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Testbericht

Kompaktlautsprecher Audio Pro Black Ruby

Die pro Paar 600 Euro teure Audio Pro Black Ruby ist ein reiner Satellit, der unter 120 Hz auf einen Subwoofer vertrauen muss.

Die pro Paar 600 Euro teure Audio Pro Black Ruby ist ein reiner Satellit, der unter 120 Hz auf einen Subwoofer vertrauen muss.

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Die pro Paar 600 Euro teure Audio Pro Black Ruby ist ein reiner Satellit, der unter 120 Hz auf einen Subwoofer vertrauen muss.
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klare Sache Der Konus der Black Ruby ist ein reiner Mitteltöner, den das geschlossene Gehäuse zu einem Pegelabfall unter 120 Hz zwingt. Dafür kann er Dynamik - ebenso wie die in einem Waveguide verbaute Seidenkalotte.

Der letzte Lautsprecher des schwedischen Herstellers Audio Pro, der bei AUDIO auftrumpfte, war die funkgesteuerte Aktivbox LV2 in edlem Lederfinish. Mit der noch kleineren, aber passiven Black Ruby geht es nun äußerlich etwas alltagstauglicher zu, besteht ihr Gehäuse doch aus hochglänzendem, etwas scharfkantigem Acryl. Ein Bassreflexrohr sucht man vergeblich - auf der Gehäuserückseite findet sich nur eine Öse zur Wandaufhängung. Beides deutet auf die Abstimmung hin:  Praktisch dabei: Die Box ist automatisch so abgestimmt, dass sie im Bass keinen unnötigen Strom zieht und deshalb auch weder Hochpassweiche noch allzu kräftige Verstärker benötigt. Dafür sind die beiden Töner (ein 10er Polyprop-Mitteltöner und eine Seidenkalotte mit Schallführung) kompromisslos auf Dynamik gezüchtet.

Unten nicht ohne

Den Versuch, die hochglänzende Black Ruby ohne Bassunterstützung zu betreiben, brachen die AUDIO-Redakteure nach wenigen Minuten ab. Den Auflösungs- und Dynamiktalenten der Mini-Box gerade im Hochton fehlte einfach komplett ein adäquates Gegengewicht in Form von Bass. Mit dem passenden Woofer Audio Pro B1.19 (AUDIO 5/10) veränderte sich das Bild aber in Sekundenschnelle: Völlig ohne großes Einpegeln, Umrücken oder Einstellen der Trennfrequenz spielten die beiden zusammen und ergänzten sich zu einem selten harmonischen Team. Antrittsschnell, präsent und spritzig der Satellit bei Miles Davis' "Tutu" (Warner), ebenso schnell und trocken gerierte sich der kleine Bass. Zwar überzeugte das Team auch im Nahfeld, spielte dort aber explizit etwas zu präsent und direkt. Akustisch größer und deutlich räumlicher aber tönte es in mittleren Räumen auf einem Sideboard oder im Regal positioniert; dank der Abstimmung eignet sie sich auch ideal zur Wandaufhängung. Der erwachsene, livehafte Klang ist dabei enorm - wenn nicht gerade Kino- oder Konzertpegel gefragt sind.

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