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Testbericht Huawei Mediapad 10 FHD im Test

von
Huawei Mediapad 10 FHD
Labortest
76,2 %
Zuletzt aktualisiert: 20.04.2014
Huawei Mediapad 10 FHD
Tablets
Pro
  • großes, hoch auflösendes Display
  • gute Performance
  • Outlook-Synchronisation
Contra
  • Lautsprecher nicht optimal positioniert
Fazit

Das Huawei Mediapad 10 FHD überzeugt im Test als Multimedia-Tablet.

Das Huawei Mediapad 10 FHD mit dem hochauflösenden Display ist endlich verfügbar und überzeugt im Test als Multimedia-Tablet.

Schon auf dem Mobile World Congress 2012 sorgte das Mediapad 10 FHD mit seiner damals spektakulären Full-HD-Auflösung für Furore. Erst jetzt, ein Jahr später, ist das Teil überall zu haben – für günstige 429 Euro.

Dieses Display setzt Maßstäbe

Mit 1920 x 1200 Bildpunkten, die dem 10,1-Zoll-Tablet eine Pixeldichte von 224 ppi bescheren, ist das Huawei heute aber nicht mehr das einzige Full-HD-Tablet. Dennoch stellt es im connect-Labor die Konkurrenz in den Schatten. Im Büro und in gut beleuchteten Innenräumen toppen seine Kontraste sogar die des in dieser Disziplin glänzenden iPad, das draußen noch leicht die Nase vorn hat.

Im Profil ähnelt das schlanke Tablet denen von Apple und Samsung.
Im Profil ähnelt das schlanke Tablet denen von Apple und Samsung. ©

Klasse, dass die 8-Megapixel-Hauptkamera des Tablets auch Videos in Full-HD-Auflösung aufnimmt. Ihr LED-Blitz kann bei schwachem Licht auch dauerhaft leuchten. Das Aufzeichnen von ­Bewegtbildern profitiert von dem schnellen Auto­fokus besonders: Hier geht selbst beim beherzten Schwenk vom entfernten Fußballtor zum jubelnden Sitznachbarn kein Augenblick verloren.

Ausstattung: Quad-Core und DLNA

Flott unterwegs ist auch der mit 1,2 GHz getaktete Quad-Core-Prozessor K3V2, eine Eigenentwicklung von Huawei. Der Arbeitsspeicher ist mit einem Gigabyte im Vergleich zu anderen leistungsfähigen Tablets nicht gerade üppig bemessen und bremst das Leistungsvermögen etwas ein. Auch für eigene Dateien wie Musik und Videos bleiben dem Nutzer nur knapp 6 der verbauten 8 GB an Speicher übrig.

Dass man sich hier mit einer Micro-SD-Karte behelfen kann, ist an sich nichts Außergewöhnliches. Bei genauerer Betrachtung stellt man allerdings fest, dass das Kartenfach, der Headset-Anschluss und ein proprietärer Port an der Unterseite des Tablets beinahe die einzigen Anschlüsse in dem fein­linigen Gerät sind. Zwei weitere Öffnungen weisen auf die Existenz eines optionalen Tastaturdocks hin, das auf der rechten Seite oben zu sehen ist.

Liegt das Tablet auf einem Tisch oder einer Decke, leidet der Klang der auf der Rückseite platzierten Lautsprecher.
Liegt das Tablet auf einem Tisch oder einer Decke, leidet der Klang der auf der Rückseite platzierten Lautsprecher. ©

Auf einen HDMI-Anschluss meint Huawei wohl aufgrund des hervorragenden Displays verzichten zu können. Einen regulären USB-Port gibt es ebenfalls nicht. Sieht man einmal von der DLNA-Fähigkeit des neuen Huawei-Tablets ab, so ist das mitgelieferte Kabel für den proprietären USB-Anschluss die einzige Verbindungsmöglichkeit.

Software: Synchronisation mit Outlook

Immerhin: Über dieses Kabel lässt sich das Mediapad nicht nur an einem Notebook aufladen oder mit diesem verbinden: Beim ersten Verbindungsaufbau bietet sich außerdem die Möglichkeit, die auf dem Tablet mitgelieferte Software HiSuite zu installieren, die man sich stetig aktuell auch von der Homepage des Herstellers herunterladen kann.

Diese Suite verwaltet nicht nur Updates und Dateioperationen zwischen Rechner und Tablet, sondern auch die Synchronisation der Kontakte mit Outlook. Für einen einfachen Start lassen sich mithilfe der Software auch die Adressen aus einem iPhone oder Nokia-Smartphone importieren sowie aus einem Google-Konto – Letzteres synchronisiert sich auch unkompliziert über den obligatorischen Google-Account.

Die beliebtesten Apps für Android-Tablets

Auf dem Tablet selbst ist Android 4.0.4 installiert. Eine zusätzliche Oberfläche gibt es nicht, wohl aber einige Besonderheiten. Zunächst einmal existiert keine Trennung zwischen dem Homescreen und der sonst üblichen App-Übersicht. Das heißt im Klartext, dass alle Apps auf einem der drei Homescreens landen und sich allenfalls zwischen diesen hin- und herschieben lassen.

Über Kategorien findet man Musik, Fotos oder Videos schnell. Für Vielschreiber bietet Huawei ein Tastaturdock (rund 100 Euro) an.
Über Kategorien findet man Musik, Fotos oder Videos schnell. Für Vielschreiber bietet Huawei ein Tastaturdock (rund 100 Euro) an. ©

Dementsprechend kann man Apps nur deinstallieren und nicht etwa nur vom Homescreen entfernen; über das Pluszeichen in der oberen rechten Ecke kann der User zusätzlich noch ein paar Widgets platzieren.

Bedienung: Menüleiste aus- und einblenden

Wer sich an der Menüleiste mit den Android-typischen Softwaretasten stört, kann sie ausblenden – nicht nur im Player-Modus, sondern generell, selbst auf dem Homescreen. Ein Fingerwisch am unteren Bildschirmrand – Windows 8 lässt grüßen – blendet sie wieder ein. An sich eine gute Sache, die aber nicht immer auf Anhieb gelingt.

Kaufberatung: Tablet oder Ebook-Reader?

Als praktisch erweist sich auch eine zusätzliche Sortierung im Explorer, die alle Dateien und Archive nach ihrer Art anzeigt, unabhängig vom Speicherort – Musik und Videos sind somit schnell gefunden.

Das ist eine stimmige Ergänzung zum Gesamtpaket des Multimedia-Tablets, in dem einzig die Lautsprecher keine optimale Berücksichtigung finden: Der an sich gute Klang der auf der Rückseite positionierten Lauscher bekommt einen merklichen Dämpfer, sobald das Huawei Mediapad 10 FHD auf dem Tisch oder einer Decke zu liegen kommt.

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Inhalt
  1. Huawei Mediapad 10 FHD im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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