Testbericht

Lautsprecher Heco Aleva 400

Die Heco Aleva 400, für 1000 Euro das Paar, klingt zwar herrlich fein und sehr kultiviert, mag aber keine allzu hohen Pegel.

  1. Lautsprecher Heco Aleva 400
  2. Datenblatt
Lautsprecher Heco Aleva 400

© Archiv

Lautsprecher Heco Aleva 400

Die in dieser Preisklasse so häufige Zweiteilung der Gehäuse in teuren Lack vorne und preiswerte Folie hinten bleibt Käufern der Heco erspart. Die Aleva 400 ist rundum und ohne sichtbare Übergänge hochglänzend lackiert, wahlweise in Schwarz oder Silber. Freunde echter Hölzer verwöhnt der Hersteller mit einer Kirschholz-Variante mit Klarlack-Überzug - ein Novum in dieser Klasse.

Befürchtungen, das edle Gehäuse ginge auf Kosten der Bestückung, zerstreut ein Blick hinter die Kulissen. Das Terminal (es stammt aus der höher positionierten Celan-Serie) ist nicht nur das haptisch wertvollste im Feld, es bietet obendrein eine sogenannte Ortsanpassung in Form einer Steckbrücke für wahlweise etwas mehr Hochtonpegel.

Lautsprecher Heco Aleva 400

© Julian Bauer

Das Gehäuse ist komplett in Glanzlack ge-hüllt. Die Bass-reflexrohre aus Vollmetall (zwei Stück) und das handwerklich erstklassige Terminal fühlen sich an wie für die Ewigkeit gebaut.

Ebenfalls "echt" und nicht durch Zierblenden erzeugt sind die Glanzeffekte der Chassiseinfassungen. Die Körbe der beiden Konustreiber (mit Membranen aus Kraftpapier) wie auch der Flansch des Gewebekalotten-Hochtöners sind aus massivem Aluminium gegossen; die nach dem Einbau noch sichtbaren Stellen sind poliert.

Die Heco ist schön schmal geschnitten, ihre Membranflächen sind klein. Wider Erwarten kletterte sie messtechnisch sehr tief in den Basskeller, nur ihre Maximalpegel lagen 3 bis 5 Dezibel unter denen der meist breiter gebauten Konkurrenz. Der Absolutwert von 105 Dezibel dürfte den meisten Anwendern jedoch völlig genügen.

In Sachen Temperament konnte die Heco nicht vollkommen überzeugen, dafür konterte sie mit einer auffallend homogenen und gediegenen Spielweise, was ihr insbesondere bei akustischen Instrumenten große Sympathien einbrachte. Das Album "Saitensprung" vom Gitarrentüftler Friedemann Witecka (in-akustik) klang wunderbar körperhaftund völlig unaufgeregt - da war die Aleva 400 zweifelsohne voll in ihrem Element.

Der alternative, mit etwas weniger Hochtondämpfung beschaltete Eingang am Terminal brachte etwas zusätzlichen Glanz ins Spiel, war der Natürlichkeit aber eher abträglich.

Heco Aleva 400

HerstellerHeco
Preis1000.00 €
Wertung46.0 Punkte
Testverfahren1.0

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