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Testbericht Google Nexus 4 im Test

von
Google Nexus 4, Android 4.2
Labortest
66,6 %
Zuletzt aktualisiert: 20.09.2014
LG Nexus 4
Smartphones
Pro
  • hochwertige Anmutung
  • Icons und Schriften auf Display brillant
  • saubere Akustik
Contra
  • liegt nicht sehr komfortabel in der Hand
  • 8 GB interner Speicher
  • Lautsprecheröffnung auf der Rückseite
Fazit

Trotz Mankos ist das Nexus 4 ein tolles Phone, das von seinem Display, der Top-Performance und dem günstigen Preis lebt.

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Das von LG gefertigte Google Nexus 4 zeigt im Test trotz kleinem Preis eine Top-Performance. Einige Mankos stören jedoch den starken Eindruck. (Update: Google hat den Preis nochmals um 100 Euro gesenkt).

Mit der Android-Version 4.2 „Jelly Bean“ geht gleich ein ganzes Nexus-Trio an den Start. Neben den beiden Tablets Nexus 7 von Asus und dem Nexus 10 von Samsung tritt nun das Smartphone Nexus 4 an, bei dem LG für die Hardware verantwortlich zeichnet.

Gehäuse: Attraktives Schnäppchen

Optisch macht das Nexus 4 schon auf den ersten Blick einiges her. Das kratzfeste Gorilla-Glas auf der Front- und Rückseite und die feine Softtouch-Oberfläche des Geräterahmens vermitteln zusammen mit der makellosen Verarbeitung ein sehr wertiges Gefühl.

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Weil es ein bisschen kantig designt ist, liegt das Nexus 4 allerdings nicht ganz so komfortabel in der Hand. Dennoch ist es erstaunlich, dass für so viel Luxus ein Preis von gerade einmal 299 Euro aufgerufen wird. Aber genau so ist es. (Update 28.8.2013: Google hat den Preis mittlerweile auf 199 Euro gesenkt)

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Allerdings kommt das Nexus 4 zu diesem Preis auch lediglich mit nominell 8 GB internem Speicher daher. Wer allerdings 50 Euro mehr investiert, der kann sich die 16-GBVariante des neuen Google-Phones bestellen. (Update 28.8.2013: Auch hier Google den Preis insgesamt um 100 Euro auf 249 Euro gesenkt)

Wir meinen, dass diese 50 Euro sehr gut investiertes Geld sind. Beide Varianten sind aktuell exklusiv über die Google-Webseite www.google.de/nexus zu bestellen. 

Das Nexus 4 misst 134 x 69 x 10 Millimeter.
Das Nexus 4 misst 134 x 69 x 10 Millimeter.

Zwei Mankos muss man dem Nexus 4 dennoch ankreiden: So ist neben dem fest verbauten Akku auch die Lautsprecheröffnung auf der Rückseite kritikwürdig. Liegt das Nexus 4 flach auf dem Tisch oder, noch schlimmer, auf einer weichen Oberfläche, so wird der Klingelton so stark gedämpft, dass der Nexus-Besitzer viele Anrufe verpassen wird. Andere Hersteller lösen dieses Problem mit einer kleinen Erhebung auf der Rückseite. Dann klingelt’s in solchen Fällen lauter.

Display: Feine HD-Anzeige

Im Nexus 4 verrichtet ein IPS-TFT-Touchscreen seinen Dienst und löst damit die OLED-Anzeige des Nexus-Vorgängermodells von Samung ab. Die Auflösung beträgt feine 768 x 1280 Pixel und bietet so in Verbindung mit einer Diagonalen von 4,7 Zoll eine Pixeldichte von hohen 319 ppi.

In puncto Helligkeit kommt das Display jedoch nicht ganz an die enorme Ausbeute etwa eines LG Optimus 4X HD heran. Doch auch die von connect gemessenen 427 cd/m2 können sich wahrlich sehen lassen und bieten bei direkter Sonneneinstrahlung immer noch eine sehr gute Lesbarkeit der Inhalte.

Android 4.2: Evolution statt Revolution

Von dem tollen Display profitiert auch die Benutzeroberfläche des ersten Android-4.2-Smartphones. Wie bei den Nexus-Modellen üblich, so sieht die reine Android-Version auch hier eher dunkel und zurückhaltend aus. Die Icons und Schriften werden auf dem Display jedoch brillant wiedergegeben.

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Die Bedienung gelingt intuitiv und problemlos, genauso wie bei den vorhergegangenen Android-Versionen. Ansonsten gibt es bei Android 4.2 auch einige Neuerungen zu entdecken. So existiert nun eine Gesteneingabe für Texte, bei der es genügt, den Finger von einem Buchstaben zum nächsten zu bewegen. Die Texterkennung erledigt den Rest – das klappte im Test schon ausgezeichnet.

Zudem bietet Android 4.2 einen konfigurierbaren Lockscreen, eine neue Darstellung der Kamerafunktionen und über die Dropdown-Leiste einen praktischen Schnellzugriff auf wichtige Funktionen. Allerdings zeigt das „nackte“ Android- Betriebssystem einmal mehr, welchen Mehrwert auch die herstellerspezifischen Benutzeroberflächen bieten – egal, ob es sich um die Varianten von HTC, LG, Motorola, Samsung oder Sony handelt.

Bugfix für Google Android 4.2.

Bei Android 4.2 stießen wir im Test zudem auf einige teilweise gravierende Bugs. Während der Testphase stand es noch nicht für unser Testgerät zum Download zur Verfügung, doch mittlerweile ist ein Update vorhanden, dass die Probleme lösen soll.

Das 4,7-Zoll-Display reicht fast bis zum Gehäuserand.

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Ausstattung: Probleme bei Kamera und Speicher

Bei der Ausstattung ist leider nicht alles Gold, was glänzt. Das Nexus 4 hat bis auf LTE zwar alle relevanten Features wie HSPA+, Bluetooth, NFC und n-WLAN an Bord, doch als Problemkind entpuppte sich die Kamera. So lieferte der Bildsensor mit 8 Megapixeln nur eine durchwachsene Bildqualität.

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Egal bei welchen Lichtverhältnissen – die Nexus-Kamera schoss permanent Fotos mit einem hohen Rauschanteil. Auch schaffte es der Autofokus nicht immer, das Motiv scharfzustellen. Qualitätsprobleme gab es außerdem bei den Videoaufnahmen – und das trotz Full-HD-Auflösung.

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Enttäuschend auch das Thema Speicher. Das getestete Nexus 4 mit 8 GB stellte dem Benutzer lediglich 5,4 GB zur freien Verfügung. Ein praktischer Wechselspeicherslot für MicroSD-Karten fehlt dem Google-Phone jedoch. Bei einer Auswahl von mehr als 675 000 Apps im Play Store und im Zeitalter von HD-Videos ist das einfach zu wenig. Wenigstens verlagert sich die Musiknutzung immer mehr zu Streamingdiensten, sonst wäre der knappe Speicher ein noch größeres Problem.

Labormessungen: Schnell und ausdauernd

Lässt sich die magere Ausstattung noch kritisieren, so trumpft das Nexus 4 in puncto Performance groß auf. Unter der hübschen Hülle steckt nicht nur ein 2 GB großer Arbeitsspeicher, sondern auch ein Snapdragon-S4-Prozessor aus dem Hause Qualcomm.

Ausgestattet mit vier Kernen und einer Taktfrequenz von 1,5 GHz sorgt die CPU für mächtig Schub im Alltag und starke Benchmarkergebnisse. Dazu passt auch die Performance, die das Nexus 4 im Messlabor zeigte. So hält der Androide im Mischbetrieb gute 5:34 Stunden durch und kann auch bei der Gesprächszeit mit knapp 15 Stunden im E-Netz und sechs Stunden im UMTS-Betrieb glänzen. Ergänzt wird die gute Laborleistung von einer sauberen Akustik.

Fazit

Trotz seiner Mankos ist das Nexus 4 ein tolles Phone, das von seinem Display, der Top-Performance und dem günstigen Preis lebt.

 
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Inhalt
  1. Google Nexus 4 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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