Testbericht

Lautsprecher Quadral Aurum Vulkan VII

Der beeindruckendste Quadral-Lautsprecher war immer der Titan. Der beliebteste hingegen war stets der kleinere Vulkan. Auch den gibt es nun in der 7. Generation für 7600 Euro das Paar.

  1. Lautsprecher Quadral Aurum Vulkan VII
  2. Datenblatt
Quadral Aurum Vulkan VII

© Archiv

Quadral Aurum Vulkan VII
Die trauen sich was bei Quadral. In Zeiten, da fast die gesamte Lautsprecherwelt auf schlank & rank macht, setzen die Hannoveraner bei der siebten Generation ihrer Aurum-Linie auf eigenwillig & bauchig. Das polarisierte die Hörcrew schon beim Test der Titan VII (12000 Euro) in stereoplay 6/07.
Bändchenhochtöner

© Julian Bauer

Der Bändchenhochtöner hat eine mit XX Quadratzentimeter vielfach größere Fläche als normale Kalotten und ist bereits ab 2000 Hertz einsetzbar.

Und nun wieder bei der neuen Vulkan VII. Die kommt zwar deutlich weniger raumgreifend (und mit 7600 Euro viel günstiger) daher, aber etwas hüftspeckig ist auch sie. Abgemildert wird dieser Eindruck durch ihre Verarbeitung: Die schrägen Wände des zentnerschweren Tonmöbels sind perfekt zusammengefügt und furniert (lieferbar in Ahorn champagner, Kirsche und Wenge) - was bei der ambitionierten Form gar nicht so einfach ist. Hier setzt Quadral konsequent auf Wertarbeit "made in Germany". Recht so.

Bei der Bestückung der Vulkan vertraut Quadral weitgehend auf die bewährte Kombination der Titan: mit großem Bändchen-Hochtöner (siehe oben) und 17-Zentimeter-Mitteltöner. Einzig der Bass fiel etwas kleiner aus: statt 38 Zentimeter Durchmesser wie bei der Titan müssen in der Vulkan 32 cm reichen. Zur Erinnerung: Die Ur-Titan war auch nur mit einem 32er-Bass bestückt. Damals sorgte eine vier Meter lange Transmissionline für den bauchkribbelnden Bass-Boost. Der 32er der neuen Vulkan dagegen wird gehäuseseitig von einer Bassreflex-Konstruktion unterstützt; nach vorn arbeitet er auf eine kleine Druckkammer. Die entsteht durch den nach hinten versetzten Bass und soll Druckverhältnisse, die durch das Gehäuse auf die Membran wirken, egalisieren - und so ein Taumeln der Altima-Membran (einem harten Gemisch aus Alu, Titan und Magnesium) verhindern. Was offensichtlich gut funktioniert, denn vor allem im Bass zeigte sich die 7er-Vulkan mit geringen Verrzerrungen und enorm pegelfest von ihrer besten Seite. Im Vergleich zu einer Ur-Titan von 1981 ist diese Generation messtechnisch (Wirkungsgrad von fast 87 Dezibel bei 2 Volt) eine ganz andere Welt.

Gehäuse

© Julian Bauer

Die vielen Schrägen am Vulkan-VII-Gehäuse erfordern einen äußerst sorgfältigen Schreiner. Quadral hat ihn offensichtlich gefunden: Die Kanten sind perfekt.

Und klanglich erst recht. Wie auch die große Schwester Titan mag sie den großen Auftritt: Mit einer eher hohen denn tiefen Abbildung, mit einer eher kernigen denn feinsinnigen Wiedergabe. Die Harfe von Stück 4 der Test-CD auf stereoplay 5/07 kam impulsiv, ein bisschen derb, aber auch sehr echt. Die Streicher der Haydn-Philharmoniker (Track 2 der CD) hatten all jene feinen Obertonlaute, die diese Aufnahme so authentisch machen. Nur eine Eigenheit verhinderte eine bessere Wertung bei "Neutralität": Der Grundton kam zurückhaltend, der Bass hingegen manchmal zu mächtig und damit etwas mulmig. Spikes mildern diesen Effekt aber deutlich. Ja, es gibt neutralere und feiner auflösende Lautsprecher. Aber es gibt wohl kaum eine Box dieser Klasse, die so herrlich laut und sauber spielt. Mit richtig handgemachter Rockmusik macht diese Vulkan gewaltigen Spaß! (Stereoplay 2007)

Quadral Aurum Vulkan VII

HerstellerQuadral
Preis7600.00 €
Wertung57.0 Punkte
Testverfahren1.0

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