Testbericht

Lenovo IdeaPad U310 im Test

Neueste Technik zum Top-Preis - das Lenovo IdeaPad U310 hat viel zu bieten. Wir haben die Basisvariante getestet.

  1. Lenovo IdeaPad U310 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Lenvovo IdeaPad U310

© Lenvovo

Lenovo IdeaPad U310 im Test
EUR 599,90

Pro

  • drei USB-Anschlüsse
  • helles Display
  • leistungsstarke Grafikkarte

Contra

  • wenig Ausdauer
74,2%

Ein dritter Platz in der connect-Bestenliste - mit dem IdeaPad U300s ist Lenovo der Start in der Kategorie Ultrabook gelungen. Doch so gut das U300s auch sein mag, sein Preis von 1399 Euro ist nicht ohne.

Wer nicht so viel ausgeben möchte, hat Glück: Das IdeaPad U310 kostet mit 699 Euro ziemlich genau die Hälfte des Erstlings und wartet noch dazu mit Intel-Core-i-Prozessoren aus der dritten Generation auf.

Auch der Chipsatz ist auf dem neuesten Stand. Das macht unseren Test besonders spannend, schließlich hat das U310 die Möglichkeit, den Einfluss günstigerer Komponenten durch technischen Fortschritt auszugleichen.

Ausstattung: Schön helles Display

Beim Display macht Lenovo keine Experimente. Das U310 setzt auf 13,3 Zoll mit einer Auflösung von 1366 x 768 Pixeln, die Helligkeit ist mit 200 Candela pro Quadratmeter auch für sehr gut ausgeleuchtete Innenräume geeignet. Und trotz des günstigen Preises trumpft das IdeaPad U310 mit Teilen seiner Ausstattung auf.

Bei den kabelgebundenen Schnittstellen hat es mit drei USB-Anschlüssen, von denen zwei den schnellen Standard 3.0 unterstützen, gegenüber dem U300s (je einmal USB 2.0 und 3.0) die Nase vorn. Der neben Headset- und Mini-HDMI-Buchse vorhandene Ethernet-Anschluss ist überall da von Vorteil, wo WLANs gestört oder gar verboten sind.

Lenvovo IdeaPad U310

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Lenvovo IdeaPad U310

Dass etwas gespart wurde, zeigt sich dann an typischen Stellen. Das neue U310 hat zwar eine deutlich überarbeitete Grafikeinheit und die für den Stromverbrauch günstigen von 32 auf 22 Nanometer geschrumpften Strukturen auf seiner Seite.

Aber das teurere U300s besitzt einen Core-i7-Prozessor mit einem 33 Prozent größeren Cache-Speicher und einer je nach Betriebsart 6 bis 12 Prozent höheren Taktfrequenz. Auch der Festspeicher dokumentiert den Klassenunterschied, hier setzt das U310 auf eine rotierende Magnetscheibe statt auf den mechanisch robusten, sehr schnellen und im Verbrauch genügsamen SSD-Speicher des U300s.

Bei der Kapazität hat der deutlich preiswertere Speicher naturgemäß den Vorteil auf seiner Seite - 445 verfügbare Gigabyte sind für den normalen Einsatz schon recht üppig und klar mehr als 238 GB beim U300s.

Handhabung: Etwas mehr Gewicht

Mehr Schnittstellen, dazu eine Festplatte statt leichtem, kompaktem Flash-Speicher - die insgesamt geringeren finanziellen Mittel für den Leichtbau führen dazu, dass das U310 nicht ganz so leicht und kompakt ist wie das U300s.

Etwa 300 Gramm mehr tragen zum etwas überdurchschnittlichen Reisegewicht von knapp 1700 Gramm bei. Dabei sind Stabilität und Verarbeitung gut. Der Einsatz von Metall etwa beim Deckel vermittelt Vertrauen.

Praxis: Das steckt hinter dem Label Ultrabook

Touchpad und Tastatur entsprechen dem bei Ultrabooks üblichen Standard. Von einer für Blindschreiber unter Umständen irritierenden zusätzlichen Reihe an Drückern rechts neben der Enter-Taste abgesehen, ist das Keyboard konform zum Standard, die einzelnen Tasten präsentieren sich weitgehend spielfrei. Auch der Lüfter unseres Testgerätes bleibt über weite Strecken ruhig und hält selbst im Einsatz die Drehzahl auf niedrigem Niveau.

Messwerte: Starke Leistung

Dabei geizt das Lenovo U310 nicht mit Leistung. Auch wenn besonders gute SSDs Standardfestplatten unter normalen Bedingungen ausstechen, kann sich das U310 vom doppelt so teuren, aber auch ein wenig älteren Modell deutlich absetzen.

Dabei profitiert die 3D-Performance des U310 spürbar von der neuen Intel-HD-4000-Grafik: Bis zu 70 Prozent mehr Leistung als das U300s bringt das U310 bei bestimmten grafikintensiven Benchmarks. Auch bei der Systemleistung legt es deutlich zu.

Nur in puncto Ausdauer scheint das preiswertere Lenovo-Ultrabook etwas unter den eingesetzten Komponenten zu leiden, wenngleich vier Stunden Laufzeit unter unseren Standardbedingungen für die normale Nutzung meist locker ausreichen.

Fazit: Gute ausbalancierter Kompromiss

Damit zeigt das Lenovo IdeaPad U310 zu seinem ausgesprochen günstigen Preis in der Grundausstattung eine Reihe gut ausbalancierter Kompromisse, die normale Ansprüche mehr als zufriedenstellen.

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