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Testbericht LG Optimus One im Praxistest

von
LG Optimus One
Nicht teuer, aber gut - diese Gleichung hat Seltenheitswert im Smartphone-Markt: LG gelingt mit dem Optimus One ein empfehlenswertes Produkt zum kleinen Preis.

Ob der Transformers-Held namens Optimus Prime für die neue SmartphoneReihe von LG Pate gestanden hat, war nicht in Erfahrung zu bringen.

Passend wäre ein Vergleich zu den wandelbaren Autobots jedoch in jedem Fall: Das hier getestete Android-Modell Optimus One bedient beinahe jedes Bedürfnis ohne Murren, zeigt sich stets flexibel und bleibt auch im Bereich des technischen Pflichtprogramms größtenteils gutmütig – und kostet dabei gerade mal 230 Euro. Kein Wunder also, dass LG bislang schon über eine Million Exemplare absetzen konnte.

Kompakt, leicht und reich an Zugaben

Freilich muss man einschränken, dass fast alles an dem mit 128 Gramm vergleichsweise leichten Optimus One Mittelmaß darstellt: Ob es um das TFT-Display mit seiner Diagonale von 3,2 Zoll und der Auflösung von 320 x 480 Pixeln geht, um die Verarbeitung des Geräts oder um die Unterstützung von schnellen Funkstandards, die mit dem Fehlen von HSUPA und schnellem WLAN nach dem Draft-N-Standard weniger umfassend ist als beim Konkurrenten von HTC – im Bereich der Spitzenklasse ist das Optimus One definitiv nicht zu Hause.

Das will und muss es aber auch gar nicht. Seine Vorzüge liegen beispielsweise in der tollen Handlichkeit: Das kompakte Smartphone ist ein echter Handschmeichler, verschwindet problemlos in allen Arten von Taschen und erscheint dabei stabil genug, um auch härtere Umgangsformen zu tolerieren.

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Außerdem sorgt LG für die anvisierte Zielgruppe von Ein- und Umsteigern in Sachen Android: So befindet sich der nützliche LG App Advisor ebenso vorinstalliert auf dem Optimus One wie ein Backup-Service, der sogar Online-Backups mit dem kostenfreien Box.net-Dienst ermöglicht. Und auch in Zukunft bleibt das Gerät aktuell – ein baldiges Update auf die inzwischen vorgestellte Android-Version 2.3 hat LG für das Optimus One angekündigt.

In Sachen Speicher gehen die Koreaner einen anderen Weg als die Konkurrenz von HTC: Statt einem riesigen internen Speicher bietet das Optimus One gerade mal 138 Megabyte an, doch liegt ihm dafür eine Speicherkarte bei.

Dank GPS-Empfänger und aktueller AndroidVersion 2.2 lässt sich das LG-Gerät wie sein Testgegner direkt als Navigationsgerät einsetzen – eine Online-Verbindung braucht man dazu auch nicht mehr, denn mit der neuen Google-Maps-Version klappt die kartengestützte Turn-by-TurnNavigation auch offline.

Eine solche Featurevielfalt ist in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit. Und mit dem selbstgestrickten LG Launcher hat das Optimus One auch eine gut bedienbare Benutzeroberfläche, die stark an die ebenfalls vorzügliche HTC-Sense-Oberfläche erinnert.

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