Samsung-Phablet

Galaxy Note Edge im Test

Mit dem Galaxy Note Edge demonstriert Samsung im Test einmal mehr Innovationskraft: Es zeigt ein Display, das sich über die Gehäusekante zieht und im Test ganz neuen Bedienkomfort erlaubt. Doch auch abseits des neuartigen Screens hat das Phablet eine Menge zu bieten. Reicht es für Platz 1?

  1. Galaxy Note Edge im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Samsung Galaxy Note Edge

© connect

Samsung Galaxy Note Edge
EUR 879,95

Pro

  • brillantes Display
  • konfigurierbare Displayerweiterung
  • Bedienstift S Pen
  • 24 GB Speicher
  • überragende Ausstattung
  • tolle CPU-Performance

Contra

  • unpraktisch für Linkshänder
  • hoher Preis
86,6%

Zum Test schickte Samsung das Galaxy Note Edge in der limitierten Premium Edition, die nur beim Hersteller direkt zu haben ist. In der attraktiven Verpackung, die den Schwung des Displays aufnimmt, finden sich so nützliche Dinge wie ein Reinigungstuch, ein schützendes Klappcover, Flip Wallet genannt, sowie eine Micro-SD-Speicherkarte mit 64 GB Kapazität.

Der Preis: 899 Euro

Der Preis liegt sowohl für die limitierte wie auch für die normale Variante des Note Edge, die ohne diese Zugaben auskommen muss, bei happigen 899 Euro. Etwas Besonderes zu besitzen war eben schon immer etwas kostspieliger - davon können Apple-Jünger ein Lied singen.

Display: Autonomer Seiten-Screen

Dreh- und Angelpunkt des Galaxy Note Edge besagtes Display, das an der rechten Geräteseite sanft abgerundet ist und so Platz für Zusatzfunktionen und situative Icons bietet.

Dies geht natürlich nur, weil hier eine selbstleuchtende OLED-Anzeige zum Einsatz kommt, die sich biegen lässt. Der Hauptbildschirm misst 5,6 Zoll in der Diagonalen und löst sehr fein in Quad-HD mit 1440 x 2560 Pixeln auf. Der erweiterte Displaybereich bietet zusätzliche 160 x 2560 Pixel, die sich autonom nutzen lassen. Die Strahlkraft der Anzeige ist allerdings systembedingt niedriger als bei sehr guten TFT-Displays, erreicht aber immer noch gute 333 cd/m2.

In Sachen Darstellungsqualität gehört das Display des Galaxy Note Edge ohne Zweifel mit zum Besten, was der Markt derzeit hergibt. Es zeigt die Inhalte so brillant, farbstark und mit einem derart satten Schwarzwert, dass einem fast die Spucke wegbleibt.

Galaxy Note 4 - Galaxy Edge - Vergleich

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Galaxy Note 4 - Galaxy Edge

Verarbeitung: Tadellos, wie gewohnt

Auch die Verarbeitung ist, wie wir es von Samsung gewohnt sind, tadellos. Ein großer Pluspunkt auch bei Edge: Der Akku ist austauschbar, kann also problemlos in Eigenregie ersetzt werden - was beim heutigen Dauerbetrieb von Smartphones und Phablets ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist. Hardcore-Nutzer werden sich auch über die Schnellladefunktion des Galaxy Note Edge freuen, die den leeren Akku in etwa 90 Minuten komplett auftankt.

Ausstattung: Performance auf Top-Niveau

Die Basis für das Galaxy Note Edge bildet das von connect "sehr gut" getestete Galaxy Note 4, und so ist auch der Neuling nur mit den besten Zutaten ausgerüstet. Dies beginnt bei der extrem performanten Plattform APQ8084 Pro aus dem Hause Qualcomm, die mit einer 2,7 GHz schnellen Quad-Core-CPU und 3 GB Arbeitsspeicher jeder noch so leistungshungrigen Anwendung Paroli bieten kann. Kein Wunder also, dass im Testbetrieb keine nennenswerte Verzögerungen die Freude bei der Benutzung trübte.

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Samsung Galaxy Note Edge
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Erste Bilder von unserem Hands-on zeigen das Samsung Note Galaxy Edge in seiner vollen Pracht.

Speicher: üppig und erweiterbar

Dazu gesellen sich über 24 GB an freiem Gerätespeicher, die man mit Apps und Multimedia-Inhalten befüllen kann. Wird der Platz knapp, lässt sich über den Micro-SD-Slot einfach nachrüsten. Auch in puncto Connectivity bietet das Galaxy Note Edge mit LTE Cat 6, ac-WLAN, HSPA+ und Bluetooth 4.1 die aktuellsten Standards.

Ein willkommenes Wiedersehen: Die hervorragende 16-Megapixel-Kamera des Galaxy Note 4 ist in dem Neuling ebenfalls zu finden. Sie bietet neben einer tollen Bildqualität einen optischen Bildstabilisator und 4K-Videoaufnahme.

Sensoren und Software: Vollausstattung inklusive

Bei der restlichen Ausstattung bringt das Galaxy Note Edge zudem alles mit, was aktuell gut und teuer ist. Etwa den Pulsmesser auf der Rückseite, der sich über die Fitness- und Gesundheits-App S Health nutzen lässt. Oder den Fingerprintsensor in der Hometaste. Letzterer kann nicht nur zum Entsperren des Phablets und zum Schutz sensibler Dateien im Privat-Modus genutzt werden, sondern auch, um Zahlungen über Paypal zu autorisieren.

Multi Window: Echtes Multitasking

Dazu beherrscht das Galaxy Note Edge perfektes Multitasking. Mit Multi Window lassen sich zwei Funktionen gleichzeitig und gleichberechtigt auf dem Bildschirm nutzen, während die Funktion "Pop-up-Fenster" zusätzliche Apps in kleinen Fenstern auf dem Screen anordnet und bei Nichtgebrauch als kleines Icon stehen lässt. Beide Funktionen kann man praktischerweise direkt aus der "Recent Apps"-Ansicht heraus starten.

Samsung Galaxy Edge

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Brutal gut: Das AMOLED-Display zeigt 2.560 x 1.440 Pixel. Beim Note Edge werden in der Seitenleiste die Bedienelemente eingeblendet.

Komplettiert wird die Ausstattung durch die clevere Profilfunktion "Meine Orte": Dieses Widget arbeitet mit Standorterkennung und stellt sich so automatisch auf den Tagesablauf des Nutzers ein. Die einzelnen Profile, etwa Arbeit, Heim oder auch Unterwegs, lassen sich konfigurieren und bieten Einstellungen für WLAN und Bluetooth, Ton- und Energiesparmodus sowie vier vom Nutzer definierbare Funktionen zur Auswahl an. Wem das nicht reicht: Die Punkte lassen sich problemlos erweitern.

Bedienung: Intuitiv, aber komplex

Das Ganze lässt sich zwar grundsätzlich über die intuitive Benutzeroberfläche Touchwiz einfach bedienen, doch um den kompletten Funktionsumfang, vor allem den der zahlreichen Sonderfunktionen, zu kapieren, dauert es doch einige Stunden - und selbst danach gibt es bei diesem High-End-Phablet immer wieder Neues zu entdecken.

Samsung Galaxy Note 4

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Samsung Galaxy Note 4: Der Stift ist so empfindlich, dass feinste Schraffuren gelingen.

Zum Beispiel, die Funktionen, die das Seiten-Display bietet: Standardmäßig sind im hier Grundfunktionen wie Telefon, Kontakte, Nachrichten, Browser und E-Mail aufrufbar. Ein Wisch von oben nach unten auf der schmalen Außenanzeige bringt Zusatzfeatures wie ein Lineal, den Timer, die Stoppuhr, Sprachmemos oder die Lampenfunktion zum Vorschein.

Bildergalerie

Samsung Galaxy S7
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Top-10-Galerie

Siebenmal Samsung Galaxy: Dieser Hersteller dominiert derzeit die Smartphone-Top-10.

Ein Wisch von unten nach oben gibt den Weg zum Einstellungsmenü frei. Hier kann man die einzelnen Panels aus- und abwählen, das Uhrdesign anpassen, eine zeitgesteuerte Nachtuhr oder den Informationsfluss einstellen. Zudem lassen sich weitere Panels aus dem App-Shop laden. Hat der Nutzer mehrere ausgewählt, kann man diese ganz simpel per Wisch durchscrollen.

Seitendisplay: ein zusätzliches Bedienfeld

Bei einigen Funktionen wie der Kamera, dem Video- und Musikplayer oder dem Flipboard wird das Seitendisplay zudem als erweiterte Anzeige für Bedienfelder genutzt. Auch eingehende Anrufe und Nachrichten werden angezeigt. Schade nur, dass das Seitendisplay bisher nur von wenigen Apps unterstützt wird - aber das kann ja noch werden.

Nicht neu, aber bewährt gut klappt der Umgang mit dem ins Gehäuse integrierten Bedienstift S Pen. Der bietet die vom Galaxy Note 4 (Test) bekannten Features wie die Vorschaufunktion Air View, Aktionsmemo oder Screenshot-Notiz.

Labormessungen: Stromhungriges Display

Dass das tolle Display kein Kostverächter ist, zeigten die Messungen im connect-Labor. Hier erzielte das Galaxy Note Edge eine Nutzungsdauer von lediglich sieben Stunden im praxisnahen Mischbetrieb. Die reinen Gesprächszeiten liegen dagegen mit 21:40 Stunden im GSM- und knapp 13 Stunden im UMTS-Einsatz auf Topniveau. Auch bei der Akustik und den Sende- und Empfangseigenschaften zeigte sich das Phablet von der besten Seite.

Fazit: Kaum zu toppen

So erreicht das Samsung Galaxy Note Edge mit seinem herausragenden Display, der gigantischen Ausstattung und auch dank des großzügigen Lieferumfangs des Testgeräts mit Micro-SD-Karte und Klappcover den ersten Platz der Bestenliste. Diesen muss sich das Phablet jedoch mit dem punktgleichen Sony Xperia Z3 Compact (Test) teilen - zwei smarte Mobiltelefone, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

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