Testbericht

Im Test: NAD C 356 BEE

Seine Vorgänger galten als Stars der Traditionsmarke NAD. Und auch der neue NAD C 356 BEE (750 Euro) vereint unter seinem schwarzen Kleid wieder viele ehrbare Tugenden.

  1. Im Test: NAD C 356 BEE
  2. Datenblatt
NAD C 356 BEE

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NAD C 356 BEE
NAD C 356 BEE

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Das Innenleben des C 356 BEE beeindruckt mit sauberem Aufbau und selektierten Bauteilen. NAD setzt beim 356 BEE seine MDC-Technologie ein.

Die britischen Wurzeln der HiFi-Traditionsmarke und das NAD-Credo "New Acoustic Dimension" nimmt Chefentwickler Björn Erik Edvardsen nach wie vor sehr ernst: Auch den aktuellen Nachfolger des HiFi-Cracks C 355 BEE zieren deshalb die Initialen des Meisters, da er wieder mal das Gute noch etwas besser machen wollte.

NAD C 356 BEE

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Die einschiebbaren Module wie das Phonoteil PP 375 (Pfeil) sollen das Gerät individuell erweitern und in Zukunft mit neuer Technik ergänzen.

Rein äußerlich wirkt die metallene Frontplatte des C 356 BEE nun noch etwas aufgeräumter, der "Tone Defeat"-Schalter wanderte nach links in die Reihe der Bedienknöpfe, die ihre Aktivitäten mit einem dezenten Tiefblau signalisieren. Die Wahl der Tonquelle erledigt der NAD relaisgesteuert. Portable (MP3-)Player können via 3,5-Millimeter-Klinke andocken, auf Kopfhörer wartet eine 6,3-Millimeter-Klinke.

Eine extra Taste aktiviert die "Soft Clipping"-Schaltung. Sie soll unerwünschte Dynamikpeaks eliminieren und im Sinne der Betriebssicherheit zum Beispiel die Hochtöner schonen. Der massive Hochleistungs-Ringkerntrafo sorgt für stabile Verhältnisse in punkto Last, soll aber kurzfristig sogar die doppelte Leistung locker machen können. Besonderen Wert legte Mr. Edvardsen auf möglichst niedrige Rausch- und Verzerrungswerte, die das AUDIO-Messlabor auch bestätigte.

NAD C 356 BEE

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Wer mag, kann über einen zweiten Vorstufenausgang eine externe Endstufe für Bi-Amping oder einen aktiven Subwoofer ansteuern. Der Clou des 356er liegt in seiner Zukunftsfähigkeit - Stichwort "Modular Design Construction", kurz MDC: Auf der Rückseite lässt sich der Amp mit austauschbaren Modulen für künftige Technologien fitmachen. Aktuell können Vinyl-Freunde schon mal das MM-/MC-Phonomodul PP-375 andocken (rund 130 Euro).

Messlabor

NAD C 356 BEE

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Das last-adaptive NAD-Netzteil ("Power Drive") führt zu nahezu identischer Leistung bei 8 und 4 Ohm (99/101W Sinus). Auch die raffinierte Endstufenschaltung, in der sich die Kennlinien ausgesuchter Halbleiter gegenseitig linearisieren, funktioniert, wie sie soll: Der Klirr ist sehr niedrig, fällt zu höheren Ordnungen harmonisch ab und zeigt auch in der dynamischen Klirranalyse einen perfekt stetigen Verlauf. Störabstand: 107dB, AUDIO-Kennzahl: 62.

Hörtest

NAD C 356 BEE

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Im Hörtest beeindruckte der NAD C 356 BEE bei schwarzen Scheiben mit prachtvoller Eleganz, strahlenden Klangfarben und Verve ("AUDIO Vinyl Masters Vol. 1"). Der Aufpreis für das PP-375 geht voll in Ordnung. "Energischen Charme" bescheinigte AUDIO-dem Vorgänger C 355 BEE in Ausgabe 4/2008 in Sachen Hochpegelklang. Kassiert: Der 356 beeindruckte mit wunderbarer Spielfreude, packender Dynamik, faszinierendem Detailsinn und authentischer Klangkultur, zum Beispiel bei Natalie Merchants Album "Leave Your Sleep" oder Joe Jacksons "Cha Cha Loco".

Highendige Eigenschaften, die ihn knapp auf die hervorragende 90-Punkte-Marke hoben - als ersten 750-Euro-Verstärker. Wie seine Vorgänger wird der zukunftsfähige Amp damit garantiert viele High-Ender begeistern. Und: NAD läutet mit dem C 356 BEE prächtig sein bevorstehendes 40. Jubiläumsjahr ein. Übrigens: Wenn Sie Ihren neuen 356er bei NAD registrieren lassen, verlängert sich die Garantiezeit auf drei Jahre!

NAD C 356 BEE

HerstellerNAD
Preis750.00 €
Wertung90.0 Punkte
Testverfahren1.0

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