Testbericht

PMC DB1 I im Test

Die PMC DB1 i (1500 Euro pro Paar) ist eine transparent und luftigspielende Box, die auch leise und mit instabilen Amps souverän bleibt.

  1. PMC DB1 I im Test
  2. Datenblatt
PMC DB1 I

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PMC DB1 I
PMC DB1 i

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Der Bass arbeitet rückwärtig auf eine vierfach gefaltete Transmissionline. Die ist an entscheidender Stelle großzügig bedämpft, damit nicht mittlere Frequenzen und Resonanzen zu unkontrolliertem Dröhnen führen.

Zu den technischen Schmankerln, die man am allerwenigsten in einer 15 Zentimeter schmalen Kompaktbox vermuten würde, gehört eine Transmissionline. Diese spezielle Form des Basskanals war in den 1990ern vor allem in überdimensionalen Standboxen beliebt, und galt unter Fans als das Nonplusultra für voluminösen und dennoch musikalisch genauen Bass. Die Lines hatten aber praktische Nachteile: Um tief zu spielen, mussten sie lang sein, die entsprechenden Boxen wurden groß und schwer.

PMC DB1i

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Die gewobene Gewebekalotte arbeitet auf eine minimale Schallführung. Die Einkerbungen sollten Kantenreflexionen und Resonanzen verhindern.

Das Boxen-Lehrbuch sagt: Um wirklich zu funktionieren, muss die effektive Länge des Kanals etwa ein Viertel der Wellenlänge des abzustrahlenden Schalles betragen. Bei 55Hz sind das etwa 1,5 Meter. Und exakt so lang ist der Schallkanal in der kleinen DB 1 i, der wohl kleinsten Transmissionline-Box der Welt.

Quad II Classic

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Die PMC geht wegen ihrer unkritischen Impedanz auch mit ausgewählten Röhren super, solange diese ausreichend Spannung liefern können (8-Ohm-Klemme verwenden!)

Um ins Gehäuse zu passen, muss die Schallwelle einen vierfach geknickten Umweg nehmen und gelangt schließlich auf der Rückseite des Gehäuses ins Freie. PMC bezeichnet die Basskonstruktion als ATL (Advanced Transmission Line) - um deutlich zu machen, dass die klassische Technik weiterentwickelt wurde, indem der Kanal an entscheidender Stelle bedämpft und auf jeden Chassistyp individuell angepasst wird.

Im Querschnittfoto der PMC DB 1 i sieht man auffällig viel Noppenschaumstoff - er dient der Bedämpfung von Mitteltonfrequenzen ebenso wie der Vermeidung von stehenden Wellen, was beides einst den berüchtigten "hohlen Kistenklang" einer schlecht abgestimmten Line bedingte.

PMC DB1i

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Bassbetonung, Mitten und Höhen seitlich ausgewogen, sehr gutes Rundstrahlverhalten. Klirrarm bis 95dB, darüber Grundton limitiert.

Angetrieben wird diese von einem nur 14 Zentimeter kleinen Konus mit spezieller Beschichtung, der zugleich den Mittelton bis 2000 Hz übernimmt. Bei dieser relativ tiefen Trennfrequenz übernimmt dann eine 27 Millimeter große Kalotte aus dem Spezial-Polymer Sonolex - damit ist ein gleichmäßig breites Rundstrahlverhalten der Kompaktbox zu erwarten. Diesem sollen auch die kleine Schallführung um die Kalotte herum und die spezielle Einkerbung derselben dienen. Das Äußere des Gehäuses ist klassisch gehalten (PMC verleugnen ihre Herkunft aus dem Profi-Bereich nicht) besticht aber durch hervorragende Verarbeitung.

PMC mag's klassisch

Dass die kleine PMC gewaltige Lautstärken entfesseln würde, hatte keiner der AUDIO-Hörer von ihr erwartet. Und das war auch gar nicht nötig, denn bereits mit geringen Pegeln, bei denen eine Klipsch RB-81 II noch etwas müde und unterfordert klang, zeichnete die PMC schon ein vollständiges akustisches Gemälde von Berlioz' "Symphonie Fantastique" (Nezet-Seguin).

PMC DB1i

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Parallel zur Wand oder minimal einwinkeln. Ausreichend Luft zur Seitenwand lassen. Hörabstand 2-2,5m. In Räumen über 20 qm nicht so laut.

Das bestens aufgelöste, betont entspannte Orchester dürfte Leisehörer überzeugen, auch der federnde, mühelos ansprechende Bass sollte viele Freunde finden. Der geriet nicht wirklich tief, aber souverän, und zeigte bei Kings Of Leons "Knocked Up" sogar rockige Qualitäten.

Bei der Aufstellung braucht die Kleine Sorgfalt: Direkt an der Wand gewann sie dynamisch, blähte aber den Oberbass bei Leonard Cohens "Songs From The Road" auf. Ebenso spielte sie ihre Höhendetails zu forsch aus, wenn sie auf den Hörer gerichtet war oder nicht einen Meter Mindestabstand zu den Seitenwänden bekam.

Doch freistehend und parallel zur Wand klang die PMC DB 1 i wie eine ganz Große: transparent ihre Chöre (Bach-Motetten, Kuijken), perlend und doch unaufdringlich ihre Pop-Rhythmen (Peter Gabriel: "Digging In The Dirt"). Wer diesen Charme noch steigern will, kombiniere sie mit einer Röhre; gern auch einer historischen. Dann erlebt man einen der Momente, in denen HiFi mehr ist als schnöde Technik.

Professional Monitor Company (PMC) DB 1 i

  
HerstellerProfessional Monitor Company (PMC)
Preis1500.00 €
Wertung81.0 Punkte
Testverfahren1.0

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