Same procedure as last year: Der baden-württembergische Kabelprovider landet im connect-Festnetztest unter den acht wichtigsten Internet- und Telefonprovider auf einem sehr guten zweiten Platz.
Bereits zum dritten Mal untersucht connect die Situation auf dem deutschen Festnetz-Internet-Markt. In Zusammenarbeit mit der zafaco GmbH wurde die Performance der acht wichtigsten Provider unter die Lupe genommen. Im Vergleich zum Test im Vorjahr wurden die Messungen nochmals ausgeweitet und nunmehr wurden an 26 Standorten über eine Million Messdaten erfasst.
Kabel BW liefert von allen Anbietern bei parallelem Upload die höchste Download-Geschwindigkeit, O2 erreicht seine nominellen Werte bei Last deutlich seltener.
„Wir können alles. Außer Hochdeutsch.“ Zumindest den ersten Teil dieses Claims können sich auch die baden-württembergischen Internet-Ingenieure auf die Fahnen schreiben. Denn der Kabelprovider ist dem Testsieger aus der DSL-Welt dicht auf den Fersen – in manchen Kategorien schneidet er sogar besser ab.
So lagen die Ping-Zeiten im Schnitt noch etwas niedriger als bei der Telekom. Zwar machen selbst die höchsten unter allen Kandidaten gemessenen Werte von rund 30 Millisekunden beim normalen Surfen keinen Unterschied, bei Onlinespielen könnten Kabel-BW-Zocker in Sachen Reaktionsgeschwindigkeit aber durchaus im Vorteil sein.
Datenraten: Versprechen eingelöst
Beim Download-Durchsatz verspricht man den Kunden mit theoretisch bis zu 100 Mbit/s Tempo satt. Und kann dies auch weitgehend einlösen: Die tatsächlichen Datenraten liegen nur in 4,91 Prozent der Fälle unterhalb 75 Prozent der maximalen Bandbreite, bei parallelem Upload ist dies sogar noch seltener der Fall.
Beim Upload agiert Kabel BW dagegen zurückhaltender und bewirbt maximal 2,5 Mbit/s – was auch zu 100 Prozent eingehalten wurde. Hier dürfte man vor allem in Bezug auf die steigenden Upload-Ansprüche durchs Cloud Computing in Zukunft in Zugzwang geraten und muss mehr Tempo in Richtung Internet anbieten.
Fazit: Erste Wahl, außer es sind schnelle Uploads gefragt
Auf gleichbleibend gutem Niveau bewegt man sich in der Disziplin Telefonie. So lag der Anteil der Sprachlaufzeit über 150 Millisekunden dieses Jahr bei durchschnittlich 0,12 Prozent, was sich auch bei gleichzeitigem Laden von Daten aus dem Netz nicht signifikant verschlechterte. Für Baden-Württemberger ist Kabel BW damit erste Wahl, solange man nicht sehr schnellen Upload benötigt.
Festnetz-Test: Die Ergebenisse im Detail
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Die Auflösung der www-Adresse hin zur IP-Adresse gelingt der Telekom noch schneller als den Kabelprovidern, von denen Kabel BW diesbezüglich deutliche Schwankungen zeigt.
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Kabel BW liefert von allen Anbietern bei parallelem Upload die höchste Download-Geschwindigkeit, O2 erreicht seine nominellen Werte bei Last deutlich seltener.
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Bei den Kabelanbietern bricht der Upload unter Datenlast nur wenig ein, am besten macht dies Unitymedia. Allerdings schaufeln die DSL-Provider Daten etwa doppelt so schnell ins Netz.
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Wie bei den anderen DSL-Anbietern bleibt die Rufaufbauzeit von UMTS aufs Festnetz recht konstant und liegt bei knapp über drei Sekunden. Die Kabelbetreiber zeigen deutlich schwankendere Werte.
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Dank eines Firmware-Updates der Fritzbox am 10. April verbesserte sich die Sprachlaufzeit bei 1&1 drastisch von über 200 auf etwa 120 ms.
Bei Kabel Deutschland knickt die verfügbare Bandbreite in den Abendstunden ein, nicht nur bei Last wie hier. Ähnliche Tendenzen zeigt Kabel BW, jedoch auf klar niedrigerem Niveau.
Selbst ins eigene Netz dauert der Telefon-Verbindungsaufbau bei O2 vergleichsweise lang. Telekom- und Kabel Deutschland-Kunden sind nach nicht mal einer Sekunde miteinander im Gespräch.