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Testbericht Garmin Nüvi 3590 LMT im Test: Neue Nummer 1

von
Garmin Nüvi 3590 LMT
Labortest
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Zuletzt aktualisiert: 22.07.2014
Garmin nüvi 3590 LMT
Navigation
Pro
  • erweitertes Bluetooth-Modul
  • Premium-Staudienst
  • übersichtliche Menüs
  • übersichtliche Karte
Contra
  • umständliche Routen
Fazit

Die Garmin Nüvi 3590 LMT ist die neue Nummer eins unter den Plug&Play-Navis.

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Navigation meets Smartphone: Das neue Garmin Nüvi 3590 LMT macht sich die Fähigkeiten von Android-Phones zunutze.

Die größte Errungenschaft mobiler Navigationssysteme in den letzten Jahren sind zweifellos die Live-Dienste: Das Navisystem verbindet sich mit dem Internet, um Wetterinfos, Ziele aus der Google-Suche, Benzinpreise und – das mit Abstand Wichtigste – aktuelle Staumeldungen herunterzuladen. 

Doch obwohl die Geräte es dem Anwender mit integrierten SIM-Karten und pauschaler Bezahlung so einfach wie möglich machen und die genauen Staumeldungen ein echter Mehrwert sind, ist der Marktanteil der Live-Navis mit rund zehn bis 15 Prozent erschreckend gering.

Live-Dienste: Link statt Live

Jetzt schickt sich Garmin an, daran etwas zu ändern. Seit Jahren schon werden die Geräte des US-Herstellers immer konsequenter auf den europäischen Markt ausgerichtet – mit Erfolg, auch in der connect-Bestenliste landeten die Garmin-Navis mit jeder Generation weiter vorne. Die jüngst erfolgte Übernahme des deutschen Anbieters Navigon unterstreicht diese Bemühungen nochmals: Garmin will auch in Europa ganz an die Spitze.

Mit der neuesten Generation könnte dies endgültig gelingen: Statt eines Live-Moduls mit SIM-Karte, Modem und Antenne packt Garmin ein erweitertes Bluetooth-Modul und die Funktion „Smartphone-Link“ mit in die Geräte. Bei der Kopplung mit einem Android-Smartphone wird damit nicht nur die Freisprechfunktion aktiviert, sondern auch eine Datenverbindung. Und mit der passenden App ist man sofort live und mit dem Nüvi-Navi im Internet.

Stauschau: Ob man die berechnete Umleitung fahren will, kann man anhand der Vorschau entscheiden.
Stauschau: Ob man die berechnete Umleitung fahren will, kann man anhand der Vorschau entscheiden. ©

Damit schlägt Garmin mehrere Fliegen mit einer Klappe: Das teure GSM-Modul ist überflüssig, die Kunden können wählen, ob sie den Premium-Staudienst für 25 Euro pro Jahr oder den ebenfalls integrierten Gratis-TMC-Tuner mit Navteq Traffic nutzen möchten.

Zusatzdienste wie der Parkplatz-Finder oder das Starten der Navigation vom Smartphone aus werden ebenfalls möglich. Letzteres allerdings nur bei bereits eingegebenen Zielen. Fehlt nur noch ein günstiges Monatsabo für den Staudienst. Aufgepasst: Wer keine Datenflat fürs Ausland hat, muss sich dort mit TMC begnügen.

Live-Dienste: Alle Apps mit dem Antennen-Symbol  nutzen den Internetzugang des Smartphones.
Live-Dienste: Alle Apps mit dem Antennen-Symbol nutzen den Internetzugang des Smartphones. ©

Display und Bedienung: Optischer Leckerbissen

Aber auch an den anderen Funktionen, der Grafik und dem Gerätedesign hat Garmin in den letzten Jahren kräftig geschraubt. Bisheriger Höhepunkt war das ultraflache Design-Nüvi 3490, das im Herbst 2011 für 329 Euro auf den Markt gekommen ist.

Das brandneue Nüvi 3590 LMT ist nun das erste Navi mit Smartphone-Link. Der Preis liegt ebenfalls bei 329 Euro. Von vorne sehen sich die beiden ziemlich ähnlich, das 35er ist jedoch nicht ganz so flach, dafür kann es mit einem 5-Zoll-Monitor punkten.

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Kapazitiver Touchscreen, hochauflösendes Display, Hochkantmodus für bessere Übersicht in Fahrtrichtung und die neueste Software – die Zutaten sind diesselben, die Optik ist genauso attraktiv. Das „LMT“ im Namen verrät zudem, dass auch beim Nüvi 3590 lebenslang Kartenupdates und der TMC-Dienst enthalten sind.

Live-Dienste: Alle Apps mit dem Antennen-Symbol  nutzen den Internetzugang des Smartphones.
Live-Dienste: Alle Apps mit dem Antennen-Symbol nutzen den Internetzugang des Smartphones. ©

Fazit: Die neue Nummer eins

Klappt es diesmal mit dem Angriff auf die Spitzenposition in der Bestenliste? Und um es vorwegzunehmen: Ja! Bei der Bedienung kann man das Nüvi nicht kritisieren: Die Menüs sind übersichtlich, es gibt viele erklärende Texte und das Gerät reagiert verzögerungsfrei auf Eingaben.

Die Ausstattung ist mit der vollständigen und sehr gut funktionierenden Sprachsteuerung ebenfalls komplett – nicht zuletzt durch die Smartphone-Anbindung und Live-Dienste.

Auch die Zielführung ist dank der exzellenten Grafik top: Die Karte ist trotz 3-D-Gebäuden und jeder Menge Effekte sehr übersichtlich, die „PhotoReal“-Kreuzungsansichten exzellent. Potenzial bleibt nur bei den hier und da umständlichen Routen und der Übersichtlichkeit der Stauinformationen – in der Summe ist das Garmin Nüvi 3590 LMT aber derzeit das klar beste Navisystem auf dem Markt.

 
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Inhalt
  1. Garmin Nüvi 3590 LMT im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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