Googles ideales Android-Smartphone

Google Pixel 2 und Pixel 2 XL im ersten Test

Google hat die neue Pixel-Generation vorgestellt. Pixel 2 und Pixel 2 XL sind in jeder Hinsicht deutlich besser als die Vorgänger und bieten einzigartige Software-Extras. Der hohe Preis schreckt aber ab, auch das Design überzeugt uns im ersten Test nicht.

  1. Google Pixel 2 und Pixel 2 XL im ersten Test
  2. Google Pixel 2 (XL): Kamera, Deep Learning und Fazit
Google Pixel 2 und Pixel 2 XL

© Google

Google Pixel 2 XL und Google Pixel 2

Mit den Pixel-Modellen möchte Google keinen Kassenschlager landen und den Status quo auf dem Smartphone-Markt in Frage stellen, denn dann würden Hersteller wie Huawei oder Samsung von Partnern zu Konkurrenten und sie würden alles tun, um sich aus der Abhängigkeit von Android zu befreien und diesem System früher oder später den Rücken kehren. Das kann nicht in Googles Interesse sein. Die Idee hinter den Pixel-Smartphones ist vielmehr, jedes Jahr aufs Neue zu demonstrieren, was mit dem Android-System möglich ist, wenn Hardware und Software optimal auf einander abgestimmt sind. Aus der Perspektive von Google sind die Pixels also die Smartphones, die das Beste aus Android herausholen.

Preise und Verfügbarkeit

Das hat seinen Preis, die Hochpreis-Strategie des letzten Jahres wird konsequent weitergeführt. Das Google Pixel 2 mit 5-Zoll-Display wird in Deutschland ab dem 19. Oktober für 799 Euro (64 GB) beziehungsweise 909 Euro (128 GB) erhältlich sein, das Pixel 2 mit 6-Zoll-Display folgt Mitte November für 939 Euro (64 GB) beziehungsweise 1049 Euro (128 GB). Bei beiden Modellen ist der Speicher nicht erweiterbar.

Nur ein bisschen randlos

Da eigene Fertigungskapazitäten fehlen, kooperiert Google mit unterschiedlichen Smartphone-Produzenten, in diesem Jahr wird das Pixel 2 von HTC gebaut, das Pixel 2 XL von LG. Das XL-Modell hat ein 6 Zoll großes OLED-Display im 18:9-Format und mit ultrascharfen 2880 x 1440 Pixel, das fast die komplette Frontseite einnimmt und zu den Rändern hin gebogen ist. Der Trend zum fast randlosen Smartphone ist also auch an Google nicht spurlos vorbeigegangen, allerdings sind die Ränder breiter als bei Samsung oder LG (V30). Das kleinere Pixel gibt sich dagegen konventioneller, sein 5-Zoll-OLED zeigt klassische 1920 x 1080 Pixel und ist weder gebogen noch randlos. In Anbetracht eines Startpreises von 799 Euro ist das zu wenig.

Beide Geräte stecken in einem wasserdichten Aluminiumgehäuse (IP67) aus einem Guss, das außerordentlich hochwertig und stabil daherkommt, die Haptik ist exzellent. Während das große Pixel in schwarz und weiß erhältlich ist, kommt beim kleineren Modell noch eine blaue Farbvariante hinzu, die auf uns aber eher wie silbergrau-metallic wirkte. Wichtig zu wissen: Die lackierte Oberfläche ist bei der schwarzen Variante deutlich rauher und griffiger als bei der weißen Variante, was uns im Vergleich besser gefallen hat. Im oberen Bereich der Rückseite dominiert wieder ein Glasstreifen - mittlerweile das Erkennungszeichen der Pixel-Serie. Das Design ist frischer, im Vergleich mit den Vorgängern ist ein deutlicher Fortschritt zu erkennen. Aber so richtig überzeugen können die Geräte optisch immer noch nicht, vor allem das kleine 5-Zoll-Modell sieht altbacken aus und passt eher in die Jahre 2014/15.

Die Technik unter der Haube ist aber auf der Höhe der Zeit: Den Antrieb übernimmt ein Snapdragon 835, dem üppige 4 GB zur Seite stehen. Bluetooth 5.0 ist genauso dabei wie ein USB-C-Anschluss nach USB 3.1, zudem gehört ein 18-Watt-Schnellladenetzteil zur Ausstattung. Drahtloses Aufladen ist allerdings nicht möglich.

Google Pixel 2 XL

© Google

Google Pixel 2 XL

Exklusive Android-Features

Bei der Präsentation wurden drei Software-Features hervorgehoben, die exklusiv für die Pixel-Serie bestimmt sind: 

  • Ein Always-On-Display blendet wichtige Infos permanent ein, während der Rest des Bildschirms inaktiv bleibt.
  • Den Homescreen ziert ein neues Kalender-Widget, dabei gefällt die moderne Optik, die perfekt mit dem Hintergrund harmoniert. Es ersetzt die Google-Suchleiste, die an den unteren Rand des Displays verschoben wurde.
  • Neue Live-Wallpaper beeindrucken mit winzigen animierten Details, etwa eine Satellitenaufnahme aus Google Earth, bei der Wellen gegen den Strand branden. Oder eine Straße aus der Satellitenperspektive, auf der ein fahrendes Auto zu sehen ist. 

Auf die anfängliche Begeisterung folgt aber schnell die Feststellung, dass hinter den netten optischen Spielereien wenig substantiell Neues steckt, dass Google hier keine besonderen neuen Funktionen bietet. Den Always-On-Bildschirm kennt man zudem bereits von Herstellern wie Samsung, LG oder Nokia.

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