Smartwatch

Huawei Watch im Test

Die Huawei Watch ist das Highlight des chinesischen Herstellers auf dem Mobile World Congress. Wir konnten die Android-Smartwatch auf der Messe einem ersten Test unterziehen.

Huawei Watch

© Huawei

Huawei Watch
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EUR 1.188,81

Pro

  • Premium-Design
  • Saphirglas-Display
  • OLED mit hoher Auflösung

Contra

  • voraussichtlich sehr teuer
  • später Marktstart
  • Android Wear passt nicht zum Premium-Anspruch der Uhr
Gut

Nicht nur der Name der Huawei Watch ist ganz nah dran an der Apple Watch, auch der Anspruch ist der gleiche: Beide Hersteller zielen mit ihrer Premium-Uhr auf Kunden mit gehobenen Ansprüchen. Allerdings hat Apple viel mehr Erfahrung mit solchen Produkten. Ob die Huawei Watch überzeugt, verrät unser erster Test.

Huawei Watch: Design

Das Gehäuse besteht aus einem Edelstahlkörper, der sehr hochwertig designt ist, allerdings auch sehr massiv wirkt, weil die Einfassung um das Display weit heraussteht und den Korpus noch mächtiger macht als er eigentlich ist. Auch  die Träger für das Armband sind extragroß gestaltet. Dass die protzige Uhr nur 11,3 Millimeter dünn ist, sieht man ihr überhaupt nicht an, im Gegenteil.

Erst Mitte 2015 soll das Schmuckstück in den Handel kommen, einen Preis hat Huawei noch nicht genannt, aber alles unter 300 Euro ist absolut unrealistisch, schon allein, weil das 1,4 Zoll große OLED-Display von äußerst kratzfestem (und teurem) Saphirglas geschützt wird. Die Watch wird es in drei Gehäuse-Varianten geben: gold, metallic und schwarz. Dazu kommt eine Vielzahl von Leder- oder Metallarmbändern - einfacher Kunststoff wird von Huawei nicht angeboten.

Huawei Watch: Austattung

Technisch bewegt sich die Smartwatch im gehobenen Mittelfeld, ohne besonders aufzufallen. Das runde OLED ist 1,4 Zoll groß und hat mit 400 x 400 Pixel eine Auflösung, die über dem bei Smartwatches verbreiteten Standard (320 x 320 Pxel hinaus geht. Unter dem Display werkelt Qualcomms Standard-Prozessor für Smartwatches, der Snapdragon 400.

Huawei Watch

© Huawei

Auf der Rückseite der Huawei Watch ist ein Pulsmesser integriert.

Die Sensor-Ausstattung ist gut, neben dem üblichen 9-Achsen Bewegungssensor baut Huawei auch einen Pulsmesser und ein Barometer ein, das zum Beispiel die Höhenunterschiede beim Treppensteigen für das Bewegungsprofil berücksichtigen kann. Die Verbindung mit dem Smartphone stellt die Uhr ausschließlich über Bluetooth 4.1 her - WLAN, GPS, NFC und ein Mobilfunkmodul sind nicht an Bord.

Der Akku soll laut Hersteller zwei bis drei Tage halten, zur Kapazität des Akkus gibt's keine Informationen. Nachgeladen wird er über Pogo-Pins auf der Unterseite der Uhr, daher muss sie zum Aufladen in eine spezielle Ladeschale gelegt werden, die im Lieferumfang enthalten sein wird. Der Drahtlos-Standard Qi wird nicht unterstützt.

Huawei Watch: System

Viele Beobachter erklärten die Huawei Watch nach der Vorstellung zur aktuell schönsten Smartwatch, und dieses Urteil liegt nicht zuletzt in der stilvollen Kombination aus Edel-Gehäuse und dem perfekt dazu passenden Zeigerdesign (Watchface) begründet. Aber die Entzauberung folgt, sobald eine Benachrichtigung aufpoppt, dann wird nämlich die schlichte und fast schon etwas billig wirkende Oberfläche von Googles Android Wear sichtbar.

Huawei wird System und Oberfläche natürlich modifizieren, allerdings konnten wir davon noch nichts sehen, weil auf unserem Testmodell nur eine Demo-Software installiert war. Doch schon jetzt ist eines klar: In ihrer aktuellen Form ist die Oberfläche von Android Wear nicht mit einer Premium-Uhr vereinbar. Und damit ist auch eines der größten Mankos der Huawei Watch benannt.

Fazit

Wenn sie jetzt auf den Markt kommen würde, wäre die Huawei Watch ohne Frage die schönste Smartwatch weit und breit. Aber sie kommt erst im Sommer, lange nach der Apple Watch, die Apple am 9. März noch einmal en Detail vorstellen wird. Und wer weiß, was Samsung, Motorola und Co. noch bis zum Sommer bringen werden? Neben dem späten Start macht auch der Preis skeptisch. Er wird hoch sein, und die Frage ist nicht, ob er angemessen ist, sondern ob Android Wear in seiner aktuellen Form überhaupt Premium-Ansprüchen genügt.

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