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Testbericht

HTC Rhyme im Test

HTC Rhyme
Labortest
60,6 %
HTC Rhyme
Smartphones
Pro
  • hohe Anfassqualität
  • guter Display und Sense
  • gute Soft- und Hardware-Ausstattung
Contra
  • Preis zu hoch angesetzt
Fazit

Wer mit dem aktuellen Big-Screen-Wahn nichts am Hut hat, kann das HTC Rhyme in die engere Auswahl nehmen.

Sportlich-elegant, mit gutem Display, smarter Bedienoberfläche und reichlich mitgeliefertem Zubehör ist das HTC Rhyme ein Spitzenmodell der gehobenen Android-Mittelklasse. Connect hat das kompakte Unibody-Smartphone getestet.

Auch wenn der Smartphone-Trend mittlerweile immer mehr in Richtung Big Screen jenseits der 4-Zoll-Marke geht, erfreuen sich die kleineren Modelle mit handlicheren Dimensionen nach wie vor großer Beliebtheit. Das neue Rhyme von HTC hat iPhone-ähnliche Außenmaße, einen 3,7-Zoll-Bildschirm und ein kompaktes Unibody-Gehäuse mit hoher Anfassqualität.

In der beigelegten Docking Station wechselt das Rhyme automatisch in einen speziellen Modus und dient als Wecker oder Jukebox.
In der beigelegten Docking Station wechselt das Rhyme automatisch in einen speziellen Modus und dient als Wecker oder Jukebox. ©

Seine schicke Schale aus Aluminium und Kunststoff ist in drei Farbtönen jeweils in den Varianten Silber, Beige und Violett erhältlich. Dabei ist die Alukomponente auf Rahmen und Mittelteil des Gehäuserückens beschränkt, damit seine abschirmende Wirkung nicht die Funkeigenschaften des Smartphones beeinträchtigt; der Rest ist aus leicht gummiertem und sehr gut verarbeitetem Kunststoff gefertigt. Ingenieure und Designer haben jedenfalls einen guten Kompromiss gefunden, die Sende- und Empfangsqualitäten liegen im UMTS- und GSM-Betrieb auf durchschnittlichem, aber durchaus akzeptablem Niveau. Somit beweist das Rhyme in Kombination mit den soliden, nur in Senderichtung leicht schwächelnden Akustikmessungen im Labortest insgesamt gute Telefonieeigenschaften.

Display und Sense überzeugen

Auf dem kapazitiven LC-Display wirken Farben intensiv, Inhalte plastisch. Bei einer Auflösung von 480 x 800 Bildpunkten und einer Bildschirmfläche von 48 x 81 Millimetern liegt die Pixeldichte bei knackigen 252 dpi, sodass Schriften, Icons, Bilder und Webseiten schön scharf erscheinen. Außerdem ist auf der Anzeige ausreichend Platz, um viele Inhalte oder eine gut bedienbare virtuelle Schreibtastatur unterzubringen. Unterhalb des Bildschirms sind vier Sensortasten platziert, die bei schwachem Umgebungslicht zur besseren Erkennung leuchten. Die Sensoren lösen bei Berührung allerdings recht schnell aus; wer zu flink zwischen Touchscreen und Sensorfeld unterwegs ist, ist in der Eingewöhnungsphase nicht vor Fehleingaben gefeit.

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Das installierte Google-Betriebssystem Android 2.3.5 hat HTC mit seiner eigenen Oberfläche Sense 3.5 veredelt – und diese sogar ein Stück weit für das Rhyme optimiert. Beispielsweise liegt auf dem Homescreen standardmäßig ein neues Widget, das die wichtigsten Kanäle seitlich anordnet und so einen schnelleren Zugriff auf dessen Inhalte ermöglicht. Auf dem Lockscreen lassen sich bis zu vier frei wählbare Shortcuts platzieren und direkt starten, ohne die Bildschirmsperre aufzuheben. Über diverse Szenenmodi kann der Nutzer Optik und Zugriffe der Startbildschirmansichten seinen tagesaktuellen
Bedürfnissen anpassen, etwa Freizeit-und Büro-Modi mit jeweils prominent platzierten Musicplayer-oder Kalender-Widgets. Das Hauptmenü listet alle installierten Anwendungen alphabetisch, bereits ab Werk sind mehr als 60 Einträge zu finden. Um eine bessere Übersicht zu erreichen, macht die Software beim vertikalen Scrollen Sprünge in 16er Schritten, alternativ ist eine Listenansicht möglich. Apps lassen sich wahlweise auch nach Datum und Häufigkeit sortieren.

HTC in Spendierlaune

Der über die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse mit dem Rhyme verbundene Leuchtwürfel
Der über die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse mit dem Rhyme verbundene Leuchtwürfel "Charm" fängt bei eingehenden Anrufen und Nachrichten an zu blinken. ©

An Software-Zugaben hat HTC nicht gespart, zu den Highlights gehören: ein Office-Paket, ein Video-Portal, ein UKW-Radio, Taskmanager, die weitreichende Integration von Facebook und Twitter in das System sowie einige nette Filter für die insgesamt sehr ordentliche 5-Megapixel-Kamera. Deinstallieren kann man diese Anwendungen ohne Weiteres allerdings nicht, der verfügbare Gerätespeicher ist daher auf knapp 1 Gigabyte beschränkt. Dafür legt HTC eine 8 Gigabyte große Speicherkarte mit in den Karton, und zeigt sich auch sonst sehr spendabel: zum Lieferumfang gehören eine Docking Station, der Leuchtwürfel "Charm", In-Ear-Kopfhörer und ein Leder-Etui. Damit der ganze Spaß auch von Dauer ist, bringt es der fest verbaute Akku auf gute sechs Stunden im Alltagsmix, was auch bei intensiver Nutzung einem vollen Tag Laufzeit entspricht.

Für die engere Wahl

Wer mit dem aktuellen Big-Screen-Wahn nichts am Hut hat und lieber ein kompakteres Modell möchte, kann das HTC Rhyme in die engere Auswahl nehmen. Es ist solide verarbeitet, bietet reichlich Soft- und Hardware-Ausstattung und kann dank 1-Gigahertz-Chipsatz auch mit seiner meist sehr flotten Rechenleistung überzeugen. Nur die Preisempfehlung von knapp 480 Euro ist sehr hoch angesetzt – doch UVPs und Straßenpreise sind ja bekanntlich zwei Paar Stiefel.

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Inhalt
  1. HTC Rhyme im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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