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Lenovo Yoga 2 Anypen im Test

Schreiben mit dem, was gerade zur Hand ist: Das Yoga Tablet 2 Anypen akzeptiert im Test nahezu jedes Schreibgerät, dessen Material leitfähig ist.

  1. Lenovo Yoga 2 Anypen im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
Lenovo Yoga 2 Anypen

© Lenovo

Lenovo Yoga 2 Anypen

Pro

  • hochwertige Anmutung
  • sehr gute Ausdauer
  • mit Standfuß

Contra

  • recht schwer
75,0%

Wer sich weder durch eigene Vergesslichkeit noch durch den leeren Akku eines Spezialstiftes aus der Ruhe bringen lassen will, wird das Lenovo Yoga Tablet 2 Anypen zu schätzen wissen. Während Tablets bislang teure Spezialstifte zwischen 15 und 50 Euro für gelungene Skizzen oder Notizen in Schönschrift verlangen, akzeptiert der 8-Zöller mit Lenovos Anypen-Technologie im Test jedes stiftähnliche Gerät, das gerade in der Gegend rumliegt und wenigstens minimal leitfähig ist.

Stifteingaben mit Messer und Schere

Das schließt zwar das Kunststofflineal und den Kochlöffel aus, aber Bleistift, Füller und Kugelschreiber kann man ebenso nutzen wie Löffel, Gabel oder Messer. Ohne übermäßigen Kraftaufwand muss man sich um Kratzer nicht sorgen, das bewies im Test auch eine Messerspitze. Deren Härte vermittelte zwar kein angenehmes Schreibgefühl, die eigene Handschrift ist aber selbst damit gut erkennbar. Und egal ob richtiger Stift oder Stiftersatz: Mit einer schmalen Spitze lassen sich Punkte besser platzieren und unterbrochene Linien leichter fortführen.

Anypen-Stifteingabe

Pro

  • unabhängig von speziellem Stylus
  • unabhängig von der Software
  • zuverlässige Umsetzung der Eingaben
  • keine Energieversorgung nötig
  • keine Zusatzkosten

Contra

  • keine unterschiedlichen Stiftstärken
  • Radierer und andere Werkzeuge über Menü (keine Taste für Zusatzfunktionen)

Software

Ein spezielles Programm braucht man nicht. Anders als die Ultraschalltechnologie beim HP Pro Slate 8 (Test) funktioniert die Erkennung auf dem Windows-Tablet mit jeder Software, die Eingaben mit dem Finger akzeptiert. Aktuell ist auf dem Tablet Windows 8.1 installiert, das Update auf die für Sommer angekündigte Version 10 wird kostenlos sein.

Wie bei vielen aktuellen Windows-Tablets liegt auch dem Yoga Tablet 2 Anypen eine kostenlose Lizenz für ein Offic 365 Personal-Jahresabo bei, zu dem Powerpoint, Word, Excel und die Notizen-Software One Note gehören. Die separate Tablet-Version von One Note ist im Windows Store kostenlos und wird auch dann nutzbar sein, wenn das Abo nicht verlängert wird. Mit Bing Karten gibt es zwar im Lieferzustand nur eine Online-Navigation. Installiert man eine Offline-Lösung wie die bislang kostenlose Software Here Maps, kann man dank integriertem GPS aber trotz fehlendem Modem auch unterwegs geplante Routen verfolgen und umplanen. Der freie Speicher von etwa 20 Gigabyte sollte für den Download der benötigten Offline-Karten reichen.

Design und Gehäuse

Ein weiterer Pluspunkt des Yoga Tablets mit Anypen-Technologie ist die von der Produktfamilie bekannte variable Platzierung. Setzen, stellen, legen - und auch hängen - sind kein Problem. Für die letzte Variante bekam der Standfuß, der Teil des Tablets ist und somit ebenfalls nie zu Hause vergessen werden kann, noch eine Öse verpasst. Kein aktuelles Tablet lässt sich so unkompliziert an- oder unterbringen.

Beim Kochen kann man zwar nicht mit dem Kochlöffel blättern, wohl aber mit Schneid- oder Schälmesser. Als Mini-Videoleinwand lässt sich das Yoga Tablet 2 auch an einen Wandnagel hängen, wobei zwei Lautsprecher links und rechts des Bildschirms mit Dolby Digital guten Ton zum Bild liefern.

Labormessungen

Beim Schmökern im Hochformat liegt das griffige Scharnier gut in der Hand. Ganz leicht ist der Tablet-Zwerg mit 431 Gramm allerdings nicht; denn einmal mehr steckt in dem dicken Scharnierzylinder auch ein großer Akku. Dessen 6400 mAh starke Energiepumpe sorgte im connect-Ausdauertest für 9:48 Stunden, die dem Yoga Tablet 2 Anykey ein sehr gutes Ergebnis in dieser Disziplin bescheren.

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Ausstattung

Bei der weiteren Hardwareausstattung macht das Yoga 2 aber nicht mehr allzu viele Stiche. Unter anderem fehlen die Möglichkeiten der mobilen Datenübertragung und ein HDMI-Ausgang.

Fazit

Dafür hält Lenovo auch beim Preis den Ball flach und ruft für das vielseitige Tablet nur 250 Euro auf. Auch die Materialwahl stimmt: Scharnier und Standfuß sind aus dunklem Aluminium gefertigt, die Rückseite aus griffigem Kunststoff, beide sind stilsicher farblich aufeinander abgestimmt. Dezente glänzende Kanten im Aluminiumbereich unterstreichen den wertigen Look.

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