Menü
Testbericht

Huawei Ideos X3 im Test

Huawei Ideos X3
Im Test: Huawei Ideos X3
Huawei kennen hierzulande nur Insider, doch das Ideos X3 zeigt, wieviel Smartphone für wenig Geld möglich ist. Müssen sich die Etablierten jetzt warm anziehen?
Im Test: Huawei Ideos X3
Im Test: Huawei Ideos X3 ©

Am boomenden Smartphone-Markt hat Huawei seinen Anteil. Schließlich rüstet der chinesische Hersteller auch viele deutsche Netzbetreiber mit Infrastrukturtechnik bis hin zur HSPA+-Basisstationen aus. Und bei den schnellen Datensticks für den USB-Port kommt man bisher kaum an Huawei vorbei: Die Netzbetreiber setzen hier zu einem sehr hohen Prozentsatz auf den Hersteller, der laut Wikipedia Ende 2010 weltweit über 110 000 Mitarbeiter beschäftigte. Nun treten die Chinesen obendrein als Smartphone-Hersteller an: Ab 19. September wird mit dem Ideos X3 ein Modell für knapp 100 Euro inklusive 10-Euro-Prepaid-SIM bei Fonic angeboten.

Hohe Anfassqualität

Von Billigheimer kann hier aber keine Rede sein: Ein leichtes Knarzen des Akkudeckels ist alles, was man dem Huawei vorwerfen könnte. Das Ideos X3 wirkt deutlich hochwertiger, als der Preis vermuten lässt, zumal der Materialmix und das handschmeichlerische Design gefallen. Auch ist das Gehäuse sehr kompakt, was die Angst vor einem zu klein geratenen Akku schürte. Hier konnte das Labor Entwarnung geben: Die Gesprächszeiten zwischen gut drei Stunden (UMTS) und knapp acht Stunden (E-Netz) sind gut. Die gemessenen fünf Stunden im typischen Anwendungsmix aus Surfen, Scrollen und Telefonieren liegen dagegen leicht unter Durchschnitt, was an der guten Beurteilung für die Ausdauer des X3 aber nichts ändert.

Die Basics überzeugen

Ideos X3: Traffic Monitor und Datei-Browser sind vorinstalliert
Ideos X3: Traffic Monitor und Datei-Browser sind vorinstalliert ©

Der günstige Preis schlägt sich natürlich in der Ausstattung nieder. Doch die Auswirkungen sind überschaubar. So ist das Display mit 480 x 320 Pixeln geringer aufgelöst als bei aktuellen Oberklasse-Smartphones, was den Komfort beim Surfen einschränkt. Davon abgesehen liefert das 3,2-Zoll-Display gute Bildqualität, auch in der Helligkeit kann es überzeugen. Der Qualcomm-Prozessor mit 600 MHz reagiert etwas träger als die 1-GHz-Snapdragon-Klasse. Hier ist bei der Bedienung anfangs Zurückhaltung empfehlenswert, nach kurzer Eingewöhnungszeit laufen Nutzer und Smartphone synchron.Der insgesamt positive Eindruck vom Praxiseinsatz des Ideos X3 liegt auch an der sehr guten Implementierung von Android. Statt wie andere Hersteller mit aufgesetztem User Interface die Eigenständigkeit zu betonen, haben die Entwickler die neueste Android-Version 2.3 mit viel Liebe zum Detail aufs Gerät gebracht. So besticht das Ideos mit übersichtlicher Konfiguration und nützlichen Tools wie einem Traffic-Monitor zur Überwachung der Onlinekosten und einem File-Browser zum schnellen Check von Speicherkarten, die das X3 im Micro-SD-Format akzeptiert.

Kurzbewertung
Kurzbewertung ©

Die eingebaute Kamera liefert nur mäßige Fotoqualität mit 3,1 Megapixeln. Bei WLAN inklusive Tethering-Funktion Bluetooth und GPS braucht sich das X3 aber auch vor deutlich teureren Smartphones nicht zu verstecken. Dabei zeigt das kleine Phone bei GSM und UMTS befriedigende Funkeigenschaften. Die Akustik ist in Empfangsrichtung gut, in Senderichtung sogar exzellent.

Macht Lust auf mehr

Natürlich kann ein Smartphone unter 100 Euro nicht mit den besten 600-Euro-Geräten mithalten. Doch insgesamt bietet das Ideos X3 eine Menge für sein Geld. Mit Huawei wird in Zukunft zu rechnen sein.

comments powered by Disqus
Inhalt
  1. Huawei Ideos X3 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
x