Multimedia-Tablet

Lenovo Yoga Tab 3 Pro im Test

Zubehör inklusive: Der Ständer aus Metall ist Teil der Konstruktion, der Akku so groß, dass das Smartphone im Bedarfsfall was abhaben kann. Feinstes Extra des Lenovo Yoga Tab 3 Pro: ein Beamer im Scharnier des Ständers, der auch noch ganz leise ist. Wir haben das Tablet getestet.

Multimedia Lenovo Yoga Tab 3 Pro

© Lenovo

Lenovo Yoga Tab 3 Pro
EUR 489,00

Pro

  • integrierter Projektor
  • sehr gutes Display mit 4K-Auflösung
  • überragende Ausdauer
  • integrierter Tablet-Ständer mit Aufhängefunktion
  • 13-Megapixel-Haupt-, 5-Megapixel-Frontkamera
  • 32 Gigabyte interner Speicher
  • Speicher um 128 Gigabyte erweiterbar
  • gute Audioausrüstung
  • ac-WLAN
  • Lademöglichkeit für andere Mobilgeräte

Contra

  • schwer
  • 2 Gigabyte RAM

Fazit

connect-Urteil: gut (392 von 500 Punkten)
78,4%

Um es mit Apple zu sagen: Das ist das beste Yoga Tablet, das es je gab. Die Phrase, die Tim Cook gern während der Vorstellung neuer Apfel-Gadgets gebraucht, hat er zum Glück nicht schützen lassen. Denn auch andere Unternehmen verstehen sich auf gekonnte Produktpflege. Bereits in dritter Generation hebt sich das Yoga Tablet mit vielen Extras von der Masse ab. Da wäre zunächst die ungewöhnliche Form mit dem zylinderförmigen Griff. Allein hier steckt mehr drin als auf den ersten Blick erkennbar ist. Und alljährlich packt Lenovo noch was drauf.

Doch der Reihe nach. Wer das Yoga Tablet noch nicht kennt: Über den Zylinder und den daran befestigten stabilen Metallständer definiert Lenovo vier verschiedene Nutzungsmodi: haltend (tatsächlich lässt sich das 660 Gramm schwere Tablet am besten am Scharnier fassen, wo auch sein Schwerpunkt liegt), liegend in Schreibposition, stehend für Filme oder Präsentationen und hängend. Für Letzteres besitzt der Ständer eigens eine Öffnung. Ab der zweiten Generation verfügt die Pro-Version des Yoga Tabs außerdem über einen Projektor, der beim Yoga Tab 2 Pro noch starr links vom Tablet weg zeigte.

Im Yoga Tab 3 Pro sitzt er nun mittig auf dem Scharnier und ist mit diesem auch beweglich. So kann die Projektionsfläche für Vorträge im kleinen Kreis, Urlaubsbilder oder Videos stufenlos von der gegenüberliegenden Wand bis zur Zimmerdecke verschoben werden, was auf dem Sofa oder im Hotelzimmer eine durchaus praktikable Option sein kann.

Multimedia Lenovo Yoga Tab 3 Pro

© Lenovo

Der Projektor sitzt im Scharnier des Yoga Tablets und kann mit diesem stufenlos um bis zu 180 Grad gedreht werden.

Innovativer Beamer

Mit seinen 50 Lumen wirft der Projektor unter guten Bedingungen, sprich nicht allzu hellem Licht, aus drei bis vier Metern Entfernung ein gut sichtbares Bild von etwa 70 Zoll an die Wand. Je geringer der Abstand, umso kräftiger und schärfer ist es naturgemäß, zudem lässt sich der Fokus über einen Software-Schalter justieren.

Von Vorteil gegenüber normalen, auch kleineren Beamern: Das Lenovo-Kino läuft geräuschfrei - was überrascht und angenehm auffällt. Auch halten mobile Projektoren oft nur zwei bis drei Stunden durch. Das Tab 3 Pro spielt dagegen Iron Man Teil 1 bis 3 trotz Überlänge in einem Rutsch durch. Länger noch als die sechseinhalb Stunden Streaming mit aktivem Projektor steht das Yoga bei gemischter Nutzung im Tablet-Betrieb seinen Mann: Überragende zehn Stunden bescheinigt der Ausdauertest im Labor.

Erneut ist das Scharnier der Schlüssel für den Erfolg, denn hier ist Platz für viel Energie: 10.200 Milliampere verteilen sich wegen des Projektors auf zwei Akkus, einer vor und einer hinter der Beamer-Technik. Zwischen Zylinder und Display sitzt ein JBL-Soundbar mit vier Lautsprechern. Dolby Atmos zeichnet für realitätsnahe Klänge verantwortlich, wenngleich sich diese erst über eine angeschlossene Heimkinoanlage entfalten.

Multimedia Lenovo Yoga Tab 3 Pro

© Lenovo

Dank einer Gesamtkapazität von 10.200 Milliampere kann auch mal ein Smart­phone den Micro-USB-Port anzapfen.

Praktisch auch im Alltag

Das hochauflösende QHD-Display des flexiblen Tablets bewährt sich auch im Alltag, nicht zuletzt dank einiger Komfortfunktionen. So passt sich die Farbtemperatur bei Veränderung der Position an die vom Tablet prognostizierte Verwendung an und sorgt für augenschonende Farben beim Halten und Lesen, während das Bild im Stand-bzw. Kinomodus kühler wird.

Das Display selbst ist kratzfest und hat eine gegenüber herkömmlichen Bildschirmen feinmaschigere Touchschicht. Aus jeder App heraus lässt sich zudem über die Seitenleiste ein Werkzeug zum Zeichnen aktivieren - dann friert der Bildschirminhalt kurzerhand ein und lässt sich mit Notizen versehen - ist kein Stylus zur Hand, tut es jeder beliebige, leitfähige Gegenstand. Kompatible Apps, auch von Drittanbietern, können in Fenstern gestartet werden.

So ist es etwa möglich, ein Video über den Projektor an die Wand zu werfen, und in einer anderen App auf dem Tablet zu arbeiten. Der häufige Wechsel zwischen mehreren geöffneten Apps verlangsamt allerdings das System, 2 Gigabyte Arbeitsspeicher sind hierfür zu wenig. Im Normalbetrieb sind Streaming und anspruchsvolle Apps sowie Spiele in hoher Auflösung für Intels X5-Z8500 kein Problem, dessen Chipsatzgrafik bereits auf der HD-Grafik von Intels Broadwell-Chips basiert.

Top im Labor

Im Labor überzeugt das Tab 3 Pro mit sehr guten Messwerten und überragender Ausdauer. Wenngleich die Optik im Test keine Rolle spielt: Das griffige Kunstleder der Rückseite gefällt, und Punkte gibt es immerhin für die rundum gute Verarbeitung. Bei der Handhabung büßt das Lenovo für sein hohes Gewicht von 660 Gramm Punkte ein; wer die vielseitigen Verwendungsarten zu schätzen weiß, wird damit leben können. Am Ende verdient sich das Tab 3 Pro ein "Gut" und eine klare Kaufempfehlung. Allerdings hat Qualität hier auch ihren Preis: 500 Euro kostet die Wi-Fi-Variante, 600 Euro die mit LTE.

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