Ultrabook

Lenovo Thinkpad X1 Carbon (2017) im Test

Die fünfte Generation von Lenovos Thinkpad X1 Carbon ist aktuell das beste Ultrabook, das connect getestet hat. Hat der Business-Laptop auch Schwächen?

Lenovo Thinkpad X1 Carbon 2017

© Lenovo

Lenovos Thinkpad X1 Carbon geizt bei dem 2017-Modell nicht nur mit Abmessungen (324 x 16 x 217 mm), sondern auch mit Gewicht (1.124 Gramm).

EUR 2.068,00

Pro

  • schlankes und leichtes Business-Ultrabook
  • erstklassige Verarbeitung
  • extrem schnelle SSD
  • überragende Systemleistung
  • integriertes LTE-Modem
  • lange Akkulaufzeit
  • vielfältige Schnittstellen
  • exzellente Eingabegeräte
  • 180-Grad-Scharnier

Contra

  • deutlich hörbares Lüftergeräusch
  • mäßige Bildschirmauflösung und -helligkeit

Fazit

connect-Urteil: sehr gut (458 von 500 Punkten)
91,6%

Seit IBM vor 25 Jahren das erste Thinkpad vorgestellt hat, waren bereits mehrere Generationen von Geschäftsreisenden mit den schwarzen Notebooks der Business-Serie unterwegs. Die meisten sind es immer noch und tun das in aller Regel sehr gerne. Warum das so ist, zeigt sich exemplarisch an dem ultramobilen Thinkpad X1 Carbon. 

Denn das aktuelle Flaggschiff der Produktfamilie, die 2004 mit IBMs PC-Sparte zu Lenovo kam, ist ein hervorragend verarbeiteter Laptop, der insgesamt nur wenig Luft nach oben lässt. Besonders auffällig sind die Unterschiede zum Vorgängermodell aus dem Jahr 2016. Wobei: Rein äußerlich sind keine großartigen Veränderungen erkennbar – optisch und haptisch gehörten die X1-Modelle schon immer zur Spitzenklasse: Die kompakte Form, das robuste Gehäuse, die stabilen Scharniere und die ergonomische Tastatur kannten wir bereits. 

Aber die Chinesen haben es nicht bei kosmetischen Korrekturen belassen. So ist die fünfte Generation des X1 Carbon mit kaum mehr als 1.100 Gramm noch einmal fast um fünf Prozent leichter geworden, und auch die Grundfläche ist weiter geschrumpft – bei gleichbleibender Bildschirmgröße, versteht sich. Der Blick auf die Seitenflächen verrät, dass sich auch in puncto Ausstattung etwas getan hat: Das neue Carbon bringt neben zwei USB-Anschlüssen im klassischen Typ-A-Format auch zwei superschnelle USB-C-Slots mit, die beide ladefähig sind und Thunderbolt 3 unterstützen – wichtig, um das Notebook mit einer Dockingstation zu verbinden (eine weitere Möglichkeit hierzu bietet sich kabellos über den Wi-Gig-Standard).

Auch ein HDMI-Port und ein Micro-SD-Steckplatz sind vorhanden, zudem kommt das schlanke Thinkpad dank des mitgelieferten Ethernet-Adapters auch verkabelt ins LAN. Doch damit nicht genug: Zumindest in unserer Testkonfiguration verfügt das X1 Carbon sogar über eine WWAN-Schnittstelle, über die man per LTE ins Internet gelangt. Mehr geht anschlusstechnisch praktisch nicht. 

Lenovo Thinkpad X1 Carbon 2017 Anschlüsse

© Lenovo

Das Thinkpad X1 Carbon bringt eine Vielfalt an Schnittstellen mit, die man bei diesem Formfaktor kaum vermuten würde.

Technische Ausstattung des Thinkpad X1 Carbon

Ebenfalls kaum zu toppen ist der Massenspeicher: Dass die verbaute SSD in einem so hochpreisigen Laptop wie dem X1 Carbon 512 GB umfasst, ist wenig aufregend, weil klassenüblich. Dass sie einen so hohen Arbeitseifer an den Tag legt und durchschnittlich mehr als 1,5 GB pro Sekunde ausliest, ist aber durchaus bemerkenswert.

Angetrieben wird das Ultrabook von einem Intel- Core-i7-Prozessor der siebten Generation, unterstützt von 16 GB Hauptspeicher. Mit dieser geballten Rechenpower im Rücken bekommt das Carbon X1 für die Systemleistung im connect-Test die maximale Punktzahl. Auch die Grafik-Performance ist in Abwesenheit eines dedizierten Grafikchips sehr respektabel. Nun könnte man meinen, dass die außergewöhnliche Leistungsfähigkeit zu Lasten der Ausdauer geht. Doch weit gefehlt: Im MobileMark- Benchmark, der die Nutzungsgewohnheiten eines Standard-Office-Users simuliert, hält der 57-Wh- Akku annähernd zwölf Stunden durch – das sollte selbst für den fleißigsten Außendienstmitarbeiter locker reichen. 

Lesetipp: connect-Bestenliste: Ultrabooks & 2-in-1-Geräte

Da wir auch für die Eingabegeräte – die bereits angesprochene Tastatur, das exzellent bedienbare Touchpad und den Thinkpad-typischen roten Trackpoint – nur Lob übrig haben, ergibt sich im connect-Test fast zwangsläufig eine Gesamtpunktzahl, mit der sich das X1 Carbon 2017 eindeutig an die Spitze unserer Ultrabook-Bestenliste setzt. 

Diesem Erfolg können selbst vereinzelte Kritikpunkte wie das nicht übermäßig leuchtstarke Full-HD-Display oder das im Lastbetrieb deutlich wahrnehmbare Lüftergeräusch nicht in die Parade fahren.

Lenovo Thinkpad X1 Carbon 2017 Front

© Lenovo

Das 14-Zoll-Display des Thinkpad X1 Carbon löst mit 1.920 x 1.080 Pixeln auf, besitzt für den Preis jedoch eine mäßige Bildschirmauflösung und -helligkeit.

Alternativen: Convertible und 2-in-1-Tablet 

Wer statt eines Notebooks im klassischen Format lieber ein vielseitigeres Convertible mit Touchscreen haben möchte, wird in Lenovos X1-Familie ebenfalls fündig. Denn seit August ist die zweite Generation des Thinkpad X1 Yoga mit 360-Grad-Scharnier und OLED-Display in Deutschland erhältlich. 

Als weitere Alternative steht das ebenfalls runderneuerte X1 Tablet parat, das sich per mitgeliefertem Tastaturdock in einen Laptop verwandeln lässt. Das optional erhältliche Presenter-Modul erweitert dieses 2-in-1-Gerät um eine Beamer-Funktion. Ein weiteres Ansteckmodul verlängert die Akkulaufzeit um bis zu fünf Stunden. Übrigens: Die Einstiegsvariante des Thinkpad X1 Carbon kostet im Lenovo-Shop „nur“ 1.679 Euro und macht das Ultrabook damit auch für etwas schmalere Budgets erschwinglich.

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