Testbericht Huawei Ascend Y200 im Test
- Testbericht
- Datenblatt
Huawei Ascend Y200
- Hersteller
- Huawei
- UVP
- 129 €
- Wertung
- 346.0 Punkte
- Testverfahren
- 1.5
Das günstige Smartphone ist mit 113 Gramm gleichzeitig ein Leichtgewicht. 3,7 Zoll misst der Touchscreen des Huawei Ascend Y200 in der Diagonalen und ermöglicht damit eine recht komfortable Bedienung der Android-Oberfläche.
Durch die etwas grobe Auflösung von 320 x 480 Pixeln wirken kleinere Schriften zwar nicht ganz so scharf, doch aufgrund der großen Fläche ist es dennoch sicher bedienbar.
Das Huawei Ascend Y200 ist trotz des günstigen Preises solide verarbeitet. Die Displayabdeckung ist sehr stabil, durch die geriffelte Struktur und die leichte Wölbung des festsitzenden Akkdeckels liegt das Ascend Y200 gut und sicher in der Hand. Dass der Deckel bei kräftigem Zugriff etwas knarzt, ist für diesen Preis zu verkraften.
Bedienung: Android Gingerbread an Bord
© connect
Ausstattung: Budget für Speicher einplanen
Dem Preis entsprechend bringt das Huawei Ascend Y200 eine schmale Ausstattung mit. Wobei für einen vernünftigen Smartphone-Betrieb alles Nötige vorhanden ist. Der Datenversand übers Mobilfunknetz wird mangels HSUPA etwas ausgebremst, da der Versand etwa von E-Mails aber eh im Hintergrund läuft, fällt das kaum ins Gewicht. Die einfachste Lösung bietet WLAN, sofern vorhanden.
Beim Kauf des Ascend Y200 sollte man allerdings noch etwas Budget für eine Speicherkarte einplanen. Der frei nutzbare Speicher von 100 MB ist wirklich mickrig, doch Karten mit 16 GB gibt es bereits für zehn Euro, eine 32-GB-Karte ist derzeit für rund 20 Euro zu haben. Erst damit lassen sich der Musicplayer oder die Kamera sinnvoll nutzen.
Kamera:Wer eine gute will, muss mehr ausgeben
Letztere schießt Fotos mit einer nominellen Auflösung von 3,2 Megapixeln und reicht allenfalls für einfache Schnappschüsse. Ein Autofokus fehlt ebenso wie eine LED als Blitzersatz. So ist man beim Fotografieren auf gute Lichtverhältnisse angewiesen. Videos zeichnet die Kamera in VGA-Auflösung mit 14 Bildern pro Sekunde auf. Wer eine wirklich gute Kamera will, muss einfach mehr ausgeben.
© Huawei
Zusatz-Apps: Solide Software-Ausstattung
Das Menü mit allen Funktionen erstreckt sich bereits im Lieferumfang über drei Bildschirme. Das sieht letztlich nach etwas mehr aus, als eigentlich dahinter steckt. Der Grund: Die Google-eigenen Dienste nehmen in Android immer mehr Raum ein, obwohl sie wohl kaum jemand komplett nutzt; über zehn Dienste sind mittlerweile im Menü verankert.
Das gilt aber für alle aktuellen Android-Modelle. Erfreulich ist, dass Huawei die Grundausstattung um sinnvolle Anwendungen ergänzt: Neben einer Notizfunktion ist auch Documents To Go zum Betrachten von Office-Dokumenten an Bord, zudem findet sich ein eigener Backup-Dienst zum Sichern der Daten auf dem Smartphone. Die Anwendung „Streams“ bündelt die Neuigkeiten aus sozialen Netzwerken wie Facebook.
Labormessung: Gute Ausdauer
Im Labor offenbarte das Smartphone eine hervorragende Ausdauer. 4:21 Stunden beträgt die typische Laufzeit bei intensivem Dauerbetrieb. Auch der Klang und die Sende- sowie Empfangsqualität liegen auf gutem Niveau
Fazit: Günstig, nicht billig
Das Huawei bietet mit seinem Preis von 100 Euro einen günstigen Einstieg in die Android-Welt. Günstig, weil der niedrige Preis nur wenige Kompromisse fordert: Die Ausstattung ist solide, die Ausdauer sehr gut. Nur die Kamera ist richtig schwach.
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