Testbericht

LG Optimus L3 im Test

Das Optimus L3 macht zwar Abstriche bei der Ausstattung, glänzt im Test aber mit wertigem Gehäuse und einem starken Akku.

  1. LG Optimus L3 im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
LG Optimus L3 im Test

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LG Optimus L3 im Test
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EUR 67,70

Pro

  • sehr günstiger Einstieg
  • kompaktes, sehr handliches Format
  • solide verarbeitetes Gehäuse
  • sehr starke Akkulaufzeiten
  • ordentliche Funkeigenschaften
  • solide Akustikwerte
  • Speicher erweiterbar (per Micro-SD)

Contra

  • keine LED für 3-MP-Kamera
  • niedrige Displayauflösung
  • kein HSUPA für schnelle Uploads
61,4%

Auch in einer von Superlativen geprägten Smartphone-Welt gibt es ein einfaches, genügsames Leben fernab von Retina-Displays, Mehrkern-Prozessoren und hochauflösenden Superkameras. In dieser Welt bescheidenerer Ansprüche profiliert sich das günstige LG Optimus L3, auch E400 genannt, und nimmt eine herausragende Stellung ein.

Dass ein Smartphone mit einer Preisempfehlung von 129 Euro keinem Fünf-Gänge-Gourmet-Menü entspricht, sollte niemanden verwundern. Dass das LG Optimus L3 aber trotz Tiefpreis so manchem namhaften Konkurrenten im Gesamturteil die Butter vom Brot nimmt, ist bemerkenswert.

Ausstattung: Reduzierte Ausstattung

Allerdings ist das LG Optimus L3 kein Telefon für Nutzer, die intensiv im Internet surfen, lange Videos schauen oder durch die Straßen navigieren möchten - gleichwohl auch das alles mit etwas Geduld und gutem Willen möglich ist.

Homescreen

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Widgets und Verknüpfungen sind auf dem Homescreen nach Belieben platzierbar.

Es ist vielmehr ein Smartphone für Menschen, die mobil ihre Mails lesen, die Abfahrtzeiten der Bahn überprüfen oder ab und an einen Blick aufs Weltgeschehen und die neuesten Nachrichten aus den sozialen Netzwerken werfen möchten. Nutzer also, die hauptsächlich Informationen konsumieren und weniger produzieren.

Denn beispielsweise das Hochladen von Fotos auf ein Onlineportal dauert über das Mobilfunknetz eine gefühlte Ewigkeit, weil dem LG Optimus L3 der Upload-Beschleuniger HSUPA für schnellen Datenversand via UMTS fehlt. LTE, NFC oder HDMI sind in dieser Preisklasse ebenfalls kein Thema. Auch die obligatorische Kamera ist mit einem vergleichsweise kleinen 3-Megapixel-Objektiv ausgestattet. Die Fotoqualität ist für Spaßbilder ordentlich, Aufnahmen im Dunkeln sind aufgrund der fehlenden Foto-LED aber nicht möglich. Und auch Videotelefonie fällt aus, da keine Frontkamera an Bord ist.

Aber wie gesagt: Wir sind hier in der Einsteigerklasse für 129 Euro. Entsprechend fällt auch das Display des LG Optimus L3 mit kompakten 3,2 Zoll und einer etwas groben, für einfache Ansprüche aber durchaus praxisgerechten Auflösung von 240 x 320 Pixeln eher schlicht aus.

Der Kontrast ist mittelprächtig, Schriften fransen aus und Pixelstrukturen sind sichtbar. Damit verbundene Einschränkung: Viele anspruchsvollere Apps aus dem Google Play Store, etwa Spielehits wie Need for Speed oder Spiderman, stehen dem Optimus L3 nicht zur Verfügung, weil sie eine höhere Displayauflösung voraussetzen.

Bedienung: Mittelprächtige Anzeige

Dafür fällt das Arbeitstempo des LG Optimus L3 positiv auf: Scrollen im Menü klappt sehr gut, auch Apps starten recht zügig - der 800-Megahertz-Einkernprozessor erledigt seine Arbeit souverän. Auch sind die knapp 1 Gigabyte an internem Speicher für diese Preisklasse recht üppig und obendrein per Micro-SD-Karten erweiterbar.

Hauptmenü

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Freie Gestaltungs- und Verwaltungsmöglichkeiten bietet auch das Hauptmenü.

Android ist in Version 2.3 alias Gingerbread installiert. Auf bis zu fünf Startbildschirmen lassen sich favorisierte Apps, Links, Kontakte oder Widgets nach Belieben platzieren.

Die Grundstruktur ist sehr übersichtlich, auch Einsteiger finden sich nach ein paar Minuten zurecht.

Verarbeitung: Für die Preisklasse gut

Ebenfalls top: Für ein derart günstiges Smartphone ist das L3 erstaunlich gut verarbeitet. Das Kunststoffgehäuse knarzt kaum, quietscht nicht und hat keine beweglichen Teile.

Alle Komponenten des LG Optimus L3 sind sauber aufeinander abgestimmt und fest miteinander verbunden. Die strukturierte Rückseite macht auch optisch einiges her. Dahinter liegen der herausnehmbare Akku nebst SIM- und Speicherkartenslot.

Labormessungen: Überragende Akkulaufzeiten

Für Aufsehen sorgt aber der Akku selbst: Mit einer Laufzeit von über fünf Stunden im typischen Nutzungsmix ist das LG Optimus L3 ein echter Dauerläufer und ausdauernder als etwa das Samsung Galaxy S2. In der Praxis hält der Energieriegel somit gute eineinhalb Tage durch. Und dank anständiger Funkeigenschaften und klarer Akustik ist das Optimus L3 auch in Sachen Telefonie sehr solide.

Fazit: Günstiger Smartphone-Einstieg

Wir rekapitulieren: Hardwareseitig ist die Ausstattung des LG Optimus L3 dem Preis entsprechend reduziert, die Gesamtperformance aber durchaus gelungen. Ein sehr gutes Angebot für einfache Ansprüche und den günstigen Einstieg in die Smartphone- und/oder Android-Welt.

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