Testbericht

Grundig Scenos A

Das kleine Schnurlose ist eines der Design-Highlights im Test. Leider ist das aber auch fast die einzige Tugend des Telefons.

  1. Grundig Scenos A
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Grundig Scenos A

© Wolfgang Boos

Grundig Scenos A

Pro

  • Menü arbeitet recht flink

Contra

  • hohes Ruherauschen
66,4%

An Selbstbewusstsein mangelt es Grundig nicht: Rund 70 Euro will der Hersteller für sein Mini-Schnurlostelefon haben. Bei genauerem Hinschauen gibt's hier aber mehr Design als Sein.

Dabei beginnt die Blendung schon beim Namen: Es steht zwar Grundig auf der Verpackung, das Gerät kommt aber eigentlich vom französischen Sagem-Konzern, der wiederum in China fertigen lässt.

Aus Fernost kommen zwar auch hochwertige Produkte, in diesem Fall hat das Produkt mit Wertarbeit aber herzlich wenig zu tun: Die seitlichen Flanken und die Rückseite glänzen metallisch, was sich beim beherzten Zugriff aber als dünne Plastikhaut entpuppt, die schon bei mäßigem Druck nicht gerade vertraueneinflößend knarzt.

Viel Ausstattung, zu viele Abkürzungen

An Ausstattung bietet das Scenos A vieles, was heute Standard ist - und noch mehr: Das Telefonbuch merkt sich 100 Namen und Nummern, auch Anruferliste, Rufnummernübermittlung CLIP sowie beleuchtete Anzeige und Tasten sind in dieser Preisklasse ein Muss. SMS im Festnetz hingegen braucht kein Mensch, auch die Raumüberwachung macht wenig Sinn, da diese nur an ein weiteres Mobilteil meldet und nicht an ein beliebiges Telefon wie etwa das Handy.

Erfreulich hingegen: Das Menü arbeitet recht flink, allerdings hat der Hersteller zu viel abgekürzt, denn der Sinn von "WDG" (Alle Nachrichten des Anrufbeantworters abhören) sowie "ABG. NACHR" (Ansage Anrufbeantworter aufnehmen) erschließt sich nicht mal Profis auf den ersten Blick.

Mauer Klang, schwache Akkulaufzeit

Mit 135 Stunden Standby und gut neun Stunden Dauergesprächszeit muss man das Scenos A in der Praxis deutlich häufiger nachladen als die meisten Testkonkurrenten. Die Leistungsaufnahme der Basis ist mit 1,4 Watt zwar nicht dramatisch, aber dennoch doppelt so hoch als bei den meisten anderen Kandidaten.

Harsche Kritik erntet hingegen der Klang des Scenos A: Ein MOS-Wert von 1,3 in Empfangsrichtung ist schlicht schlecht. Auch ein verhältnismäßig hohes Ruherauschen sowie eine niedrige Lautstärke beim Freisprechen, bei dem übrigens nicht beide Seiten gleichzeitig reden können, trüben die Freude deutlich.  

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