Ultrabook

HP Spectre Pro x360 G2 im Test

Top-Design, Top-Performance und Top-Laufzeit: HPs 13,3-Zoll-Convertible überzeugt im Test, allerdings ist der Preis des HP Spectre Pro x360 G2 mit fast 2000 Euro ebenfalls top.

HP Spectre Pro x360 G2

© HP

HP Spectre Pro x360 G2
EUR 1.497,00

Pro

  • schlankes und leichtes Convertible
  • hochwertiges Aluminiumgehäuse
  • helles, fast randloses Quad-HD-Display
  • hochwertige Verarbeitung
  • gute Ausstattung
  • großes, präzise bedienbares Touchpad
  • hervorragende Ausdauer

Contra

  • druckempfindlicher Displaydeckel
  • scharfe Kanten an der Basiseinheit
  • vergleichsweise hoher Preis

Fazit

Connect-Urteil: gut (421 von 500 Punkten)
84,2%

Es ist offensichtlich, dass HP bei der Entwicklung des Spectre Pro x360 größten Wert auf das Design gelegt hat. Das zeigt sich nicht nur an der aus einem Block gefrästen Aluminiumhülle, sondern auch an der gelungenen Mixtur aus Rundungen und Kanten im Verbund mit der in Gehäusefarbe gehaltenen Tastatur und dem fast randlosen Display. Langer Rede kurzer Sinn: Das Ding sieht einfach gut aus.

Größe und Design

Die Freude darüber wäre sicher noch größer, hätte man sich dadurch nicht vereinzelt Abstriche in puncto Bedienkomfort eingehandelt. So dürften sicher etliche Nutzer die scharfen Kanten vorne und an den Seiten der Basiseinheit als störend empfinden. Und auf den silberfarbenen Tasten ist deren Beschriftung - zumindest bei diffusem Licht und aktivierter Beleuchtung - kaum noch erkennbar. Wer nicht blind tippen kann, wird auch das nicht gerade als Pluspunkt werten. Das sind zwar letztlich nur Kleinigkeiten, aber in der Premiumklasse ist es geboten, strengere Maßstäbe anzulegen.

Was auch für Abmessungen und Gewicht gilt. Mit seinen 1450 Gramm ist das Spectre Pro x360 beileibe kein Schwergewicht, aber doch um mehr als 100 Gramm schwerer als das zeitgleich getestete Satellite Radius 12. Hinzu kommen 2,5 Zentimeter mehr an Breite und ein Zentimeter plus an Länge. Das zu bemängeln ist nicht nur Jammern auf hohem Niveau, sondern vor allem das Ergebnis einer optischen Täuschung: Denn das Convertible von HP ist so kompakt gebaut, dass es aussieht wie ein 12-Zöller. Da sich darin aber ein 13,3 Zoll großes Display verbirgt, relativiert sich der Größenvergleich mit dem Toshiba-Gerät.

HP Spectre Pro x360 G2

© HP

Das Spectre Pro x360 ist zweifellos eines der hochwertigsten Convertibles auf dem Markt – leider aber auch eines der teuersten.

Viel Power unter der Haube

Apropos Display: Der HP-Bildschirm kommt zwar nur auf eine Pixeldichte von 221 ppi. Das ist aber dennoch mehr als genug für ein scharfes Bild. Wem das nicht reicht, für den hat HP künftig eine Gerätevariante mit einem farbenprächtigen OLED-Display im Programm. Weniger schön ist die Druckempfindlichkeit des Displays, die nicht zuletzt aus der schlanken Bauweise resultiert.

Wie beim Toshiba-Convertible arbeitet im Spectre Pro x360 ein Prozessor aus Intels mobiler Top-Baureihe mit 8 GB Hauptspeicher. Der von HP verwendete Core i7-6600U taktet allerdings noch etwas höher als der i7-6500U im Satellite Radius 12. Die im Leistungs-Benchmark erzielten Ergebnisse liegen - mit einer Ausnahme - zum Teil deutlich über den Vergleichswerten des Japaners. Und obwohl in beiden Geräten die gleiche integrierte Grafikeinheit (Intel HD Graphics 520) verbaut ist, hat HP auch bei der Grafikleistung eindeutig die Nase vorn.

Trotz der geballten Performance springt der Lüfter nur selten an - und wenn doch, ist er recht leise. Erfreulich ist darüber hinaus die Größe des Massenspeichers: Die SSD des HP-Geräts ist mit 512 GB bestückt - mehr ist im ultramobilen Convertible-Segment derzeit nicht zu bekommen. Ebenso lobende Erwähnung verdienen sich das große, präzise steuerbare Touchpad sowie die Tastatur, auf der es sich sehr angenehm schreiben lässt.

HP Spectre Pro x360 G2

© HP

HPs Convertible im edlen Alumantel gibt in jeder Pose eine gute Figur ab, auch im Zeltmodus.

Wenig zu meckern gibt es auch hinsichtlich der Schnittstellen: Das Spectre Pro x360 hat unter anderem drei USB-3.0-Anschlüsse an Bord. Zur Grafikausgabe stehen sowohl ein HDMI-Slot als auch ein Mini-DisplayPort zur Verfügung. Was wir vermisst haben - und was ein Gerät dieser Preisklasse durchaus mitbringen dürfte -, ist ein LTE-/UMTS- Modem fürs mobile Internet.

Tatsächlich Premium-like ist dagegen die Laufzeit: Mehr als acht Stunden hielt der 56-Wh-Akku im Ausdauer-Benchmark durch - einer der besten Werte, die wir im ultramobilen Bereich bislang messen konnten.

Alles, nur kein Schnäppchen

Alles in allem ist das Spectre Pro x360 ein Top-Convertible. In der Gesamtwertung schrammte das Gerät nur knapp an einem "sehr gut" vorbei. Kleinere Schwächen bei Handhabung und Ausstattung kosteten eine noch bessere Platzierung. Preis-Leistungs-Sieger im 2-in-1-Segment wird der 360-Grad-Hybride allerdings nicht mehr, dafür ist er schlicht zu teuer - auch wenn HP im offiziellen Store statt dem ursprünglichen UVP (2169 Euro) inzwischen nur noch 1955 Euro aufruft.

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