Testbericht

LG KU580

Das Breitbild-Chocolate KU580 überzeugt mit coolem Design, einem gelungenen Musicplayer und starken Ausdauerwerten - bei der Handhabung und den Features gibt es jedoch Nachholbedarf.

  1. LG KU580
  2. Datenblatt
LG KU580

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LG KU580

Pro

  • gutes Display
  • Connectivity-Ausstattung
  • gelungener Musicplayer

Contra

  • kein HSDPA

Fazit

Connect-Urteil: 367 von 500 Punkten, befriedigend
73,4%
Musicplayer

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Top: Auch im geschlossenen Zustand lässt sich der Musicplayer des KU580 bedienen.

Die Erfolgsgeschichte des LG Chocolate soll in eine neue Runde gehen: Nach dem GSM-Modell KG800, das mittlerweile nicht nur in Schwarz, sondern auch in Weiß und Weinrot erhältlich ist, und der UMTS-Variante KU800 geht nun ein neuer verführerisch gestylter Leckerbissen auf Kundenfang. Sein Name: KU580. Zum Preis von 310 Euro (ohne Vertrag, sonst entsprechend billiger) geht der UMTS-Slider exklusiv bei Vodafone über den Tresen. Auffälligster Unterschied zu seinen Geschwistern: Das KU580 kommt mit einem 2 Zoll großen Breitbild-Display daher, das über eine feine Auflösung von 320 x 240 Pixeln verfügt. Schärfe, Helligkeit und Kontrast liegen auf hohem Niveau und sorgen so für einen guten optischen Eindruck, wenn auch die Gestaltung des Hauptmenüs in einer Art Negativdarstellung alles andere als gelungen ist. Dafür weiß die Verarbeitung des LG zu gefallen: Der Slider läuft stabil, beim Zugriff nervt kein Knarzen. Als Besonderheit verfügt das KU580 über die für Chocolate-Modelle typischen Sensortasten, wobei hier die beiden Auswahl-, der Korrektur- und der Gesprächsbutton in der Sensortechnik ausgeführt sind und Eingaben auf Wunsch mit kurzen Vibrationen bestätigen. Die Menüführung des LG birgt nur wenige Fallstricke und erschließt sich im Großen und Ganzen auch ohne Bedienungsanleitung. Praktisch ist zudem die Möglichkeit, einzelne Menüpunkte direkt über die Zifferntastatur anzuwählen, was sich in der Praxis als äußerst nützlich erweist, um schnell zum gewünschten Punkt zu navigieren.

Kein HSDPA, aber EDGE

Menü

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Gewöhnungsbedürftig: Im Alltag stört die etwas eigenwillige Darstellungsform der einzelnen Menüpunkte, die sich nicht sofort erschließen lassen.

Nicht ganz so schnell, wie es die Technik ermöglicht, ist der neue Schokoriegel in Sachen Datentransfer, denn HSDPA beherrscht er nicht. Dafür kann er in UMTS-losen Gebieten mit EDGE die Kohlen aus dem Feuer respektive die Daten fix aus dem Äther holen - sofern der GSM-Datenmodus im Vodafone-Netz verfügbar ist. Bluetooth, ein HTML-Browser, ein E-Mail-Client und umfangreiche Organizer-Funktionen komplettieren die Connectivity-Ausstattung, während eine 2-Megapixel-Kamera, UKW-Radio und Spieledemos den Entertainment-Freak bedienen sollen.

Solider Musikant

Musicplayer

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Tadellos: Der gelungene Musicplayer lässt sich bequem bedienen und bietet zahlreiche Zusatzfeatures wie einen Equalizer oder verschiedene Darstellungen.

Als ausgewiesener Musikspezialist bringt das KU580 ein Stereo-Headset inklusive Adapter für Nachrüstkopfhörer und eine 256 MB große MicroSD-Speicherkarte mit - das ist der kleinste Chip im Testfeld; für den ernsthaften Einsatz als Musikus muss man mehr Speicher nachkaufen. Gestartet wird der Player über eine eigene Taste an der Geräteseite oder über das Menü, wobei die weitere Bedienung sogar bei zugeschobenem Slider bequem über die Fünf-Wege-Navi erfolgt. Die Ausstattung liegt auf einem Niveau mit den Mitbewerbern. So lassen sich etwa auch beim KU580 bequem Titellisten erstellen oder verschiedene Equalizer-Einstellungen abrufen. Letzteres ist dann auch empfehlenswert, denn wie die Frequenzgang-Messung auf Seite 50 zeigt, ist mit Bass in der Standardeinstellung nicht viel los. Trotz dieses Mankos konnte die Klangvorstellung unterm Strich sowohl mit dem Original-Headset als auch mit Nachrüsthörern überzeugen.

Handy für Quasselstrippen

Frequenzgang

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Sehr starker und früher Bassabfall sorgt für eine recht dünne Wiedergabe, die sich aber mit dem EQ aufpäppeln lässt.

Doch nicht nur für Musikfans hat das KU580 seinen Reiz, auch Dauertelefonierer kommen beim LG voll auf ihre Kosten - zumindest wenn sie in den GSM-Netzen telefonieren. Mit einer überragenden Gesprächsdauer von knapp acht Stunden im E-Netz könnte man etwa die Base-Flatrate hemmungslos ausnutzen - wenn's das Gerät nicht nur bei Vodafone gäbe... Aber auch mit gemessenen maximalen 6:20 Stunden im D-Netz kann man sich richtig aussprechen. Wie üblich reduziert sich die Gesprächszeit im UMTS-Netz allerdings drastisch auf unter drei Stunden - wer den Datenturbo nicht braucht, schaltet besser auf reine GSM-Nutzung um. Auch das helle Display gehört nicht zu den Kostverächtern und zwingt den Akku relativ zügig in die Knie.

Besserer Empfang im D-Netz

Auffallend einseitig fallen die Ergebnisse für die Sende- und Empfangsqualität sowie für die akustischen Fähigkeiten aus. Hier verhält sich das KU580 im D-Netz tadellos, während es im E-Netz bei beiden Testmerkmalen kein Bein auf den Boden bekommt - Exklusiv-Vermarkter Vodafone wird's recht sein.

LG KU580

  
HerstellerLG
Preis219.00 €
Wertung367.0 Punkte
Testverfahren0.9

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