Testbericht

Im Test: Blu-ray-Komplettsystem Samsung HT-C 7200

Spätestens beim Auspacken der nachtschwarzen Steuer- und Laufwerkseinheit wird klar, was mit dem Wort "Design-Blu-ray-Anlage" auf dem Samsung-Karton gemeint war: Das HT-C 7200 (850 Euro) ist ein Hingucker - ungewöhnliche Geometrie, glänzende Glasoptik mit Sensortasten und ein transparentes Gerätedisplay.

Samsung HT-C 7200

© Herbert Härle

Glanzstücke: Optisch liegt die "Design Blu-ray-Anlage" von Samsung mit Hochglanz-Schwarz und Silber ganz weit vorn.
Samsung HT-C 7200

© MPS

Nicht die Lade bewegt sich - das komplette Oberteil des Receivers gleitet elegant zur Seite.

Bei Druck auf die Open-Taste fährt nicht etwa die Laufwerkslade aus, im Gegenteil. Die bleibt an Ort und Stelle, dafür schiebt sich einfach der komplette Glasdeckel des Samsung-Players zur Seite, gibt die Laufwerksmulde frei und fährt anschließend leise surrend an seinen Platz zurück.

Während die Gäste noch beeindruckt staunen, hat das emsige Gerät auch schon die Disc gelesen und geladen: 19 Sekunden für eine Blu-ray mit Java-Menü sind schon erstaunlich schnell.

Samsung HT-C 7200

© MPS

Zwei HDMI-Quellen und ein analoger sowie ein digitaler Zuspieler können noch andocken. Für die Boxen gilt: Samsung only.

Aufbau, Verkabelung und Einstellen des Komplett-Systems verlangen auch nicht viel mehr Zeit und Mühe. Die beiden Satelliten und der passive Subwoofer werden mit farbig gekennzeichneten, ausreichend langen Spezial-Kabeln angedockt, per HDMI bekommt das Steuergerät Kontakt zum Fernseher.

Im übersichtlichen Bildschirmmenü lassen sich alle weiteren Einstellungen für Bild (24p-Filmmodus, Deep Color) und Ton (Lip-Sync-Delay) zügig festlegen - und auch, falls vorhanden, der wahlweise drahtlose oder kabelgebundene Zugang zum Internet und lokalen Netzwerk einrichten.

Samsung HT-C 7200

© Archiv

Beim Samsung darf der iPod per mitgeliefertem Dock mitspielen.

Letzteres ist für PC-Nutzer interessant, die Fotos, Musik als MP3 und WMA und Videos per Spezial-Software an den BD-Receiver streamen wollen, während ersteres den Zugang zu einigen ausgewählten Internetdiensten wie YouTube, Online-Spielen und der Wettervorhersage bietet. Auch der iPod dient dank mitgeliefertem Dock als Programmpunkt.

Samsung HT-C 7200

© Archiv

Samsung tube: Internet@TV nennt Samsung sein App-Portfolio online.

Im Musik-Menü des Apple-Players wird per Fernbedienung gewühlt; darin entdeckte Videos können (aus kopierschutzrechtlichen Gründen) aber nur über eine Composite-Verbindung mit dem Fernseher begutachtet werden.

Im Betrieb

Ein hyperaktiver Lüfter treibt im Samsung sein Unwesen - vom ersten Einschalten der Laufwerkseinheit bis zum endgültigen Ruhezustand surrte der Ventilator emsig mit und sorgte für eine stetige Geräuschkulisse.

Samsung HT-C 7200

© AUDIO

Welliger Frequenzgang mit deutlicher Oberbass-Grundtonbetonung und Einbruch im Präsenzbereich. Woofer ordentlich, aber nicht sehr laut.

Dabei ist alles andere am Samsung-Paket klanglich auf Gefälligkeit getrimmt - mit einer alle Ausreißversuche von Mitten und Höhen prompt zügelnden, grundtonbetonten Abstimmung. Aus den meist in 5.1-Abmischung vorliegenden Tonspuren der Blu-ray-Discs und DVDs im Test errechnete der Samsung einen 2.1-Downmix, der zwar den Center-Speaker gut zu ersetzen wusste, in Pegel und Differenzierbarkeit aber deutlich hinter dem Fünf-Kanal-Sound blieb.

Auch der gut gemeinte, aber leider wenig überzeugende "Virtual Surround"-Mode änderte das nicht. Und was es mit dem rätselhaften "EQ Optimizer" auf sich hat, der laut Handbuch "je nach Region automatisch eingestellt ist" blieb den Testern verborgen - hörbar war der Effekt ohnehin nicht.

Samsung HT-C 7200

HerstellerSamsung
Preis850.00 €
Testverfahren1.0

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