Testbericht

Funkwerk Dabendorf EGO Drive

Navigation, Freisprechanlage, Multimedia - das alles bietet Funkwerk Dabendorfs EGO Drive.

  1. Funkwerk Dabendorf EGO Drive
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Funkwerk Dabendorf EGO Drive

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Funkwerk Dabendorf EGO Drive

Pro

  • übersichtliche Menüführung
  • tolle Funktionsvielfalt
  • zuverlässige Sprachsteuerung

Contra

  • spartanisch bedachtes Navi
82,2%

So umfangreich wie Funkwerk Dabendorfs EGO Drive (599 Euro) hat sich bisher noch kein Navisystem dem Thema "Freisprecheinrichtung" gewidmet. Man könnte auch sagen: Beim EGO Drive handelt es sich um eine Freisprecheinrichtung mit Navi. Beide Elemente sind etwa gleichstark vertreten. Daher finden Sie in den Tabellen auf Seite 36 sowohl eine Bewertung für das Navi als auch für den Freisprecher. Und noch eine dritte Komponente spielt eine Hauptrolle: Multimedia.

Menü

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Im Grundzustand wirft das sehr übersichtliche Menü keine Fragen auf.

Freisprech-Blackbox

Nun gibt es Navis, die diese drei Elemente als getrennte Einheiten behandeln; oft hat man es mit lieblos angeflanschten Applikationen zu tun. Beim EGO Drive ist das Konzept hingegen rund. Schon das Hauptmenü zeigt das deutlich - im Wortsinn. Jedem Teil wird gleichermaßen viel Aufmerksamkeit gewidmet. Dazu später mehr. Als Plug-&-Play-Navi geht das EGO Drive gerade noch so durch, da man die Bildschirmeinheit auch akkubetrieben außerhalb des Fahrzeugs nutzen kann. Durch das Cradle wird das Gerät dann eher zur Festeinbau-Lösung. Gleich drei (!) Kabel führen zu einer Blackbox, welche die Freisprecheinheit beinhaltet und sich um Stromzufuhr, Audio- und Videosignale kümmert.

Die Installation sollte man deshalb einem Profi überlassen - vor allem die versteckte Verlegung der Strippen, unter anderem des Mikrofonkabels, sind nichts für Elektro-Legastheniker. Aber der Aufwand lohnt sich: Das EGO Drive ist anschließend mit der Audioanlage im Fahrzeug verbunden, kann die Autolautsprecher nutzen und schaltet die Musik stumm, sobald ein Anruf hereinkommt. Blackbox und Navi bieten zudem Audio-/Video-Eingänge, an denen man Quellen wie iPod oder DVD-Player anschließen kann. Zudem besitzt die Box einen Systemstecker für festinstallierte Freisprechkits von Funkwerk Dabendorf. Langes Booten kennt das EGO Drive trotz Funktionsvielfalt nicht - nicht einmal eine Sekunde nach Drehen des Zündschlüssels ist es einsatzbereit. Wow!

Bedienen lässt sich das Funkwerk Dabendorf auf zwei Arten: Entweder man tippt am 4,3-Zoll-großen Touchscreen oder man greift zur Bluetooth-Fernbedienung. Diese sieht verdächtig nach BMWs iDrive aus und funktioniert auch so ähnlich: Drehen zum Auswählen und Drücken zum Bestätigen, zwei Tasten für die Rufannahme und zum Auflegen. In der Praxis funktioniert das gut. Zusätzlich besitzt die Freisprecheinrichtung auch noch eine recht umfangreiche und sehr zuverlässige Sprachsteuerung, über welche der User die Telefoniefunktionen steuern kann, ohne dass er die Hände vom Lenkrad nehmen müsste.

Navi-Optionen

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Die Navi-Optionen beschränken sich auf das Wesentliche - das macht die Bedienung unkompliziert.

Multimedia total

Durch die Displaygröße und die Audio-Anbindung ans Fahrzeug drängt sich die Verwendung als Medieneinheit förmlich auf. Wie erwähnt, nimmt dieser Part in der EGO Drive eine wichtige Stellung ein. Das Gerät spielt Videos, MP3s und zeigt Bilder von SD-Karte und USB-Stick, den man direkt an das Gerät anschließen kann. Auch hier gelingt die Bedienung intuitiv. Wer vornehmlich sein Handy als MP3-Player nutzt, sollte einen Blick in dessen Ausstattungstabelle werfen. Unterstützt das Mobiltelefon das Bluetooth-Audio-Streaming-Profil A2DP, kann der Nutzer seine Musik einfach an das Navi funken und dort sogar die Wiedergabe steuern. Mit unserem Test-Handy Sony Ericsson W880i klappte das auf Anhieb.

Souveräne Routenwahl

Trotz aller Ausstattung und Goodies - das EGO Drive ist eben auch ein Navigationsgerät. Die Navi-Applikation hat aber ihre Stärken und Schwächen. Bestens gelungen ist die Übersichtlichkeit im Menü, was erstens auf die gute Beschriftung und die großen Buttons, zweitens aber auf den geringen Funktionsumfang zurückzuführen ist. Das Gerät beschränkt sich auf das Wesentliche: Route von A nach B, POIs, automatische Stauumfahrung via TMC. Schade, dass man die Kontakte aus dem Adressbuch nicht als Ziele verwenden kann.Unterwegs zeigte sich das Navi durchgehend souverän, was die Routenwahl angeht. Auch die optische Zielführung gefällt durch Spurassistenten und übersichtlicher Kartendarstellung.Die Sprachansagen kommen pünktlich und ausführlich, waren auf der Testfahrt aber zweimal nicht sonderlich eindeutig. Straßennamen spricht die nette Stimme vollständig aus. Im Tunnel simuliert das System zwar weiter, benötigt danach aber etwas Zeit, um sich wieder zu orientieren. Im guten Mittelfeld liegen die Zeiten für die Routen(neu)berechnung.

Quellen

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Als Zuspielquellen akzeptiert die EGO Drive Zuspieler fast jeder Couleur.

Die Freisprechanlage ist top

Die Bluetooth-Freisprecheinrichtung der EGO Drive zeigt den Alibi-Freisprechern der Konkurrenten, wo der Hammer hängt. Pfifig: Wer sich die Drive schon ohne die Freisprechanlage gekauft hat, kann diese zusammen mit der kabellosen Fernbedienung für 200 Euro nachrüsten. Im Paket mit dem großem Touchscreen, der Fernbedienung und der sehr zuverlässigen Sprachsteuerung ist die Bedienung dann ein Kinderspiel. Und das, obwohl der Freisprechteil im Gegensatz zur etwas spartanisch bedachten Navi-Abteilung recht umfangreich ausgestattet ist. Mit dem im Test verwendeten Sony Ericsson W880i funktionierte die EGO Drive fast optimal. Nur die Einstellung der automatische Rufannahme verweigerte die EGO Drive - obwohl die Schwesteranlage EGO Look mit demselben Handy keine Probleme hatte. Aber dafür bietet die Drive das größere Display und einen Touchscreen sowie eine ganze Armada an Anschlüssen.

Telefonbuch

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Die EGO Drive lädt sich das Handytelefonbuch in den Speicher.

Nur ein optionales VDA-Kabel (zum Anschluss an die Auto-Elektronik) fehlt. Aber wenn hier von Kundenseite die Nachfrage kommen sollte, werde man dieses für die Drive anbieten, so Funkwerk-Dabendorf-Produktmanager Frank Borrmann gegenüber auto connect. Per Software-Update Mitte 2008 soll die Drive um Funktionen wie Telefonbucheinträge und SMS vorlesen erweitert werden. Aktuell können SMS auf dem Display gelesen und alle Telefonbucheinträge ohne vorheriges Anlernen per Sprache gewählt werden.Beim Hörtest sorgte die Drive dann für Begeisterung. Ähnlich wie ihr Schwestermodell Look klingt sie bei moderatem Tempo im Festnetz und im Auto hervorragend. "Homogen, stabil, angenehm, einfach nur gut" attestierten die Tester im Festnetz. Auch im Auto war die akustische Darbietung im Stadtverkehr souverän. Erst bei zunehmendem Tempo hörte man im Festnetz, dass es sich um eine Freisprecheinrichtung handelte; ab Autobahntempo klang die Wiedergabe sowohl im Auto wie auch am anderen Ende der Leitung etwas gepresst, blieb aber gut verständlich.

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