Günstiges Tablet

i.onik TM3 7.85 im Praxistest

Das i.onik TM3 zeigt im Test die bekannten Schwächen seines Vorgängers, aber auch einige Verbesserungen. Und auch das neue 8-Zoll-Tablet gibt's zu einem sehr attraktiven Preis.

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© Ionik

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EUR 89,00

Pro

  • handliche Größe
  • Telefonfunktion
  • HDMI-Ausgang
  • Schnellladegerät

Contra

  • Kamera ohne LED
  • Speicherkartenfach schwer zugänglich
  • teils unsaubere Materialübergänge
Gut

Der Vorgänger des i.onik TM3 7.85 erzielte im Test aus dem Stand mit 378 Punkten ein gutes Ergebnis. Toll präsentierte sich vor allem das Display: Es zeigte auch von der Seite betrachtet noch eine außergewöhnlich hohe Farbtreue, die durch das Display- Diagramm bestätigt wurde.

Nun liefert die Paderborner Tablet- und Speicherschmiede Ionik GmbH den Nachfolger: Zu den Einsteigermodellen der TP-Serie im Kunststoffgehäuse gesellen sich die höherwertigen Serien TM und TM3 mit Aluminium im Rückenteil. Alle drei Modellreihen legt Ionik jeweils in den aktuellen Größen 7, 7,85 (also knapp 8) und 10,1 Zoll zu attraktiven Preisen vor. In der Topserie TM3, deren Quad-Core-CPU mit 1,3 Gigahertz pro Kern nominell die schnellste im hauseigenen Portfolio ist, sind das 129 Euro für den 7-Zöller, 179 für den 10-Zöller, und 159 Euro für das getestete i.onik TM3 7.85 mit 8 Zoll Bildschirm-Diagonale.

Gehäuse: Verarbeitungsschwächen

Das zeigt immer noch einige der Schwächen des Vorgängers, wie die zum Teil ungleichmäßigen Übergänge zwischen Alurückwand und Kunststoffrahmen und zwischen Rahmen und Display. Die Kunststoffschalter, die beim Vorgänger noch Spiel hatten, sitzen dagegen jetzt fest und klappern dementsprechend nicht mehr. Dass i-onik Wert auf das Innere seiner Tablets legt, zeigen der HDMI-Ausgang, für den noch ein Mini-HDMI-Kabel benötigt wird, und der USB-OTG-Anschluss, für den das Kabel, um einen USB-Stick anzuschließen, schon beiliegt.

Buchstäblich im Innern liegt allerdings auch das Speicherkartenfach. Um an das heranzukommen, muss man erst die Kunststoffabdeckung im oberen Bereich der Rückseite abnehmen - was sich, obwohl es für den Ansatz eine kleine Nut gibt, umständlich gestaltet. Der Einsatz einer Micro-SD eignet sich daher am besten, um den internen Speicher zu erweitern; 10 der 16 verfügbaren Gigabyte sind im Auslieferungszustand frei, um bis zu 32 Gigabyte kann man auf diese Weise dazu gewinnen.

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Beim Testgerät konnte die Speicherkarte allerdings nur direkt durch Apps beschrieben werden, und nicht etwa mit dem installierten Astro- Dateimanager. Diese Einschränkung besteht bei einigen Smartphones und Tablets, auf denen Android 4.4 installiert ist, und wurde von Google zum Schutz der App-Daten eingeführt.

Software: Bewährtes von Zertisa

Dabei ist Android 4.4 nur die Basis der Systemsoftware von Zertisa, die sich bei den Paderbornern schon länger bewährt, und allgemein Anerkennung findet. Ein Blick in die Einstellungen zeigt im unteren Abschnitt das mit Android 4.4 hinzugekommene Druckermenü, und darüber einige spezielle Funktionen der Zertisa-Software. So kann sich das i.onik TM3 7.85 nach einem festen Zeitplan und in Abhängigkeit der Wochentage automatisch aus- und wieder einschalten. Das spart nicht nur Energie, sondern sorgt auch für absolute Ruhezeiten. Auch in puncto Datenschutz geht Zertisa mit einer transparenten Rechteverwaltung und -konfiguration weiter als Android 4.4 in seiner Originalfassung.

Ausstattung: Telefonie inklusive

Ein weiteres Extra des i.onik TM3 7.85 sind vier Audioprofile, die individuell ergänzt werden können. War beim Vorgänger der mobile Datenempfang noch optional, kommen die TM3-Tablets alle mit Datenmodul und Telefoninterface. Ein Handgerät im ursprünglichen Sinne ist der 8-Zöller freilich nicht mehr, vom 10-Zoll-Bruder ganz zu schweigen. Und ein Headset gehört auch nicht zum Lieferumfang, was bei dem Preisgefüge allerdings nicht kritisierbar ist.

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Wer keins hat oder anschaffen will, bekommt aber auch im Freisprechmodus Unterstützung, denn wie viele Smartphones besitzt das TM3 7.85 drei Mikrofone, die gegenüber dem Gesprächspartner die Umgebungsgeräusche reduzieren. Nur eine LED fehlt, um verpasste Anrufe oder Nachrichten optisch zu signalisieren.

Auch die 5-Megapixel-Kamera muss ihr Werk ohne LED-Unterstützung verrichten. Oberfläche und Softwareausstattung sind weitgehend schlicht gehalten. Die vom Hersteller aufgespielten Games und Social-Media-Apps lassen sich deinstallieren, wenn man sie nicht verwenden will und etwas mehr aus der internen eMMC herausholen möchte.

Fazit: Und es kommt noch mehr

Von kleinen optischen Schwächen abgesehen legt Ionik ein erfreulich mobiles 8-Zoll- Tablet vor und verlangt dafür nicht allzu viel. Da sind wir auch schon gespannt auf die Windows-Tablets in 8 und 10 Zoll, die in Paderborn bereits angekündigt wurden.

i.onik TM3 7.85

  
Herstelleri.onik
Preis159.00 €

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