Test: HDTV-Rekorder

Humax iCord Evolution im Test

Humax hat die Firmware des iCord Evolution kräftig überarbeitet und neue Features implantiert. Damit wird der Vier-Tuner-Sat-Receiver endgültig zum vollwertigen Heim-Server.

iCord Evolution

© Josef Bleier

iCord Evolution

Was lange währt, wird endlich noch besser - oder so ähnlich - heißt es im Volksmund. So auch beim iCord Evolution, der in video-Ausgabe 10/13 seinen Einstand feierte. Schon damals war er ein echter Kracher: vier Satelliten-Empfangsteile, eine 1-Terabyte-Festplatte, TV-Apps, DLNA-Streaming-Funktionen und vollwertige Smartphone-Interaktion mit ruckelfreiem Transcoding.

Den Exklusivtest absolvierte der iCord mit "sehr gut", obwohl er als Firmware-Version 1.00.16 noch nicht ganz fertig war. Inzwischen sind die Techniker bei Version 1.01.23 angelangt: dem Phase-2-Update. Es bringt eine Reihe von neuen Funktionen mit, die den iCord in eine vollwertige Heimzentrale verwandeln. Zunächst arbeiten in ihm zwei neue Server, die ihn zu einem NAS (Netzwerk-Festplatte) machen: Durch seinen neuen Samba-Server kann der Benutzer von jedem Computer aus über das Netzwerk auf die interne Festplatte zugreifen. Per Maus lassen sich so Mediendateien sehr einfach auf und von der internen Festplatte kopieren.

Festplattenaufnahmen auf DVD kopieren

Alternativ geht das jetzt auch per FTP-Protokoll. Sogar von außerhalb des heimischen Netzwerks ist der iCord erreichbar. Leider darf Humax aus lizenzrechtlichen Gründen keinen direkten Zugriff auf die Aufnahmen der Festplatte erlauben. Immerhin gibt es einen Umweg: Dank einer Kooperation mit Haenlein Software liest deren Brenner-Software DVR-Studio HD3 die Mitschnitte auf Wunsch ein und brennt sie auf eine DVD oder Blu-ray Disc.

App-Trilogie

© Josef Bleier

Humax offeriert drei Apps, die den iCord befehligen können: TV Remote, Live TV und Media Player. Letztere gibt es bei der iOS-Fraktion nur fürs iPad.

Das 80 Euro teure Programm exportiert die Aufnahmen aber auch als Datei in mehrere Container-Formate. Außerdem füllt das Software-Paket eine Lücke in der Ausstattungsliste des iCord. Dessen Schnittfunktion befreit die Aufnahmen von überflüssigen Werbeblöcken.

AirPlay und Sat-IP

Apple-Kunden werden sich über die AirPlay-Integration freuen. Der Humax spielt jetzt Filme, Fotos und Musik direkt vom iPhone oder von einem PC mit laufendem iTunes-Programm ab. Damit kann sich der iPhone-User die kleine Apple-TV-Box getrost sparen. Sogar ein Sat-IP-Server werkelt nun im iCord. Receiver, die mit diesem Netzwerk-Standard arbeiten, greifen über das Netzwerk statt per Koax-Leitung auf die Sat-Empfänger zu.

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Auch seine Aversion gegen große Fotos hat der iCord Evolution mit der neuen Software teilweise abgelegt. Im ursprünglichen Test konnte der Receiver via SD-Karte und USB keine Bilder darstellen, die größer als acht Megapixel waren. Inzwischen spielt er die Bilder von lokalen Datenträgern ab und schwächelt nur noch bei großen Fotos vom DLNA-Media-Server. Die Ingenieure haben auch an der Betriebs-Software gefeilt. So kann der Benutzer nun bis zu 100 Favoritenlisten anlegen, was in einem großen Haushalt eine wahre Erleichterung sein kann.

Die fehlende Info-Taste auf der Fernbedienung ersetzten die Techniker durch einen Doppelklick auf die OK-Taste der Fernbedienung. Auch an der Schnelligkeit des TV-Menüs wollen die Entwickler gearbeitet haben, was im Test aber nicht auffiel. Der opulente EPG war auch vorher schon recht schnell geladen - Vorschaubilder inklusive.

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Download: Humax iCord Evolution: Testergebnisse

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