Testbericht

Huawei Ascend P1S im ersten Test

Der Schlankheits-Wahn nimmt kein Ende: Huawei behauptet das "dünnste Smartphone der Welt" im Portfolio zu haben - 6,68 Millimeter muss man aber auch erst einmal unterbieten. Ob das Ascend P1S außer seiner guten Figur auch sonst noch was drauf hat, zeigt der erste Kurztest.

Huawei Ascend P1S im ersten Test

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Huawei Ascend P1/P1S
Huawei Ascend P1S

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Das Huawei Ascend P1S hat mit seinem extrem dünnen Design bereits auf der CES in Las Vegas Anfang des Jahres Aufsehen erregt; letzte Woche auf dem MWC in Barcelona haben wir uns das "dünnste Smartphone der Welt" genauer angeschaut.

Und ja, es ist tatsächlich extrem dünn. Ob es nun 6,68 Millimeter sind, wie Huawei behauptet, müssen wir dann noch beim Serienmodell mit dem Messschieber nachmessen. Fakt ist aber, dass es diese schlanke Linie im besten Fall nur an der dünnsten Stelle halten kann. Im unteren und oberen Bereich beult das Gehäuse aufgrund der verbauten Technik dann doch ein paar Millimeter weiter aus.

Besonders hochwertig fühlt sich das Slimline-Smartphone aber nicht an. Sein Gehäuse besteht vollständig und deutlich spürbar aus Kunststoff. Und auch wenn die Verarbeitung sehr gewissenhaft ist, kann sich das Ascend P1S mit seinem eher zweitklassigen Look-and-Feel nicht mit den High-Endern der Smartphone-Oberklasse messen.

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Huawei Ascend P1S
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Anders seine Ausstattungs-Features: Technisch gesehen spielt das P1S ganz klar im Oberhaus mit. Mit 8-Megapixel-Full-HD-Kamera mit Doppel-LED-Blitz, Dualcore-Chipsatz mit je 1,5 Gigahertz Taktfrequenz und alle aktuellen Funk- und Übertragungsstandards, mit zwei Außnahmen: NFC und LTE sind hier nicht verbaut.

Huawei Ascend P1/P1S

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Android 4, aber keine besonderen Software-Features

Auch der Bildschirm ist absolut konkurrenzfähig: Er misst 4,3 Zoll in der Diagonalen, bietet somit viel Platz und Übersicht beim Arbeit und Websurfen, und punktet mit hochauflösenden 540 x 960 Pixeln.

Dank verwendeter AMOLED-Technik ist die Anzeige Tiefenschwarz, der Kontrast hoch und die Farben schön kräftig. Zudem reagiert der Touchscreen sehr zuverlässig, sodass Scrollen und Zoomen in Webseiten oder Karten auf dem Messestand eingebucht in einem WLAN-Netzwerk einwandfrei funktioniert haben.

Als Betriebssystem ist Android in Version 4.0 alias Ice Cream Sandwich installiert. Die Benutzeroberfläche hat Huawei mit kleineren UI-Anpassungen ein Stück weit überarbeitet.

Dabei handelt es sich aber in erster Linie um schlichte Design-Änderungen der Icons und Menüs. Beim Scrollen durch Startansichten und Hauptmenü lockern animierte, teilweise verspielte, Bildwechsel das Arbeiten mit dem P1S ein wenig auf.

Ein echtes Huawei-Feature, dass andere Android-Geräte nicht haben, - wie es HTC etwa mit HTC Watch hat oder Samsung mit Daily Briefing haben - ist uns auf dem Ascend P1S auf dem Messestand allerdings keines begegnet.

Huawei Ascend P1S

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Auch der Speicher ist schlank gehalten, lässt sich aber erweitern

Positiv ist wiederrum, dass es Huawei trotz des extrem schlanken Formfaktors gelungen ist, einen Speicherkartenslot zu verbauen. HTC und Panasonic etwa sind bei ihren flachen Modellen (HTC One X und Panasonic Eluga ) an dieser Kombi gescheitert und haben keinen erweiterbaren Speicher vorgesehen.

Intern stehen dem Nutzer beim Ascend P1S schlanke 2 Gigabyte zur freien Verfügung, per Micro-SD-Karte um maximal 32 Gigabyte erweiterbar.

Fazit

Das Huawei Ascend P1S braucht die Superlative "dünnstes Smartphone der Welt" um sich vom Markt abzuheben, ansonsten wäre es nur eines von vielen Android-Smartphones. Klar: Es ist schön flach, leicht und handlich, arbeitet schön flott und hat einen guten Bildschirm - mehr aber auch nicht.

Es fühlt sich nicht besonders hochwertig an, kann mit seiner zweitklassigen Anfassqualität nicht zu den High-End-Androiden von Samsung, Motorola oder etwa HTC aufschließen und lässt derzeit auch besondere Software-Feature missen.

In jedem Fall freuen wir uns aber auf das Serienmodell und den Volltest des handlichen und flinken Huawei Ascend P1S. Sein Marktstart ist für's zweite Quartal geplant, der Preis allerdings noch offen.

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