Testbericht

Huawei Ascend D1 Quad XL im Test

Das Ascend D1 Quad XL kann im Test teilweise in der Top-Liga mitspielen, es zeigen sich aber auch Schwächen.

  1. Huawei Ascend D1 Quad XL im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Huawei Ascend D1 quad XL

© Huawei

Huawei Ascend D1 quad XL
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EUR 249,00

Pro

  • einfache Bedienung
  • helles und scharfes 4,5-Zoll-Display
  • tolle Benutzeroberfläche
  • einfache Handhabung
  • Quad-Core-Plattform mit 1,4 GHz
  • gute 8-Megapixel-Kamera
  • Stark in Ausdauer und Empfang

Contra

  • Verarbeitungsschwächen
  • einige Bugs beim Testgerät
75,6%

Mit dem Ascend P1 hat Huawei bereits ein Smartphone unter den Top 15 der connect-Bestenliste platzieren können. An dieses tolle Ergebnis soll nun das Ascend D1 Quad XL anknüpfen, das die Chinesen mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 449 Euro lancieren. 

Dafür bekommt der Nutzer einen echten Brummer, denn mit einem Lebendgewicht von 147 Gramm und einer Gerätedicke von zwölf Millimetern stellt das Huawei Ascend D1 Quad XL die Mitbewerber im Wortsinn in den Schatten.

Display und Performance: Topwerte

Dafür hat es ein 4,5 Zoll großes TFT-Display an Bord, das mit einer kratzresistenten Abdeckung aus Gorilla Glas aufwarten kann. Auch die Eckdaten mit 720 x 1280 Pixeln Auflösung und einer Pixeldichte von 330 ppi lassen einiges erwarten - und der Tester sollte nicht enttäuscht werden. Bei unseren Messungen erreichte die Anzeige des Ascend D1 Quad XL mit einer Helligkeit von 488 cd/m2 einen absoluten Topwert. Die scharfe Darstellung kann in der Praxis ebenso punkten wie der Quad-Core-Prozesser mit 1,4-GHz-Taktung, der für ein flüssiges Bedientempo sorgt.

Verarbeitung: Knarzen gehört zum Alltag

Das nette Äußere des Ascend D1 Quad XL kann jedoch nicht über einige Nachlässigkeiten bei der Verarbeitung hinwegtäuschen. So hat der geriffelte und damit schön griffige Deckel spürbar Luft zum fest verbauten Akku. Die Folge: Das Gehäuse gibt auf der kompletten Rückseite und an beiden Seiten auf Druck nach. Begleitet wird der Griff zum Smartphone zudem von unschönen Knarzgeräuschen, die beim täglichen Umgang mit dem Ascend D1 Quad XL nerven können.

Bildergalerie

Huawei Ascend D1 Quad XL
Galerie
Smartphone

Wir zeigen das Galerie: Huawei Ascend D1 Quad XL mit Quad-Core-Prozessor.

Software: Nette Optik, einige Bugs

Die Ausstattung des Ascend D1 Quad XL bewegt sich mit HSPA+, n-WLAN und A-GPS auf dem üblichen Niveau in dieser Preisklasse.  Bei der Benutzeroberfläche des Android-4.0.4-Modells hat man die Wahl zwischen dem schlichten nativen Android-Look, der hier "Huawei Launcher" heißt und drei verschiedene Optiken mitbringt, sowie einer weiteren Variante, die auf den Namen "3D Home" hört.

Letztere bietet einen besonders attraktiven Look und kann mit gelungenen Übergängen und Animationen aufwarten. Beiden gemein sind umfangreiche Möglichkeiten zur Individualisierung sowie zahlreiche Widgets für die Homescreens.

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Wieso allerdings neben dem Huawei-eigenen Musikplayer "Music+" auch das native Exemplar von Android unter "Play Music" im Hauptmenü auftauchen muss, bleibt ein Rätsel. Kein Lob verdienen sich zudem die mitgelieferten Kopfhörer, die mit dünnem Sound und unbequemem Sitz im Ohr keinen Spaß machen. Dafür beherrscht das Huawei den Umgang mit Office-Dokumenten, bringt einen Dateibrowser sowie ein Backup- und ein Sicherheitsprogramm mit.

Im Test offenbarte das Ascend D1 Quad XL allerdings auch einige Bugs. Beispiele gefällig? Wer das RDS-lose UKW-Radio nutzt und parallel den nativen Android-Musikplayer "Play Music" startet, der bekommt die volle Dröhnung, denn das Huawei spielt einfach beide Musikquellen gleichzeitig ab.

Auch bei der Tastatur leistet sich Huawei einen Schnitzer. So blendete das Testmodell nach Lust und Laune mal die deutsche, mal die englische Variante auf dem Touchscreen ein. Bei Letzterer offenbarte sich auch noch ein Programmierfehler beim Zahlenfeld: Drückt man auf Ziffern, findet man stattdessen Buchstaben in der Eingabezeile. Da schaut man dumm aus der Wäsche.

Kamera: Gute Bildqualität auch bei mäßigem Licht

Bei der Kamera haben sich die Chinesen nicht lumpen lassen und dem Ascend D1 Quad XLneben einem Sensor mit 8 Megapixel zudem ein doppeltes Fotolicht spendiert. In Verbindung mit den insgesamt vier Einstellungen für schwache Lichtverhältnisse lassen sich so auch in dunklerer Umgebung ordentliche Ergebnisse erzielen. Die Bildqualität bei Tageslicht ist sogar richtig gut, hier fertigt das Huawei scharfe und farbstarke Bilder.

Der flinke Autofokus und die Schnellstartfunktion aus dem Sperrbildschirm heraus ermöglichen sogar gelungene Schnappschüsse. Komplettiert wird der gute Eindruck von der ordentlichen Videofunktion, die Bewegtbilder in Full-HD-Auflösung aufzeichnet. Schnelle Schwenks sind aber nicht die Stärke der Kamera.

Huawei Ascend D1 Quad XL

© Huawei

Die gute Kamera bringt zahlreiche Einstellungsoptionen mit.

Labormessungen: Tolle Ergebnisse

Muss sich das Huawei wegen den Nachlässigkeiten bei der Verarbeitung und den Software-Bugs rügen lassen, so zeigt das China-Smartphone im Labor, wo der Ausdauerhammer hängt. Mit einer Laufzeit von 7:42 Stunden im praxisnahen Mischbetrieb platziert sich das Ascend D1 Quad XL in dieser wichtigen Disziplin sogar vor dem Asus Padfone 2 und muss sich lediglich dem Samsung Galaxy Note 2 geschlagen geben. Auch die Gesprächszeiten sind über jeden Zweifel erhaben: So bleibt das Smartphone 19 Stunden im D- und 24 Stunden im E-Netz auf Empfang. Auch 7:32 Stunden im UMTS-Betrieb sind eine Ansage.

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Doch nicht nur bei der Ausdauer liefert das Huawei eine ausgezeichnete Vorstellung ab, auch bei den Ergebnissen für die Sende- und Empfangsqualität konnte es überzeugen - sowohl im GSM- als auch im UMTS-Einsatz. Die aufwendigen Akustikmessungen im connect-Labor meisterte der Chinese ebenfalls ohne Fehl und Tadel. So erreicht das Ascend D1 Quad XL in der Laborwertung satte 176 von insgesamt 190 Punkte - das ist mehr als beachtlich.

Fazit: Mit Huawei ist zu rechnen

Die technische Basis haben die Chinesen also im Griff. Wenn sie jetzt noch die gebotene Sorgfalt bei der Verarbeitung und der Softwareprogrammierung walten lassen, können sich Samsung und Konsorten warm anziehen. Wir sind auf den Nachfolger Huawei Ascend D2 gespannt.

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