verhindern jedoch häufig den Einsatz als vollwertige Mobilrechner.
Fujitsu Siemens Lifebook S6420
  • +Integriertes UMTS-Modul
  • +Nur analoger Display-Ausgang
  • -Akku

Wer das mit großem Bedauern sieht und über das nötige Kleingeld verfügt, der findet in der 13,3-Zoll-Klasse eine beachtenswerte Alternative. Vom Gewicht liegen diese echten Notebooks im Schnitt um 200 bis 400 Gramm höher als 10-Zoll-Netbooks, doch dafür bringen sie gleich eine ganze Reihe an Vorteilen mit.

Etwa Tastaturen mit dem auch bei Desktop-Keyboards üblichen 19-Millimeter-Raster, das besonders gut bei Blindschreibern ankommt. Oder Displays mit der für großzügige Internetseiten nötigen horizontalen Auflösung von 1.280 Pixeln und mehr. Doch im praxisgerechteren Mensch-Maschine-Interface liegt natürlich nicht der einzige Luxus, der eine Investition ab 1.800 Euro rechtfertigt.

So hat das Fujitsu Siemens Lifebook S6420, das als Value-For-You-Modell für 1.899 Euro mittlerweile sogar einen 2,53-Gigahertz- Core-2-Duo-Prozessor (Testgerät: 2,4 GHz) besitzt, zum Beispiel ein integriertes UMTS-Modul als Bonus zu bieten. Ihren Dienst in puncto Darstellung versieht die stromsparende Chipsatzgrafik GMA X4500 von Intel um.

Das optische Laufwerk sitzt in einem auch für Zusatzakkus nutzbaren Steckplatz
Das optische Laufwerk sitzt in einem auch für Zusatzakkus nutzbaren Steckplatz ©

Nur analoger Display-Ausgang

Positiv: Die im Business-Alltag vorkommenden Aufgaben Office, Internet, Photo- respektive Video-Bearbeitung lassen sich mit der von den meisten deutlich größeren Notebooks gewohnten Geschwindigkeit abarbeiten.

Einen HDMI-Ausgang zur digitalen Ansteuerung von Displays oder von Fernsehern besitzt das Lifebook S6420 nicht. Es bietet zwar einen DVD-Leser und -Brenner für alle gängigen Formate, doch ausgeben kann man die Bilder nur auf analogem Weg über die VGA-Schnittstelle. Bei der Festplattenkapazität stehen dem Fujitsu-Siemens-Gerät knapp 150 Gigabyte zur Verfügung. Das Display hat eine Auflösung von 1280 x 800 Bildpunkten.

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An Schnittstellen verfügt es über drei USB-Anschlüsse und Firewire; ansonsten setzt das Fujitsu Siemens auf etablierte Standards und hat einen PC-Card-Slot und sogar eine Infrarot-Schnittstelle nach IrDA-Standard an Bord – praktisch, wenn man älteres Zubehör weiterbenutzen will; selbst Zubehör für den moderneren ExpressCard-Slot kommt meist mit PC-Card-Adapter daher.

Fit for Funk: Die SIM-Karte zum UMTS-Modul findet im Akkuschacht ihren Steckplatz
Fit for Funk: Die SIM-Karte zum UMTS-Modul findet im Akkuschacht ihren Steckplatz

UMTS-Modem schon eingebaut

Den neuen Erweiterungsstandard etwa für UMTS-Datenübertragungskarten hat das Lifebook indes nicht nötig, ein UMTS-Modem hat es schon eingebaut. Daneben unterstützt es WLAN bis zur Draft-N-Variante, per Bluetooth kann es hingegen nicht funken.

Die spritzwassergeschützte Tastatur gibt beim Arbeiten ein gutes Gefühl; nur in der Mitte um die Buchstaben G und H biegt sie sich unter Druck etwas zu stark durch. Was Lautstärke und Einsatzhäufigkeit des Lüfters angeht, so ist es nicht völlig geräuschlos, ein echter Unruhestifterist es aber auch nicht.

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Stehvermögen hat das Fujitsu Siemens mit rund dreieinhalb Stunden Laufzeit nicht sonderlich viel, was an absoluten Maßstäben gemessen aber immer noch überdurchschnittlich ist.

Fazit: Konditionell kann das Fujitsu Siemens Lifebook S6420 nicht mit den besten seiner Zunft mithalten, auch in der immer noch sehr guten Handlichkeit liegt es zurück. Doch mit spürbar guten Ausstattungs- und Leistungswerten hinterlässt es nicht zuletzt aufgrund des integrierten UMTS-Modems einen guten Gesamteindruck.

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