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Testbericht

LG Optimus G im Test

LG Optimus G
Labortest
75,4 %
Zuletzt aktualisiert: 28.11.2014
LG Optimus G
Smartphones
Pro
  • elegantes, hochwertiges Gehäuse
  • brillantes IPS-Plus-Display
  • flotte Performance
  • einfach bedienbare Benutzeroberfläche
  • gute Ausstattung inklusive LTE
  • großer Nutzerspeicher
  • hochwertige Kamera
  • hervorragende Ausdauerwerte
Contra
  • Speicher nicht erweiterbar
  • keine Full-HD-Auflösung
Fazit

Das LG Optimus G glänzt im Test mit einer starken Gesamtvorstellung aus Handhabung, Ausstattung und technischer Performance.

Das LG Optimus G ist in den USA und Korea bereits ein Hit. Zu Recht, wie unser Test beweist: Das Nobelmodell verdrängt das Galaxy S3 von Platz 4 der Bestenliste.

Es hat zwar rund sieben Mo­nate gedauert, doch nun ist das Optimus G, das neue Smartphone-Flaggschiff von LG, endlich auch bei uns offiziell verfügbar. Hoffentlich nicht zu spät, denn die Topmodelle der Konkurrenz sind bereits seit einiger Zeit auf dem hart umkämpften Smartphonemarkt erhältlich. Kann da das LG Optimus G für 599 Euro tatsächlich noch mithalten?

Hardware: Attraktiv, brillant und schnell

Haptisch auf jeden Fall. Mussten sich die Koreaner früher oft den Vorwurf gefallen lassen, dass ihre Smartphones nicht wertig genug wirkten, ist dieser bereits seit dem Nexus 4 Geschichte.

Ausgesprochen schick kommt nun auch das Optimus G daher, mit seiner dezenten Chrom-Umrandung und den Glasoberflächen vorn und hinten, die aus dem stabilen Gorilla Glas 2 bestehen. Den edlen Look unterstreicht auch das feine Muster unterhalb der rückwärtigen Glasabdeckung. Die Verarbeitung liegt insgesamt auf einem sehr hohen Niveau.

LG Optimus G - Quick Memo

Besonders praktisch ist die Funktion "Quick Memo": Hier dient das Display als Notizzettel, der Finger als Stift.

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Ein Highlight des Optimus G ist sein 4,7 Zoll großes IPS-Plus-Display mit seiner schon fast plastischen Darstellung. Dahinter steckt hauptsächlich die „Zero Gap Touch“-Technologie, die beim Displayaufbau ohne Folien und Luftschicht auskommt.

Stattdessen sitzt die Glasabdeckung direkt auf der TFT-Anzeige. Ein weiterer Effekt dieser Technik ist die reflexionsarme Darstellung im Freien, die unser Testgerät in der Praxis eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Doch Technik hin, Technik her – am Ende zählt der optische Eindruck. Und der stimmt! Die Optimus-G-Anzeige liefert dermaßen knackscharfe Bilder, dass der Nutzer zu keiner Sekunde an eine noch höhere Auflösung als die 768 x 1280 Pixel des Optimus G denkt. Auch die Helligkeit liegt mit 368 cd/m2 im grünen Bereich – das ist hoch genug, damit man den Bildschirm auch im Sommer noch problemlos ablesen kann.

Zur technischen Plattform: Hier setzt LG auf bewährte Bausteine, die bereits das Sony Xperia Z und das Asus Padfone 2 auf Spitzenposi­tionen der connect-Bestenliste katapultierten. So verrichtet im Optimus G der Qualcomm-Prozessor Snapdragon S4 Pro in der Version APQ8064 seinen Dienst.

In Verbindung mit den 2 GB Arbeitsspeicher und einer Taktung von 1,5 GHz bleiben in puncto Tempo dann auch keine Wünsche offen. Dies gilt ebenso für die 3D-Performance bei Spielen, um die sich der Grafikprozessor Adreno 320 kümmert. Dem User stehen zudem satte 25 GB Speicher zur freien Verfügung, ­einen Wechselspeicherslot für ­Micro-SD-Karten bietet das Optimus G allerdings nicht.

Simple Bedienung, tolle Features

Angesichts dieser starken Basis verwundert dann auch die pfeilschnelle Bedienung nicht weiter, mit der sich der Nutzer durch die hervor­ragende Benutzeroberfläche Optimus UI dieses Android-4.1.2-Modells zappt. Das User Interface bietet nicht nur zahlreiche Indi­vidualisierungsmöglichkeiten für die sieben Homescreens und das Hauptmenü, sondern auch einen ganzen Schwung cleverer Features.

Touchwiz, Sense & Co.: Android-UIs im Vergleich

Neben der Quick-Memo-Funktion, mit der sich schnell mit dem Finger Notizen auf dem Bildschirm no­tieren und speichern lassen, tut sich hier vor allem das Feature „Q ­Slide“ hervor – hierbei handelt es sich um eine komfortable Bild-im-Bild-Anzeige. Und das LG Optimus G hat zudem noch viele andere Pfeile im Köcher.

So kümmert sich zum Beispiel Polaris Office um Office-Dokumente, mit „Notebook“ lassen sich Notizen mit Bildern erweitern, das Englisch-Deutsch-Wörterbuch hilft in Übersetzungsfragen. Ver­sionen in anderen Sprachen lassen sich hinzukaufen.

Auch in puncto Connectivitiy wird beim LG Optimus G geklotzt und nicht gekleckert. Die Datenturbos HSPA+ mit bis zu 42 Mbit/s im Download sowie LTE sorgen ebenso für flotten Datenverkehr wie a/b/g/n-WLAN.

Für Unterhaltung stehen dagegen das UKW-Radio und der gelungene Musicplayer. LG legt dem Optimus G sogar richtig gut klingende und bequem sitzende In-Ear-Kopfhörer bei. Miracast spiegelt den Smartphone-Inhalt drahtlos auf kompatible Flatscreens.

Der Videoplayer des Optimus G.
Der Videoplayer des Optimus G. ©

Die Kamera: Knipsen und filmen gleichzeitig

Besonders gespannt waren wir auf die Kamera des Optimus G, hatte sich LG bei der Knipse doch schon öfter Patzer geleistet. Hier gibt es nun Entwarnung, denn die 13-Megapixel-Kamera im Optimus G ­überzeugt bei guten Lichtverhältnissen mit äußerst detail­reichen und scharfen Aufnahmen.

Wird das Licht schlechter, so hält sich das Bildrauschen dank einer automatischen Rauschunterdrückung im Rahmen, die Bildqualität nimmt jedoch ähnlich deutlich ab wie bei den Modellen der ­Konkurrenz.

Die Kamera-Ausstattung ist gelungen und bringt ­Goodies wie Time Catch und Smart Shutter mit. Time Catch schießt bereits vor dem Auslösen fünf Aufnahmen, Smart Shutter sorgt automatisch für wackelfreie Fotos. Videos werden in Full HD aufgezeichnet. Außerdem lassen sich ­sogar während der Videoaufnahme Fotos machen.

Labormessungen: Beeindruckende Leistung

So weit, so gut. Doch wie würde sich das LG Optimus G im connect-Messlabor präsentieren? Um es auf den Punkt zu bringen: nahezu fehlerlos.

So erreicht das Top-Smartphone bei den Ausdauermessungen die volle Punktzahl, im Mischbetrieb liegt das Durchhaltevermögen bei starken 6:37 Stunden. Quasselstrippen kommen beim Optimus G ebenfalls voll auf ihre Kosten – bis zu 19 Stunden im GSM-Einsatz und knapp 7 Stunden im UMTS-Betrieb sind eine Ansage.

Dazu passen auch die guten Sende- und Empfangseigenschaften sowie die tadellose Akustik.

Fazit: Dicke Kaufempfehlung

Die Überraschung ist perfekt! Mit einer starken Gesamtvorstellung aus Handhabung, Ausstattung und technischer Performance erreicht das lang erwartete LG Optimus G als erst viertes Smartphone überhaupt die connect-Note „sehr gut“.

LG Optimus G Pro im Test

Es schiebt sich noch dazu sogar um einen Punkt am weltweiten Megaseller Samsung Galaxy S3 vorbei. Gratulation zu diesem tollen Ergebnis und eine dicke Kaufempfehlung dazu.

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Inhalt
  1. LG Optimus G im Test
  2. Datenblatt
  3. Wertung
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