Testbericht

Lenovo IdeaPad U300s im Test

Das schicke, aber kontaktscheue Ultrabook Lenovo IdeaPad U300s punktet im Test mit seiner 250 Gigabyte großen Solid-State-Disc. Was kann es noch?

  1. Lenovo IdeaPad U300s im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Lenovo IdeaPad U300s

© Lenovo

Lenovo IdeaPad U300s

Pro

  • schneller Datenspeicher

Contra

  • Display könnte heller sein
75,4%

Kann man kaum ein Jahr nach der Vorstellung des ersten Ultrabooks schon von einem klassischen Ultrabook sprechen? Man kann, denn das Lenovo IdeaPad U300s entspricht zumindest optisch vollends dem Muster: auffallend schlank, klare Linie, kühle, metallische Eleganz, hier aus dunklem Aluminium.

Mit kaum mehr als 1300 Gramm Gewicht und nur 16 Millimetern Höhe gehört es außerdem zu den dünnsten und leichtesten 13-Zoll-Ultrabooks. Trotzdem bleibt der Body ruhig auf dem Tisch liegen, wenn man das Display mit einer Hand anhebt.

Bedienung: Display könnte heller sein

Einzelfall oder Tribut an die Gratwanderung zwischen Leichtigkeit und Stabilität: Beim Testgerät stießen Ober- und Unterseite im Scharnierbereich gegeneinander und begannen zu knarzen. Die Auflösung des 13,3-Zoll-Displays liegt mit 1366 x 768 Pixeln im üblichen Bereich, die gemessene Helligkeit mit 160 Candela pro Quadratmeter allerdings weit darunter. So sucht man sich nicht zuletzt wegen der starken Display-Reflexion besser ein schattiges Plätzchen oder bleibt gleich drinnen.

Lenovo IdeaPad U300s

© Lenovo

Lenovo IdeaPad U300s

Das glatte Multigesten-Touchpad des Lenovo IdeaPad U300s kann deaktiviert werden. Es reagiert gut, ebenso wie es sich auf den direkt in den Metall-Body eingelassenen Tasten angenehm und leise schreiben lässt. Eine Beleuchtungsmöglichkeit fehlt, doch dafür "atmet" die Tastatur: In Verbindung mit dem neuartigen Kühlkonzept "Intel Advanced Cooling Technology" zirkuliert ein Teil der Luft über den Tasten. Der Lüfter des IdeaPad wird selten laut, ist allerdings mit einem leisen Rauschen permanent zu hören.

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Ausstattung: Große Festplatte

Die Kennzahlen des Lenovo IdeaPad U300s: Prozessor Intel Core i7/2677M, Solid-State-Disk (SSD) mit 250 GB Speicher und 4 GB RAM - mit diesen Werten ähnelt das IdeaPad dem HP Envy Spectre 14. Mit zufriedenstellender Leistung liegt es bei den Performance-Tests auch nur knapp hinter dem HP.

Beim IdeaPad lässt sich der Arbeitsspeicher allerdings nicht weiter aufrüsten, denn das Gehäuse lässt sich nicht öffnen. Der Grafik-Index liegt wie bei den meisten Ultrabooks mit der integrierten Intel-Grafikeinheit bei knapp über 50 Prozent. Die Akku-Power reicht bei üblichem Gebrauch nicht ganz fünf Stunden - ein guter Wert.

Schnellladegerät: Halbe Akkuladung in 30 Minuten

Wer kennt das nicht: Die Tasche ist gepackt, aber der Akku ist leer? Mit "Lenovo Rapidcharge" lässt sich der Stromspeicher in einer knappen halben Stunde zur Hälfte wieder aufladen, ähnlich flott geht es auch weiter.

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Überfordert ist der Energielieferant des Lenovo IdeaPad U300s allerdings, wenn parallel zur Stromspeisung auch noch gearbeitet wird: Bei nahezu leerem Akku verschlingt die Rapidcharge-Ladung derart viel Leistung, dass schon einfache Mauszeigerbewegungen hakeln.

Anschlüsse: Kein LAN-Port

Vorhanden sind ein Netzanschluss, eine HDMI-Buchse, ein USB-3.0-Port auf der rechten sowie ein USB-2.0-Slot auf der linken Seite, beide ohne Ladefunktion im energiesparenden oder ausgeschalteten Zustand. Selbst ein LAN-Port wurde für überflüssig befunden oder ist der ultraflachen Bauhöhe zum Opfer gefallen.

Hier haben andere Hersteller bereits Einfallsreichtum bewiesen und den LAN-Port ausklappbar gestaltet. An Funktechnologien unterstützt das Lenovo IdeaPad U300s WLAN in den Standards 802.11b, g und n sowie "Intel Wireless Display" zur drahtlosen Übertragung des Display-Inhalts.

Fazit: Schneller Datenspeicher

Gemessen an dem schwachen Display und der geringen Ausstattung liegt die Preisempfehlung für das IdeaPad U300s mit 1399 Euro sehr hoch. Wer's allerdings eilig hat und nicht nur einen schnellen, sondern auch einen möglichst großen Datenspeicher sucht, bekommt ihn hier mit 250 GB in einer nicht allzu häufig verbauten Größe.

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