Testbericht

Lautsprecher Jamo S 608 + Center

Die Jamo S 608 (1000 Euro das Paar) pulste die Titel der Yello-Heft-CD mit einer Autorität in den Raum, dass Teile des Kollegiums aus dem Grinsen und Staunen nicht mehr herauskamen.

  1. Lautsprecher Jamo S 608 + Center
  2. Datenblatt
Lautsprecher Jamo S 608 + Center

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Lautsprecher Jamo S 608 + Center

In Relation zum übrigen Feld ist die 608 von Jamo ein dicker Brocken. Weit über einen Meter hoch, rangiert die vollständig in Fernost gefertigte Säule in einem Größenbereich, der typischerweise deutlich teureren Boxen vorbehalten bleibt.

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Der riesige 10-Zoll-Tieftöner sitzt unter einer stoffbezogenen Abdeckung seitlich, was eine vergleichsweise schlanke Boxenfront ermöglicht.

Wer nun denkt, igitt, dieses Riesenteil sieht bestimmt billig aus, wird angenehm überrascht. Die Gehäuse sind zwar größtenteils "nur" foliert, dafür aber auffallend sauber zusammengefügt, die Kanten vorne sogar großflächig gewinkelt.

Eine auf Hochglanz getrimmte Blende auf der Boxenfront bringt gar einen Hauch von Luxus ins Spiel. Im Sockelbereich erfreuen auskragende Metallfüße mechanikbewusste High-Ender. Restliche Zweifel an der Verarbeitung beseitigen hochauflösende Fotos auf der Internetseite des Herstellers.

Einen noch höheren Materialeinsatz lässt in diesem Feld nur die Nubert erkennen, die bei annähernd gleicher Höhe deutlich bulliger wirkt, obwohl ihr Bruttovolumen nur rund 17 Prozent größer ausfällt.

Ihre durchaus schlanke Erscheinung verdankt die Jamo einem seitlich angeordneten Basstreiber im professionellen 10-Zoll-Format.

Der seitliche Bass erlaubt eine schlankere Form

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Die Frequenzweiche kommt mit wenigen strompotenten Bauteilen aus.

Gleich drei tieffrequent angekoppelte Mitteltöner mit kühlenden Metallnasen sind zugegen, flankiert von einem Hochtöner mit markentypisch großflächiger Schallführung.Mit ihren grandiosen Pegelreserven (gemessene 110 Dezibel) ging die Jamo vom Start weg mächtig zur Sache. Bei Bedarf ähnlich lautstärkefest und machtversessen wie die Nubert, pulste die 608 die Titel der Yello-Heft-CD mit einer Autorität in den Raum, dass Teile des Kollegiums aus dem Grinsen und Staunen nicht mehr herauskamen.

Dass eine konstruktive Fokussierung auf grobdynamische Tugenden nicht nur Vorteile hat, belegte der Vergleich mit der Monitor Audio. Die kleinere, kaum minder hoch belastbare Wettbewerberin tönte zwar weniger bassgewaltig, dafür aber klarer und kultivierter.

Der zugehörige Center: Jamo S 60 Cen

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In der Betriebsart "Phantom"  (im Speakermanagement des Receivers anzuwählen) weist der Multichannel-Decoder das Centersignal zu gleichen Teilen den Frontlautsprechern zu. Die elektrische Umleitung funktioniert vor allem bei neueren Receivern prachtvoll. Sie klingt minimal weniger dynamisch und raumgenau als ein perfekt angepasster realer Center. Wenn selbiger jedoch zu sehr abweicht oder klangverschlechternd in einer Möbelnische steckt, dann ist der elektrisch erzeugte dem körperlichen Center vielfach überlegen.

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Der nur im Set mit Rear- und Frontlautsprechern (1400 Euro) erhältliche S 60 Cen von Jamo hat gegen die fulminant aufspielende Säule nur wenig Chancen. Die mit Ausnahme des Hochtöners mit anderen Schallwand- und Chassisformaten operierende Standbox klingt um Welten satter und machtvoller als der vergleichsweise kleingeistige Center, obwohl der nur 40 Zentimeter breite Riegel mit 105 Dezibel für seine Größe eigentlich recht pegelfest ist.

Jamo S 608

HerstellerJamo
Preis1000.00 €
Wertung50.0 Punkte
Testverfahren1.0

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