Testbericht

Kazam Trooper X5.0 im ersten Test

Das Einstiegsmodell Trooper bietet Kazam in mehreren Größen zwischen 4 und 5,5 Zoll an. Die Preise beginnen bei 109 Euro. connect hat die 5-Zoll-Version getestet.

Kazam Trooper X5.0

© Kazam

Kazam Trooper X5.0

Pro

  • gute Verarbeitung
  • Dual-SIM
  • günstiger Preis
  • farbtreue 5-Megapixel-Kamera
  • guter Service

Contra

  • wenig Daten- und Arbeitspeicher
  • geringe Display-Auflösung
Vielversprechend

Das Trooper X5.0 für 179 Euro hat mit seinem 5-Zoll-Display eine für aktuelle Verhältnisse eine noch handliche Größe, ist mit 172 Gramm aber nicht gerade leicht.

Schwaches Display, Gute 5-Megapixel-Kamera

Das Display mit beleuchteten Sensortasten und haptischem Feedback reagiert etwas schwerfällig. Es löst mit nur 854 x 480 Pixeln für diese Größe gering auf und zeigt zudem einen deutlichen Blaustich, gut erkennbar beim Vergleich der Kamera-Aufnahmen mit der Realität. Denn am PC-Monitor zeigt sich die tatsächliche, gute Farbtreue der 5-Megapixel-Kamera. Die Kamera-Software verfügt über Funktionen wie Smile-Recognition und schaltet bei schlechten Lichtverhältnissen die rückseitige LED dazu. Ohne diese gelingen Gegenlichtaufnahmen nur bedingt, denn der Lichtsensor, der auch die Displayhelligkeit automatisch regeln kann, reagiert stärker auf den hellen Hintergrund als auf das fokussierte Objekt. Selfies mit der 0,3-Megapixel-Frontkamera schneiden hierbei besser ab.

Ordentlicher Lieferumfang

Kazam spendiert Käufern des Trooper X5.0 aktuell ein Flip-Cover. Bei einem Nachfolgemodell könnte das anders aussehen, denn Kazam liebäugelt mit einem Lederimitat-Rücken, ähnlich wie Samsung beim Galaxy. In diesem Fall würde das Flip-Cover zumindest als Gratisbeigabe wohl weg fallen. Um die Tasten mit dem aktuell noch beiliegenden Cover bedienen zu können, sitzen der Ein-/Ausschalter und die Lautstärkewippe untereinander auf der offenen rechten Seite. Für eine einhändige Bedienung muss der Daumen also jeweils etwas rauf oder runter rutschen, wofür die glatte Kunststoffrückwand wenig Halt gibt.

Von dem kleinen Handycap abgesehen, fassen sich die Materialien gut an, die Verarbeitung ist sauber. Auch bei starken Verwindungsversuchen ist kaum ein Geräusch zu hören, mit anderen Worten: das Testgerät ist fast knarzfrei. Enttäuschend dafür die Akustik: Weder über den Mono-Lautsprecher, noch über die beiliegenden Kopfhörer oder höherwertige Alternativen konnte dem Testgerät ein ordentlicher Bass entlockt werden. An dieser Stelle muss man sich aber auch vor Augen halten, dass das Kazam Trooper sehr günstig ist.

Speicher: Etwas knapp bemessen

Das gilt auch für den mit 512 Megabyte knappen Haupt- und Arbeitsspeicher des Android-4.2-Smartphones. Auch 4 GB Telefon- und Datenspeicher dürften selbst für Einsteiger zu wenig sein, schließlich will man ja die gute Kamera verwenden können, und das vielleicht auch mal für ein Video. Abhilfe schafft Kazam mit einem Speicherkartenfach, das optional bis zu 32 GB zusätzliche Kapazität bringt. Neben dem austauschbaren 2000-mAh-Akku liegen gleich zwei SIM-Kartenfächer in normaler Größe, die der Dual-Core-Chip MT6572 von Mediatek standardmäßig unterstützt.  Auch ein GPS-Empfänger ist bei dem Einsteigermodell an Bord.

Gutes Software-Grundpaket, guter Service

Wo andere günstige Smartphones nur wenig über die Google Grundausstattung hinaus gehen, spendiert Kazam Aufgabenplaner, Dateimanager, Videoplayer und ein Schnittprogramm für das 5 Zoll große Trooper und sogar einen Verbindungsmanager für drahtlose Eingabegeräte. Eine Office-Suite fehlt, dafür gehört eine Taschenlampen-App für die LED zur Grundausstattung, was Einsteiger, denen die Muße zum Stöbern in Googles Play-Store noch fehlt, vielleicht freut. Als etwas bessere und kompaktere Alternative hat Kazam das Thunder Q4.5 im Angebot.

Was Kazam beiden Smartphones spendiert: Eine Funktion namens Rescue, bei der sich die Service-Hotline aufs Gerät aufschalten und dort direkt Probleme lösen kann. Und innerhalb eines Jahres nach Kauf und Registrierung tauscht Kazam ein kaputtes oder gesprungenes Display aus. Einmalig, aber auch bei eigenem Verschulden kostenfrei, in 72 Stunden soll das passiert sein. Dafür: Daumen hoch!

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