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Testbericht

Huawei Ascend Y300 im Test

Huawei Ascend Y300
Labortest
67,4 %
Zuletzt aktualisiert: 21.11.2014
Huawei Ascend Y300
Smartphones
Pro
  • praxisgerechte Display-Auflösung
  • ordentliche Performance
  • einfache Bedienung
  • Speicher erweiterbar (Micro-SD)
Contra
  • kleiner Speicher (2 GB)
  • Apps nur auf internem Speicher
  • Akkudeckel hat etwas Spiel
  • Kamera nur für Schnappschüsse
Fazit

In der Klasse bis 150 Euro gibt es kaum Besseres als das Y300.

Android 4.1, guter 4-Zoll-Touchscreen, flotter Zweikernprozessor, enorme Akkulaufzeiten: Das günstige Huawei Ascend Y300 erweist sich im Test als tolles Smartphone.

150 Euro will Huawei für das Ascend Y300: ein mehr als fairer Preis, schaut man sich die Leistungen an, die das Y300 im Test offenbart.

Display und Verarbeitung: Praxisgerecht

Fangen wir beim Display an: Mit einer ­Diagonale von 4 Zoll hat die Anzeige iPhone-5-Format, die Auflösung liegt mit 480 x 800 Pixeln zwar nicht sonderlich hoch, ist aber praxisgerecht.

Allerdings könnte der Screen gerne auch ein bisschen heller strahlen, 279 cd/m2 sind ein eher unterdurchschnittlicher Wert. Dafür arbeitet der Touchscreen sehr sauber, auch Multitouchgesten setzt er meist ohne Mucken zuverlässig um. Ein so gutes Display ist in dieser Preisklasse wirklich nicht selbstverständlich.

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Die Optik des Y300 gefällt uns ziemlich gut, unser Testgerät in Weiß (eine schwarze Version ist ebenfalls verfügbar) wirkt auf den ersten Blick nicht wie ein 150-Euro-Modell – eher teurer. Zwei Kritikpunkte: Unter dem Akkudeckel ist etwas zu viel Luft, sodass das Gehäuse leicht knarzt.

Und auch das Display gibt schon auf mäßigen Druck zwar minimal, aber spürbar nach. Das hat letztlich keinen gravierenden Einfluss auf die Handhabung, doch wirklich hochwertig erscheint das Telefon somit nicht.

Ausstattung: Nur an Speicher mangelt's

Den größten Kompromiss muss man in Sachen Speicherkapazität eingehen: Intern ­verfügbar sind nur knapp zwei Gigabyte, per Micro-SD-Karte lassen sich 32 Gigabyte nachrüsten. Das Problem: Apps können nicht ohne Weiteres auf den externen ­Speicher verlagert werden.

Der App-Spaß ist hier also deutlich eingeschränkt, sehr viel mehr als ein bis eineinhalb Gigabyte an Apps ­verträgt das Y300 nicht – das sollte jedem Interessenten bewusst sein. Und: Die Aus­gabe von rund 25 Euro für eine Micro-SD-Karte ist kaum zu vermeiden.

Ansonsten ist an Hardware-Ausstattung so ziemlich alles an Bord, was man bei ­einem Smartphone erwarten kann, also GPS, HSPA, WLAN und sogar ein UKW-Radio. Der Zweikernprozessor von Qualcomm taktet mit einem Gigahertz und ermöglicht eine insgesamt gute und flotte Bedienung, auch wenn teurere Modelle deutlich zügiger auf Eingaben reagieren.

Die Kamera: Gute Schnappschussqualität

Dass die 5-Megapixel-Kamera des günstigen Huawei ­Ascend Y300 keine Digicam ersetzen kann, dürfte niemanden ernsthaft überraschen. Was die Knipse an sonnigen Tagen aber an Fotos schießt, kann sich durchaus sehen lassen – auch wenn mehr als gute Schnappschussqualität hier logischerweise nicht drin ist.

Anders sieht es bei Fotos in dunklerer Umgebung aus, da hört der Spaß auf – das Bildrauschen nimmt erwartungsgemäß deutlich zu. Videoaufnahmen sind mit der VGA-Auflösung 640 x 480 Pixel möglich; die Frontkamera bietet etwa für Skype-Chats ebenfalls magere 0,3 Megapixel.

Was die restliche Kameraausstattung angeht, haben wir nichts zu bemängeln: Der Autofokus arbeitet insgesamt solide, manuelle Helligkeitsanpassung, Selbstauslöser, Szenenmodi und Panoramaaufnahmen sind am Start. Sehr gut hat uns die Einbindung von Effektfiltern wie Sepia oder Aqua gefallen: Sie lassen sich direkt ins Bild einblenden und sind daher einfach einzusetzen.

Bedienung: Alles auf den Homescreen

Eine einfache Frage: Alle installierten Anwendungen finden wir wo? Im Hauptmenü? Falsch – auf dem Homescreen. Huawei bricht mit einer Android-Tradition und ver­lagert alle Inhalte auf eine einzige Ebene, das Hauptmenü gibt es hier schlicht nicht mehr. ­

Gewagt? Clever? Brillant? Eher Geschmackssache. Wer an die klassische An­droid-Bedienung mit Hauptmenü und Homescreen gewöhnt ist, muss hier ein bisschen umdenken. Das neue Konzept ist aber gut durchdacht und funktioniert auch sehr gut.

Alle Inhalte, also Apps, Widgets, Ordner und Favoritenlinks liegen frei verteilt auf maximal neun Homescreen-Ansichten. Wer sich ein wenig Arbeit macht, kann sich sein Smartphone optimal einrichten.

Huawei Ascend Y300

Huawei verbannt das Hauptmenü – alle Apps, Ordner, Widgets und Favoriten fliegen auf den Homescreen.

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Schön anzusehen sind die Effekte, die man für das Switchen zwischen den verschiedenen Ansichten auswählen kann. Das Platzieren von Apps und Widgets findet in einer speziellen Ansicht statt, die elegant und leicht zu handhaben ist.

Klasse ist auch die Schnellzugriffsleiste für WLAN, Datendienste, Displayhelligkeit und Co, die in die aus dem oberen Bildschirmbereich herausklappbare Statusleiste integriert ist. Den Umweg über das Optionsmenü für diese Einstellungen kann man sich also sparen.

Anders als die allermeisten Androiden bietet das Huawei Ascend Y300 echte ­Nutzerprofile, also nicht nur „normal“, „lautlos“ und „Flugmodus“, sondern vollständig ­individuell definierbare Einstellungen. So schaltet das Smartphone beispielsweise im „Nachtmodus“ nicht nur sämtliche ­Klingeltöne ab, sondern auch den E-Mail-Sync und alle Datendienste.

Ab Werk packt Huawei neben einfachen Anwendungen wie Sprachaufzeichnung, ­Dateimanager, Rechner und Notizen auch ein praktisches Backup-Tool auf das Ascend Y300. Wer dieses Tool regelmäßig einsetzt, riskiert keinen Datenverlust. Was hier leider fehlt, ist ein Reader für ­Office- und PDF-Dokumente.

Ausdauer: Fetter Akku

Der Saft geht zu schnell aus? Keine Bange: beim Y300 bestimmt nicht! Der fette Akku mit knapp 2000 mAh ist schon mal die halbe Miete, in Kombination mit Huaweis ausgeklügeltem Energiemanagement räumt das Y300 bei den Akku­messungen komplett ab und ­verdient sich 100 von 100 möglichen Punkten – das ist top.

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In unserem definierten Nutzungsszenario aus Mailen, Surfen, Telefonieren und Videos gucken hält der Stromsammler das Telefon mehr als 6:15 Stunden lang bei Laune. Das bedeutet, dass das Huawei Ascend Y300 im Alltag locker eineinhalb bis zwei Tage ohne Steckdose auskommt. Das ist ein beein­druckender Wert, vor allem für ein Smartphone aus der Einsteigerklasse.

Weiterer Pluspunkt: Der Akku ist nicht fest verbaut, sodass er sich problemlos austauschen lässt.

Labormessungen: Überdurchschnittlich gut

Die reinen Telefonieeigenschaften eines Smartphones werden heute oft etwas stiefmütterlich behandelt. Bei uns aber nicht: In den für mobiles Internet extrem wichtigen UMTS-Netzen kommt das Y300 bei der Sende- und Empfangsqualität auf 22 von 30 Punkten. Das ist leicht überdurchschnittlich und insgesamt ein guter Wert. In den GSM-Netzen ist die Ausbeute mit 25 von 30 Punkten sehr gut.

Was die Akustik beim Telefonieren angeht, gibt’s in Empfangs­richtung nichts zu beanstanden, die Gespräche klingen sehr sauber. In Senderichtung hingegen, also beim Gesprächspartner, ist aber durchaus noch Luft nach oben.

Fazit: In teurer Gesellschaft

Am Ende holt sich das Huawei Ascend Y300 die Note gut und lander in der Bestenliste zwischen deutlich teurer Konkurrenz. In der Klasse bis 150 Euro gibt es derzeit nichts Besseres.

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Inhalt
  1. Huawei Ascend Y300 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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