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Testbericht HTC Flyer im Test

von
HTC Flyer
Labortest
76,4 %
HTC Flyer
Tablets
Pro
  • innovativer Eingabestift
  • hochwertige Verarbeitung
Contra
  • Display spiegelt stark
Fazit

Das HTC Flyer macht durch das sehr schnelle Arbeitstempo und das sehr wertige Gehäuse richtig Spaß.

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HTC hebt ab und schickt mit dem Flyer ein spezielles 7-Zoll-Tablet mit Eingabestift auf iPad-Jagd. Der Test zeigt, was das Flyer zum derzeit besten Android-Tablet macht.

HTC macht nicht mit beim Tablet-Einerlei und stattet das Flyer mit zwei markanten Eigenheiten aus. Erstens: Android kommt in der Smartphone-Version Gingerbread mit angepasster Sense-Oberfläche und nicht etwa in der von Google für Tablets optimierten Honeycomb-Variante. Zweitens: Dank der sogenannten Scribe-Technik lassen sich Skizzen und Notizen mit einem Eingabestift direkt auf den kapazitiven Touchscreen des HTC Flyer zeichnen.

Mit Android, ohne Honeycomb

Dass HTC nicht auf Honeycomb setzt, mag im ersten Moment verwundern, gereicht dem Flyer letztlich aber zum Vorteil. Die Sense-Oberfläche ist in der neuesten Version sehr gut strukturiert und stellt Inhalte entsprechend der Bildschirmausrichtung in unterschiedlichem Layout dar – so wird der Platz stets optimal genutzt.

In gewohnter Manier lassen sich beim HTC Flyer Widgets und Shortcuts auf maximal acht Startbildschirmansichten verteilen; die Leiste am unteren Bildschirmrand ist fix und kann mit drei Favoritenanwendungen belegt werden.

Mithilfe des Eingabestiftes lassen sich handschriftliche Notizen direkt auf dem Screen anfertigen.
Mithilfe des Eingabestiftes lassen sich handschriftliche Notizen direkt auf dem Screen anfertigen.

Besonders schick präsentiert sich das neue Feature für den Sperr-Bildschirm: Sobald das HTC Flyer aus dem Standby-Modus erwacht, kann man den Touchscreen entweder entriegeln oder eine von vier frei wählbaren Anwendungen durch Ziehen in den Ring sofort starten – ähnlich wie beim neuen Smartphone-Flaggschiff HTC Sensation.

Die standardmäßig installierten Google-Dienste komplettiert Sense mit weiteren Anwendungen, etwa einem E-Book-Reader samt Store und dem Videoportal HTC Watch zum Kaufen und Ausleihen von Filmen und Serien; weiteren Softwarenachschub gibt’s im Android Market zuhauf.

Handhabung auf iPad-Niveau

Weiterer Vorteil beim HTC Flyer: Sense und Touchscreen sind perfekt auf den mit 1,5 Gigahertz taktenden Single-Core-Prozessor abgestimmt, sodass das Flyer mit einem beeindruckenden Arbeitstempo zu den am schnellsten reagierenden Tablets gehört, die wir bisher in Händen hielten. Egal, ob beim Umschalten zwischen Hoch- und Querformatansicht, Scrollen durch die Menüs oder Switchen zwischen den Startscreens – das Flyer bringt nichts aus dem Tritt, die Performance ist spitze.

HTC Sense gefällt mit hübschen Animationen und praktischen Features.
HTC Sense gefällt mit hübschen Animationen und praktischen Features.

Ebenfalls top: Die für die Android-Bedienung notwendigen Sensortasten drehen sich je nach Bildschirmausrichtung mit, liegen also immer unterhalb der Anzeige, und sind somit stets gut zu erreichen. Am bequemsten liegt das HTC Flyer jedoch im Querformat in beiden Händen. So lassen sich mit den Daumen alle dargestellten Inhalte mühelos erreichen und die virtuelle Qwertz-Tastatur ordentlich bedienen.

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Das Gewicht von 422 Gramm geht für einen 7-Zöller in Ordnung, insbesondere auch aufgrund der sehr hochwertigen Gehäusematerialien. Lediglich zwei weiße Kunststoffkappen fügen sich passgenau in das ansonsten aus einem Stück gefertigte und hervorragend verarbeitete Aluminumgehäuse, das zwei Klassen besser ist als der gängige Tablet-Durchschnitt.

HTC Flyer

HTC Flyer

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Mit Hilfe des eingangs erwähnten Eingabestifts ist das Flyer bereit für handschriftliche Notizen, Skizzen und Anmerkungen in Dokumenten und Webseiten, die sich im Handumdrehen auch mit dem beliebten Clouddienst Evernote synchronisieren lassen. Sobald man mit dem batteriebetriebenen Stylus auf den Touchscreen tippt, startet die Scribe-Software.

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Farbe, Dicke und Form des Stiftes sind variabel; Markier- und Radierfunktion werden über zwei Tasten am Stift aktiviert. Die Stiftbedienung ist eine nette Zugabe, fällt aber eher unter die Kategorie Gimmick. Bei uns zumindest ist der Stift während der Testphase recht schnell auf dem Schreibtischchaos verloren gegangen – und wurde auch nicht vermisst.

Souveräne Bildschirmwerte

Beim Display hat sich HTC mächtig ins Zeug gelegt, besonders in geschlossenen Räumen – gemessen bei 500 Lux – kann die Anzeige mit einem guten Kontrast von 1:563 und scharfer Darstellung überzeugen; das ermittelte Kontrastverhältnis in dunklen Umgebungen mit 1 Lux liegt bei 1:1125 – ein überdurchschnittlich guter Wert.

Gemessen bei 20 Kilolux, was einem bedeckten Sommertag entspricht, erreicht das HTC Flyer einen Kontrast von 1:21,4 – im Testfeld zwar der höchste Wert, im Schnitt aber eher schwach.

Das Kontrastdiagramm zeigt die weite Blickwinkelstabilität des Flyer.
Das Kontrastdiagramm zeigt die weite Blickwinkelstabilität des Flyer.

Gegen den Außeneinsatz spricht auch der hohe Gloss-Wert von 300, der angibt, wie stark ein Display spiegelt; die Bestmarke markiert hier bisher das iPad 2 mit einem Wert von 169. Mit 6:14 Stunden Akkulaufzeit und seinem 3G-Modul, das den mobilen Internetzugriff übers Mobilfunknetz erlaubt, empfiehlt sich das Flyer dennoch als Reisepartner.

Bestes Android-Tablet

Ob nun auf der Couch, im Zug oder im Park – Surfen, Mailen, Lesen und/oder Filme schauen macht mit dem Flyer richtig Spaß. Die Displayqualität ist sehr ordentlich, das 7-Zoll-Format ausreichend groß für übersichtliche Darstellungen.

Hinzu kommt das sehr schnelle Arbeitstempo des HTC Flyer und das sehr wertige Gehäuse. In der Summe landet das Flyer nur ganz knapp hinter dem Brachenprimus iPad 2. Knapp 700 Euro werden für den Androiden fällig, wer auf das Funkinterface verzichtet, spart circa 200 Euro.

 
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Inhalt
  1. HTC Flyer im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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