2-in1-Tablet

Lenovo Yoga Book: Windows-Version

Lenovo Yoga Book

© Lenovo

Das Create Pad unterscheidet das Yoga Book von anderen Convertibles. Für Stifteingaben sind OneNote und ArtRage vorinstalliert.​

Windows-Version

​Wer sich statt Android die Windows-10-Oberfläche gönnt (und bereit ist, dafür 100 Euro draufzulegen), bekommt mit dem Yoga Book ein 360-Grad- Convertible, das die innovativen Features des Grafik-Tableaus mit den funktionalen Vorteilen der Microsoft-Plattform kombiniert. Was das Yoga Book zunächst fundamental von allen anderen 2-in-1-Geräten unterscheidet, sind seine ultra-kompakte Bauform und das geringe Gewicht: 688 Gramm sind kaum mehr als die Hälfte dessen, was die bis dato leichtesten Convertibles auf die Waage bringen. Trotz der fragil wirkenden Konstruktion ist das Gerät exzellent verarbeitet und ausgesprochen verwindungssteif.​

Tops und Flops 

Woran man sich ebenfalls gewöhnen muss, ist die virtuelle Tastatur, die sich aber dank haptischem Feedback erstaunlich komfortabel bedienen lässt. Die standardmäßig aktivierte akustische Bestätigung jedes Tastendrucks lässt sich zum Wohle der Umgebung erfreulicherweise abschalten. Das integrierte Touchpad ist dagegen nur eine Notlösung. Wer vorhat, zur Steigerung des Bedienkomforts einfach eine Maus anzustecken, dem hat Lenovo einige Hürden aufgebaut. Und damit wären wir bei einem der größten Schwachpunkte des Yoga Books aus Convertible-Sicht. Dass ein so schlankes Gerät nicht mit einer Fülle an Schnittstellen dienen kann, versteht sich von selbst. Ein einsamer Micro-USB-Anschluss, der nur den langsamen USB-2.0-Standard unterstützt und zudem auch zum Laden gebraucht wird, mag bei einfachen Tablets Standard sein, ist im 2-in-1-Segment jedoch eindeutig zu wenig. Zumal es der Hersteller versäumt hat, einen Adapter für gängige USB-A-Verbindungen beizulegen, sodass der Slot abseits der Ladefunktion für die meisten Anwender zunächst kaum nutzbar ist. Ein einziger Anschluss wird so zum dreifachen Ärgernis. Dass das Ladekabel auch noch deutlich zu kurz geraten ist, passt ebenfalls ins Bild.​

Apropos Bild: An dem 10,1 Zoll großen Touchdisplay im 16:10-Format gibt es rein gar nichts auszusetzen. Es ist für Convertible-Verhältnisse ungewöhnlich hell, kann sich automatisch an das Umgebungslicht anpassen und bietet mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Bildpunkten eine mehr als ordentliche Pixeldichte. Die Bildschirmdiagonale könnte natürlich größer sein, reicht aber für produktives Arbeiten in aller Regel aus – wenn nicht, lässt sich per Micro-HDMI-Ausgang ein größerer Monitor anschließen.​

Lenovo Yoga Book

© Lenovo

Eine micro-USB- und ein HDMI-Anschluss: Für ein Tablet ok, für ein Convertible zu wenig.

Außergewöhnliche Ausdauer 

Eher im unteren Bereich angesiedelt ist die Speicherkapazität des Yoga Books: Lediglich 64 GB an SSD-Storage stehen zur Verfügung. Diese lassen sich per MicroSD-Karte allerdings um bis zu 128 GB erweitern. Damit kommt man dann schon eher hin. Der Arbeitsspeicher wäre mit 4 GB im Prinzip ebenfalls ausreichend dimensioniert – allerdings nur, wenn ihm ein halbwegs potenter Prozessor zur Seite stünde. Und das ist beim Yoga Book leider nicht der Fall. Die verbaute Intel-Atom-CPU ist zu schwachbrüstig, um ein Windows-Convertible vernünftig​ auf Touren zu bringen. Das Ergebnis: lausige 41 von 100 möglichen Punkten für die Systemleistung – in puncto Grafik-Power sieht es nicht besser aus. Ob die überragenden Ausdauerwerte dafür ausreichend entschädigen, sei dahingestellt. Jedenfalls glänzt das Yoga Book in dieser Testkategorie wie noch kein 2-in-1-Gerät zuvor: Fast zwölf Stunden lang hält der 2-Wh-Akku der Wi-Fi-Variante im MobileMark-Benchmark durch – zwei Stunden länger als das bis dato beste Gerät im connect-Test. 

Fazit

Tops und Flops im fröhlichen Wechsel – das Yoga Book ist nicht nur wegen des innovativen Kreativ-Pads ein absolut außergewöhnliches Mobilgerät.​

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