Testbericht

Huawei Ascend P1 im Test

Huawei bringt mit dem Ascend P1 sein erstes echtes High-End-Smartphone auf den Markt. Und das hat im Test gleich mächtig abgeräumt.

  1. Huawei Ascend P1 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Huawei Ascend P1 im Praxistest

© Huawei

Huawei Ascend P1 im Praxistest

Pro

  • schlankes Design
  • farb- und kontraststarkes OLED-Display
  • Benutzeroberfläche reagiert sehr flüssig
  • gute 8-MP-Kamera mit zwei LEDs
  • sehr gute Akkulaufzeit
  • Micro-USB-Anschluss auch HDMI-Ausgang
  • kleiner Speicher, aber erweiterbar
  • sehr gut verarbeitetes Gehäuse

Contra

  • Akku fest verbaut
  • schwache Akustik in Senderichtung
68,0%

Der Aufstieg in die Smartphone-Elite ist geglückt: Huawei kann nicht nur Masse, Huawei kann auch Klasse. Waren die Chinesen bisher eher für ihre preiswerten Modelle aus der Einsteiger- und Mittelklasse bekannt, bringen sie mit dem Ascend P1 nun ihr erstes echtes High-End-Smartphone auf den Markt. Und dem P1 gelingt gleich eine Topplatzierung in der connect-Bestenliste.

Ausstattung: Solide Technik

Auf technischer Seite erfüllt das Huawei Ascend P1 den aktuellen Mindeststandard bei Oberklasse-Modellen: Zweikern-Prozessor, OLED-Screen, 8-Megapixel-Kamera. Medienwirksame Superlative wie Retina-Display oder Quad-Core-CPU fehlen zwar - aber ehrlich gesagt vermissen wir die auch gar nicht.

Denn die Innereien des P1 sind sehr gut aufeinander abgestimmt und das Smartphone auch so ein echtes Unikat.

Gehäuse: Schlanke Linie

Das liegt vor allem an der extrem schlanken Linie des Huawei Ascend P1: Es ist schön flach, leicht, handlich und fühlt sich trotz Kunststoffgehäuse wertig an. Obendrein sieht unser mattschwarzes Testgerät mit seiner dezent gummie rten, nicht abnehmbaren Rückseite auch noch todschick aus; das Modell in Weiß ist hochglanzlackiert und damit anfälliger für Fingerabdrücke.

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© Archiv

Die Steckplätze für SIM- und Micro-SD-Karte an der oberen und rechten Gehäusekante sind mit einer Kappe lehrbuchmäßig vor Staub geschützt.

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Weniger gut ist allerdings, dass die Kamera leicht aus dem Gehäuse hervorsteht. Liegt das Ascend P1 auf dem Tisch, sitzt auch das Objektiv direkt auf. Das birgt die Gefahr, dass die Linse Kratzer abbekommt, was die Bildqualität beeinträchtigen würde.

Letztere ist ansprechend, ohne dass wir jetzt groß ins Schwärmen geraten. Immerhin: Dank Doppel-LED-Licht gelingen Fotos in dunkler Umgebung vergleichsweise gut.

Bildergalerie

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Galerie
Android Smartphone

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Bedienung: Flüssiges Android Ice Cream Sandwich

Wirklich beeindruckend ist der 4,3-Zoll-Screen: Er stellt Inhalte sehr feinteilig und farbintensiv dar, und das auch aus schrägem Blickwinkel. Außerdem reagiert er zügig auf jede Fingerberührung und setzt Eingaben fehlerfrei um. Das Arbeitstempo des Huawei Ascend P1 ist ebenfalls flüssig, ob nun beim Surfen auf Webseiten, Scrollen durch die Menüs oder Zoomen in Karten - alles läuft glatt und geschmeidig.

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Huawei Ascend P1

© connect

Schneller Zugriff: Auch vom Sperrbildschirm aus lassen sich Anwendungen per Fingerwisch direkt starten.

Das Google-Betriebssystem Android ist in Version 4.0 Ice Cream Sandwich installiert. Neben der nativen Android-Benutzeroberfläche gibt es einen zweiten Oberflächen-Modus mit 3D-animierten Widgets und Menüs.

Das mag vielleicht lässiger aussehen, bremst allerdings den Prozessor spürbar aus. Unser Tipp: am besten beim nativen Look bleiben. Dieser ist zwar schlichter, nicht so bunt und nur dezent animiert, dafür geht die Bedienung flüssiger von der Hand.

Labormessungen: Hervorragende Ausdauer

Kommen wir jetzt zu den Fakten. Huawei verspricht: Der Akku des Ascend P1 hält zwei Tage! Wir haben nachgemessen und sagen: Passt!

Fast sechs Stunden Betriebszeit im typischen Nutzungsmix aus Mailen, Surfen, Telefonieren und Musikhören - das ist hervorragend. Nur die beiden Topmodelle Galaxy S3 und Galaxy Note vom Ausdauerweltmeister Samsung sind besser.

Was die Funkeigenschaften angeht, zeigt sich das P1 solide: Im GSM-Betrieb sind unsere Messwerte absolut zufriedenstellend. Auch in den für mobiles Internet wichtigen UMTS-Netzen leistet das Funkmodul gute Arbeit, hat aber noch Luft nach oben.

Die Klangmessungen am Kunstkopf haben gezeigt, dass die Akustik auf Seiten des Gesprächspartners nicht lupenrein ist, auf Handyseite dafür aber umso klarer.

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Fazit: Gelungener Einstieg in die Oberklasse

Spitzenverarbeitung, Topausstattung, starke Performance, handliches Design und ein Akku mit gewaltiger Ausdauer - ein echter Überraschungshit. Zwar fehlt dem Ascend P1 ein Wow-Effekt, aber im Gesamtpaket ist Huawei ein ausgesprochen gutes Smartphone gelungen, das keine größeren Schwächen zeigt.

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